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01.03.2017 | originalarbeit | Ausgabe 3/2017

ProCare 3/2017

Vorstellungen von Migrantinnen über eigene Pflege im Alter

Kontext von Rückkehr oder Bleiben älterer türkischer/türkisch-stämmiger Migrantinnen in Deutschland

Zeitschrift:
ProCare > Ausgabe 3/2017
Autoren:
Andrea Kronenthaler, Hanna Hiltner, Dorothee Müller, Irina Winkler, Manfred Eissler, Martin Groß
Wichtige Hinweise
Migrantinnen steht in diesem Beitrag für Migrantinnen und Migranten. Zur besseren Leserlichkeit wird durchgängig die weibliche Form verwendet; dies schließt aber selbstverständlich die männliche Form mit ein.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Mehrzahl der Migrantinnen, die als Gastarbeiterinnen aus der Türkei nach Deutschland kamen, wird in naher Zukunft einen bedeutenden Anteil der Pflegebedürftigen darstellen.

Fragestellung/Ziel

Die Studie soll Aufschluss über subjektive Vorstellungen der Migrantinnen von Pflege der eigenen Person im Alter geben, Einflüsse auf die (Nicht-)Inanspruchnahme des Gesundheitssystems darstellen und eine verbesserte Orientierung an den Bedürfnissen der Migrantinnen ermöglichen.

Methode

Dreizehn türkische bzw. türkisch-stämmige Migrantinnen wurden mithilfe von problemzentrierten Interview zu ihren Pflegevorstellungen im Alter befragt. Die Auswertung erfolgte inhaltsanalytisch nach Mayring.

Ergebnisse

Die meisten Migrantinnen weisen einen starken Bezug sowohl zur Türkei als auch zu Deutschland auf. Viele haben positive Erfahrungen mit dem deutschen Gesundheitssystem und schätzen v. a. die gute allgemeinmedizinische Versorgung. Generell besteht der Wunsch, das vertraute Umfeld zu erhalten und zu Hause gepflegt zu werden, ohne den Angehörigen zur Last zu fallen. Ambulante Pflegedienste werden meist einem Pflegeheim vorgezogen.

Diskussion

Für die interviewten Migrantinnen ist Hauptkriterium guter Gesundheits- und Pflegeversorgung, dass auf ihre spezifischen Bedürfnisse eingegangen wird und trotzdem eine Gleichbehandlung besteht. Interkulturelle Handlungskompetenz und die Vermittlung von Hintergrundwissen könnten den Umgang miteinander v. a. vonseiten des Personals erleichtern. Kulturelle Besonderheiten dürfen aber nicht über die personenbezogene individuelle Pflege gestellt werden.

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Literatur
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