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21.08.2018 | Leitthema Open Access

Videodolmetschen als Kommunikationshilfe bei Flüchtlingen

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie
Autoren:
Dr. Maria Kletečka-Pulker, Mag. Sabine Parrag

Zusammenfassung

Sprachbarrieren mit nichtdeutschsprachigen Patienten sind für Angehörige von Gesundheitsberufen sowie Krankenhausträger nicht nur aus medizinischer Sicht eine große Herausforderung, sondern stellen auch ein großes Haftungsrisiko dar. Neben der im Regelfall ungeeigneten Verwendung von Laiendolmetschen und dem Einsatz von oftmals nur schwer verfügbaren und finanzierbaren professionellen Dolmetschen vor Ort ist der Einsatz eines Videodolmetschsystems eine sehr gute Lösung. Das System ist unkompliziert und löst Übersetzungsprobleme vor Ort. Hunderte professionelle Dolmetsche stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Innerhalb von 2 min können diese auf Knopfdruck – unter Einhaltung der strengen datenschutzrechtlichen Vorgaben – zugeschaltet werden. Mittlerweile gehört der Einsatz von Videodolmetschen in vielen Spitälern in Österreich und Deutschland zum Alltag und ist ein Qualitätskriterium für eine Behandlung oder Betreuung von Patienten. Anders ist die Situation im niedergelassenen Bereich, da hier die Finanzierung noch nicht geklärt ist. Aus diesem Grund ist es für nichtdeutschsprachige Patienten oftmals schwer, Ärzte im niedergelassenen Bereich zu finden, die trotz Sprachbarriere die Betreuung und Behandlung übernehmen. Eine klare Regelung zur professionellen Überwindung von Sprachbarrieren wäre daher sehr begrüßenswert und würde sowohl die rechtliche Situation entschärfen als auch zu einer Entlastung der Krankenanstalten führen.
Literatur
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