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06.03.2018 | Originalien | Ausgabe 2/2018 Open Access

Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Österreich 2/2018

Update zu Isoflavonen in der Menopause

Mittel der ersten Wahl bei leichten klimakterischen Beschwerden

Zeitschrift:
Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Österreich > Ausgabe 2/2018
Autor:
Univ.-Prof. Dr. Christian Egarter

Zusammenfassung

Isoflavone werden als sogenannte „Phyto-SERMs“ (Selektive Estrogen-Rezeptor-Modulatoren) bezeichnet und gelten als Mittel der ersten Wahl bei leichten klimakterischen Beschwerden. Sie binden fast ausschließlich an den ER-β (Estrogen-Rezeptor) und lösen entsprechende Wirkungen in der Zelle aus, die therapeutisch genutzt werden können. Extensive präklinische Studien haben diese Effekte und auch Effekte auf andere Stoffwechselwege wie den Einfluss auf den PPAR (Peroxisom Proliferator-aktivierter Rezeptor) aufgezeigt. Klinische randomisierte, kontrollierte Studien und Metaanalysen zeigen eindeutig eine reduzierende Wirkung auf typische menopausale Hitzewallungen und tendenziell auf andere menopausale Beschwerden. Allerdings ist anzumerken, dass die Studienlage sehr heterogen ist in Bezug auf die verschiedenen verwendeten Phytoöstrogene, Dosierungen, interindividuelle, ethnische und auch geografische Aspekte. Der Einfluss von Phytoöstrogenen auf Surrogatparameter des kardiovaskulären Risikos wie Lipid- und Glukosemetabolismus oder auch das metabolische Syndrom und die Osteoporose scheint günstig zu sein; allerdings gibt es sehr wenige Studien mit harten Endpunkten wie etwa Herzinfarkt, Schlaganfall oder Frakturrate. Die European Food Safety Authority hat andererseits 2015 in einer umfangreichen Beurteilung kein erhöhtes Risiko in Bezug auf Brustkrebs, Endometriumstimulation oder Schilddrüsenfunktion bei Dosierungen zwischen 35 und 150 mg/Tag gefunden.
Literatur
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