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01.11.2015 | Phlebologie | Ausgabe 4/2015

hautnah 4/2015

Ulkusstrümpfe zur Behandlung des Ulcus cruris venosum

Zeitschrift:
hautnah > Ausgabe 4/2015
Autor:
Dr. Christiane Stöberl

Zusammenfassung

Aufgrund vergleichbarer Abheilraten von venösen Beinulzera unter Verbänden und Strumpfsystemen gibt es einen starken Trend, den Strumpf als die bessere therapeutische Option zur Kompressionstherapie bei Ulcus cruris venosum zu betrachten, nicht zuletzt, weil damit eine Zeit und Kostenersparnis aufseiten der Pflege zu verzeichnen ist. Ein Blick auf die Studienprotokolle zeigt uns, dass die Studienergebnisse nicht eins zu eins auf den Ulkuspatienten im Alltag umgelegt werden können. Von den Studien ausgeschlossen waren immobile Patienten, Patienten die Begleiterkrankungen wie PAVK (Knöchel/Armindex < 0,8 oder ≥ 1,3), Diabetes mellitus oder Polyneuropathie aufwiesen, Patienten mit kardialer Begleiterkrankung und daraus resultierenden Beinödemen, aber auch Patienten, deren Beinform durch starke Adipositas nicht für eine Strumpfversorgung geeignet war, bei denen eine Hautinfektion vorlag oder deren Ulkus zu stark sezernierte. Im klinischen Alltag fällt ein relativ großer Anteil an Ulkuspatienten in diese Gruppe. Bei diesen Patienten sind aufgrund ihrer Begleiterkrankungen Ulkusstrumpfsysteme nicht die bessere Wahl. Ulkusstrumpfsysteme sind also eine gute therapeutische Option für viele Patienten mit Ulcus cruris venosum. Sie sind aber nicht für alle Patienten geeignet.

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Literatur
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