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01.08.2016 | Leitthema | Sonderheft 1/2016

Pädiatrie & Pädologie 1/2016

Transition als Element in der Gesundheitsplanung

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie > Sonderheft 1/2016
Autor:
Dr. MPH Karin Eglau

Zusammenfassung

Transition bezieht sich auf die Versorgung von an chronischen und seltenen Erkrankungen leidenden Jugendlichen, die am Übergang ins Erwachsenenalter aus der pädiatrischen Versorgung fallen und in die Erwachsenenversorgung übernommen werden. Gesundheitsplanung, oder besser Versorgungsplanung, erfolgt in Österreich im Wege des Österreichischen Strukturplans Gesundheit (ÖSG) und der Regionalen Strukturpläne Gesundheit (RSG) sowohl quantitativ als auch qualitativ sowie für den niedergelassenen Bereich im Rahmen der Stellenpläne. Im aktuellen ÖSG 2012 ist Transition als Begriff noch nicht enthalten. Die laufende Gesundheitsreform sieht im Bundeszielsteuerungsvertrag die Neustrukturierung des ÖSG vor, womit der Bereich der seltenen Erkrankungen zusätzlich zu den bisher enthaltenen und neu zu überarbeitenden Kapiteln zur Versorgung von Kindern und Jugendlichen Eingang in den ÖSG finden wird. Im Zuge dieser Arbeiten besteht nun auch die Möglichkeit, das Thema Transition als wesentlichen Teil der Versorgung chronischer Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters im ÖSG zu verankern. Die Ärzteausbildungsordnung 2015 stellt eine wichtige Grundlage in der Versorgungsplanung dar. Die darin enthaltenen Vorgaben zur Diagnostik und Therapie von Kindern und Jugendlichen sind in der Gesamtschau aller Sonderfächer hinsichtlich einer reibungslosen Transition kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls Handlungsbedarfe zu formulieren. Mit der Implementierung eines Survivorship-Passports, wie sie das nationale Krebsrahmenprogramm für die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen fordert, kann die lebenslange Nachsorge von mittlerweile erwachsen gewordenen chronisch Kranken nachhaltig verbessert und die Transition optimiert werden.

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Literatur
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