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08.05.2018 | Pathologie | Ausgabe 4/2018

Wiener klinisches Magazin 4/2018

Versorgungsrealität der molekularen Diagnostik maligner Erkrankungen

Zeitschrift:
Wiener klinisches Magazin > Ausgabe 4/2018
Autoren:
Dipl.-Ges.-Ök. Anna Kron, Dr. Alexander Quaas, Doz. Dr. Thomas Zander
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag wurde in der Zeitschrift Der Onkologe 2017 · 23:900–910 https://​doi.​org/​10.​1007/​s00761-017-0283-x erstveröffentlicht. Zweitpublikation mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

Zusammenfassung

Hintergrund

In den letzten Jahren wurden bei verschiedenen Krebsentitäten zahlreiche onkogene Treibermutationen entdeckt oder Prädiktoren für zielgerichtete immunologische Therapien entwickelt. Eine optimale Therapieentscheidung erfordert zunehmend eine komplexe molekulare Diagnostik. Dabei besteht in Deutschland derzeit noch ein Versorgungsdefizit bei der flächendeckenden Umsetzung der umfassenden genomischen Testung.

Ziel

Es werden die Versorgungsrealität der molekularen Diagnostik maligner Erkrankungen mit dem Fokus auf die Relevanz des Multiplex-Testverfahrens sowie Versorgungsqualität und Finanzierung dargestellt.

Material und Methoden

Diese Arbeit basiert auf einer selektiven Literaturrecherche in der PubMed Datenbank, den eigenen Erfahrungsberichten am Beispiel vom Netzwerk Genomische Medizin (NGM) inklusive einer Zusammenfassung der aktuell geltenden Rechtslage und Richtlinien zur Kostenerstattung der molekularen Diagnostik.

Ergebnisse

Am Beispiel vom Lungenkrebs, der unverändert häufigsten Krebstodesursache in Deutschland, wurde die entscheidende Rolle einer umfassenden qualitätsgesicherten Multiplex-Diagnostik zur optimalen Therapieselektion dargestellt. Aufgrund der dynamischen Entwicklung von zielgerichteten Therapien in Abhängigkeit von den Ergebnissen der Primär- und Rezidivtestung muss die molekularpathologische Diagnostik jedem betroffenen Patienten in Deutschland zugängig sein.

Diskussion

Für eine flächendeckende Umsetzung der Next-Generation-Sequencing(NGS)-Diagnostik müssen aber auch abgestimmten Qualitätskriterien implementiert werden, um die Ergebnisvalidität für jeden Patienten fortlaufend sichern zu können. Die aktuellen Refinanzierungsmängel (v. a. im stationären Sektor) haben einen negativen Einfluss auf die bundesweiten Testraten. Das deutsche Abrechnungssystem ist weiterhin relativ unflexibel im Umgang mit den medizinischen Innovationen. Die Zukunft der personalisierten Krebstherapien liegt in den interdisziplinären und intersektoralen Netzwerken.

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Literatur
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