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15.05.2019 | Prävention | Ausgabe 2/2019

Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Schweiz 2/2019

Update Zervixkarzinomscreening in der Schweiz

Zeitschrift:
Journal für Gynäkologische Endokrinologie/Schweiz > Ausgabe 2/2019
Autor:
Dr. med. Elke Krause
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Das Zervixkarzinomscreening in der Schweiz ist ein opportunistisches Screeningverfahren, was bedeutet, dass die Frauen den Vorsorgetermin bei ihrem Arzt selbst vereinbaren müssen. Im neuesten Expertenbrief der SGGG wird sowohl das HPV-Screening als auch die herkömmliche Zervixzytologie als primäres Screeningverfahren empfohlen. Die Akzeptanz gegenüber dem primären HPV-Screening ist jedoch noch verhalten, sicher nicht zuletzt durch die fehlende Kostenübernahme durch die Krankenversicherungen.
Die Experten empfehlen den Beginn der Vorsorge nicht vor dem 21. Lebensjahr, eine Beendigung kann ab dem 70. Lebensjahr erfolgen, sofern anamnestisch keine HPV-induzierten anogenitalen Läsionen vorliegen.
Das empfohlene Screeningintervall liegt bei beiden Testverfahren bei drei Jahren. Eine HPV-Testung bei Frauen unter 30 Lebensjahren wird nicht als sinnvoll erachtet, da die HPV-Prävalenz bei den jungen Frauen sehr hoch ist. Auch eine Kotestung mit beiden Methoden wird nicht empfohlen.
Eine Vorsorge sollte nie ohne die Prävention diskutiert werden. In der Schweiz sind seit Jahren potente Impfstoffe gegen die HP-Viren erhältlich, die für die meisten schweren Dysplasien und Karzinome verantwortlich sind. Die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) empfiehlt die Impfung aller Mädchen von 11 bis 14 Jahren – sowie für 15- bis 19-jährige Mädchen eine Nachholimpfung. Auch für Frauen bis 26 wird die Impfung mittlerweile in den kantonalen Impfprogrammen bezahlt.

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