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Thomas Mann. Zur Medizin in seinem literarischen Werk, seine Leiden und sein Kranksein

Gesundheit, Krankheit, Sterben und Tod

  • Open Access
  • 03.02.2026
  • Originalie

Zusammenfassung

Im Jahr 2025 wurde der 150. Geburtstag (6. Juni 1875) und der 50. Todestag (12. August 1955) von Thomas Mann gefeiert. In seinen Novellen und Romanen sind Krankheit, Sterben und Tod häufige Themen. Seine Werke enthalten medizinisch-literarische Inhalte, die beispielhaft durch Verweise auf Die Buddenbrooks, Tod in Venedig, Der Zauberberg, Doktor Faustus und Die Betrogene illustriert werden. Thomas Mann thematisiert keine Krankheiten im klinischen Sinn, sondern die poetologische Sinngebung, wobei das physische Leid der Figuren den poetischen Gesetzen des jeweiligen Werkes folgt. Sein Konzept von Gesundheit in seinen Texten wird ebenfalls erörtert. Die unter dem Aspekt der Einheit von Leben und Werk präsentierte Krankengeschichte von Thomas Mann verdeutlicht zudem, wie der große Künstler trotz zahlreicher Beeinträchtigungen seines Wohlbefindens, seiner Lungenoperation und der späteren körperlichen sowie psychischen Erschöpfung seine Schaffenskraft als Schriftsteller bewahren konnte.
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Einleitung

In Deutschland und weltweit wurde 2025 zum 150. Geburtstag (6. Juni 1875) und zum 70. Todestag (12. August 1955) in zahlreichen Veranstaltungen an Thomas Mann erinnert. Aus Anlass dieses Jubiläumsjahres sollte nicht fehlen, auf die Bedeutung der Medizin im Leben und Werk des Schriftstellers hinzuweisen. Das Verhältnis von Thomas Mann zur Medizin wurde aus literaturwissenschaftlicher und medizinischer Perspektive bereits mehrfach behandelt [14]. Seitdem haben neuere Veröffentlichungen das Thema aktualisiert und erweitert. Daher zielt dieser Artikel darauf ab, die Thematik der Medizin in seinem literarischen Werk auf dem neuesten Stand zu referieren. Zusätzlich wird, um der Einheit von Leben und Werk gerecht zu werden, auch die persönliche Krankengeschichte von Thomas Mann und deren Einfluss auf seine Werke thematisiert.

Gesundheit

Konzepte von Gesundheit im Werk von Thomas Mann fanden bisher wenig Interesse, weshalb auf eine grundlegende Publikation des Literaturwissenschaftlers Michael Navratil aufmerksam gemacht wird [5]. Die diskutierten Konzepte von Gesundheit werden darin mit vielen Nachweisen aus seinen Werken belegt. Demnach steht für Mann Krankheit in einem dynamischen Zusammenhang mit Gesundheit und der Gegensatz Gesundheit-Krankheit ist als konzeptuelles Spektrum aufzufassen, dessen beide Pole dynamisch sind und einander mitunter modifizieren. Es wird die Leitthese formuliert, dass sich in Thomas Manns Werk drei große Konzepte der Gesundheit unterscheiden: 1. der dekadente Gesundheitsverdacht, 2. die instrumentelle Krankheitswahl und der „gute Willen zur Gesundheit“, 3. die Autonomie des Körpers [5].
In den ersten Erzählungen sowie im Roman Buddenbrooks findet sich das Konzept des dekadenten Gesundheitsverdachts ausgestaltet, wie bereits 1913 in dem Essay Vorwort zu einem Roman formuliert: „Es hat mit dem Begriff der Gesundheit eine nicht minder heikle Bewandtnis als mit dem des Talentes. Man kann auf gesunde Art krank und auf kranke Art gesund sein“ [5]. Die instrumentelle Krankheitswahl und der gute Willen zur Gesundheit zeigten sich bereits im Tod in Venedig und wurden in späteren Werken vom Zauberberg bis hin zu Felix Krull immer wieder aufgegriffen und variiert: „Gesundheit und Krankheit erscheinen hier nicht so sehr als unveränderliche körperliche Schicksale, sondern Zustandsoptionen und Perspektiven, die von den Individuen bis zu einem gewissen Grade nach Bedarf und Gutdünken ein- und wieder ausgehängt werden können“ [5]. Thomas Mann zeichnet in seiner letzten Erzählung Die Betrogene eine Natur, die Gesundheit und Krankheit mitunter willkürlich und ohne Ansehung der Wünsche und Pläne des Individuums verteilt: „Diese schmerzhafte Autonomie des Körpers gegenüber den Regungen der Seele bedeutet im Umkehrschluss aber auch eine Emanzipation des Individuums, in Form nämlich eines partiellen Freiwerdens von den Determinationen eines starren psychophysischen Monismus“ [5]. „Zwar wird die vermeintlich wiedergewonnene Gesundheit in Die Betrogene als Illusion enttarnt; doch als Idee steht die Gesundheit schlussendlich jenseits von Gut und Böse, ist weder banal noch verdienstvoll. Befreit vom moralischen Ballast erscheint sie am Ende von Thomas Manns Werk als eine bloße Möglichkeit menschlichen Daseins: glückhaft und selten“ [5].
Thomas Mann ist im Gesundheitsverständnis in seinem Werk geprägt von dem Philosophen Friedrich Nietzsche, der „um 1900 die Grenze zwischen Krankem und Gesundem empfindlich aufgeweicht hat, sodass das Leben in der Moderne – zumal das Geistesleben – von weiten Teilen der europäischen Intelligenzija überhaupt nur noch als latent kränkelnd aufgefasst werden konnte“ [5]. Auch die türkische Literaturwissenschaftlerin Çelik weist darauf hin, dass es für Thomas Mann „kein tieferes Wissen ohne Krankheitserfahrung gab und die ‚höhere Gesundheit‘ durch die Krankheit hindurchgegangen sein musste. Die ‚höhere Gesundheit‘ hat für Thomas Mann eine enge Beziehung mit der Krankheit und der Kunst“ [6]. Eine Gegenüberstellung mit heutiger Definition macht die Zeitgebundenheit der poetologischen Beschreibung von Gesundheit durch Thomas Mann deutlich. Die WHO-Definition von Gesundheit aus dem Jahr 1948 beschreibt Gesundheit als „Health is a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity“ [7]. Allerdings wurde diese Forderung nach völliger Gesundheit infrage gestellt mit der Feststellung: „would leave most of us unhealthy most of the time“ [8]. Es wird deshalb alternativ als Definition für Gesundheit vorgeschlagen: „health as the ability to adapt and to self manage“ [9].

Krankheit

Thomas Mann war ein medizinisch kenntnisreicher Schriftsteller, und er entwarf in seinen Romanen und Erzählungen eindringliche Darstellungen von Krankheit und Krankheiten aus zeitgenössischer Sicht. Eine medizinische Genauigkeit in seinem Werk erreichte Thomas Mann, indem er Spitäler aufsuchte, die Herstellung von Röntgenaufnahmen verfolgte, an Operationen teilnahm, einschlägige Fachliteratur sorgfältig las, spezifische Informationen bei Ärzten, mit denen er verkehrte und korrespondierte, einholte und sich als weitere Quelle für die medizinischen Vorlagen auf seine Familie stützte, besonders seine Frau Katia und ihre Mutter Hedwig Pringsheim [10, 11]. Allerdings betonte Thomas Mann selbst mit kritischem Blick auf eine allzu medizinisch interessierte Rezeption, dass das Krankhafte nur als „Mittel zu geistigen, poetischen, symbolischen Zwecken ins Dichterische eingehen“ kann [12].
Die Zwiegesichtigkeit von negativer oder literarisch positiver Beschaffenheit von Krankheit im Roman Buddenbrooks (1901) zeugt von Thomas Manns Bemühungen einer komplexen Auseinandersetzung mit Krankheit [12]. Die Funktion der Krankheitsmotive in den Buddenbrooks hat Kathrin Max vor dem Hintergrund der im ausgehenden 19. Jahrhundert bekannten Degenerationsthese mit der Frage des ‚Verfalls einer Familie‘ als biologischen Degenerationsprozess diskutiert [13]. Sie kommt zu dem Schluss, dass die Degenerationstheorie zwar auf der Handlungsebene des Romans dargestellt wird, die Frage nach der Gültigkeit dennoch im Text keine eindeutige Antwort erfährt [13]. Alternativ ist entsprechend der in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts verbreiteten und weiter entwickelten Degenerationstheorie des französischen Psychiaters Bénédict Auguste Morel zu diskutieren, dass die dargestellten Krankheitsbilder der Familienmitglieder aufgrund von Vererbung auftreten, da der gesundheitliche Niedergang nicht auf eine Altersgruppe beschränkt bleibt und von Generation zu Generation zunimmt [13, 14].
In Der Tod in Venedig (1912) schildert Thomas Mann die asiatische Cholera in der seltenen Manifestation der trockenen Form, Cholera sicca, in ihrer Symptomatik, Verbreitung und ihrem Verlauf: „Fälle der Genesung waren sehr selten; achtzig vom Hundert der Befallenen starben, und zwar auf entsetzliche Weise, denn das Übel trat mit äußerster Wildheit auf und zeigte häufig jene gefährlichste Form, welche ‚die trockene‘ benannt ist. Hierbei vermochte der Körper das aus den Blutgefäßen massenhaft abgesonderte Wasser nicht einmal auszutreiben. Binnen weniger Stunden verdorrt der Kranke und erstickt am pechartig zähe gewordenen Blut unter Krämpfen und heiseren Klagen. Wohl ihm, wenn, was zuweilen geschah, der Ausbruch nach leichtem Übelbefinden in Gestalt tiefer Ohnmacht erfolgte, aus der er nicht mehr oder kaum noch erwachte“ [15]. In seinen Vorstudien zu dieser Beschreibung informierte sich Thomas Mann an den Erläuterungen der Cholera im Brockhaus Konversations-Lexikon (14. vollständig neubearbeitete Auflage 1882–1885 und neue revidierte Jubiläums-Ausgabe 1908), was seine genaue zeithistorische Quellensuche für die medizinischen Darstellungen verdeutlicht [16]. Vor dem Hintergrund der uns noch so gegenwärtigen Corona-Pandemie erfährt die literarische Darstellung der Cholera-Epidemie im Tod in Venedig eine Universalität durch die übergreifenden Themen von literarischer Beschreibung von Krankheit, Pandemieerfahrung und Sterblichkeit, wie das kürzlich in einer Dissertation hervorgehoben wurde [17]. Francesco Rossi hat im Thomas Mann-Handbuch einen Artikel veröffentlicht, in dem der gesamte Forschungsstand zur literarischen Deutungsanalyse des Romans zusammengefasst ist [18].
Im Roman Der Zauberberg (1924) sind die Krankheit Tuberkulose und deren Therapie im Lungensanatorium in Davos zentrale Themen. Sie „werden im Zusammenhang mit einer Vielzahl von Aspekten erzählt (u. a. Philosophie, Psychoanalyse, Mythologie, Musik, Zeitgeschichte, Medizin, Biologie) und sind von zahlreichen intra- und intertextuellen Bezügen begleitet“ [19]. Mehrfache eigene Erfahrungen mit Sanatoriumsaufenthalten und der Besuch bei seiner an Tuberkulose erkrankten Frau Katia im Sanatorium in Davos waren wichtige Anregungen für den bereits 1913 begonnenen Roman [19, 20]. Beim Besuch bei seiner Frau im Sanatorium bekam er einen Katarrh, der vom leitenden Arzt als beginnende Tuberkulose diagnostiziert wurde, weshalb ihm ein sechsmonatiger Kuraufenthalt empfohlen wurde, den er aber nach einem Telefonat mit seinem Hausarzt ablehnte [19]. Die Rezeption des Romans Der Zauberberg durch Literaturkritik und Mediziner war uneinheitlich und kontrovers, wie von dem Pneumologen Christian Virchow umfassend zusammengefasst wurde [21]. In einem offenen, in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift veröffentlichten Brief stellte sich Thomas Mann der ärztlichen Kritik und entgegnete, dass die Fachkritik nicht imstande wäre, das „Gedankengeflecht über Leben und Tod, Gesundheit und Krankheit“ zu sehen [22] und das Dargestellte als genialer Weg „zum Menschen und zur Liebe“ zu verstehen sei [23]. So wird dem Roman auch heute noch eine ungebrochene Aktualität zugesprochen aufgrund der Überwindung des Todesgedankens zugunsten des Lebensgedankens mit dem Hinweis auf Worte von Thomas Mann, dass es „noch ein romantisches Buch, ein Buch der Sympathie mit dem Tode“ sei und doch „der Weg hinaus aus einer individuellen Schmerzenswelt in eine Welt neuer sozialer und menschlicher Moralität“ [24].
Der vielschichtige Altersroman Doktor Faustus (1947) ist „nicht nur ein Künstler‑, Nietzsche- und allegorischer Deutschlandroman, sondern auch ein hochkomplexer Syphilisroman, der einen Großteil der Kulturgeschichte der Syphilis aufnimmt“ [25]. Die syphilitische Infektion des Musikers Adrian Leverkühn, die er freiwillig eingeht und die seinen Teufelspakt besiegelt, in der Hoffnung, durch die Krankheit genial zu werden, wird poetologisch als Metapher für den individuellen Untergang des Künstlers und den nationalsozialistischen Untergang gestaltet: „Was im individuellen Kreis buchstäblich erzählt wird – Adrian Leverkühns Durchbruch zu enthemmter Kreativität und neuer musikalischer Ordnung, seine syphilitische Infektion, die zu schöpferischem Rausch, aber später zum Kollaps führt –, ist im geschichtlichen Kreis als Metapher bzw. Allegorie zu verstehen, nämlich für Deutschlands Drang zur ‚neuen Ordnung‘, für die Infektion mit dem Faschismus, die eine nationale Berauschung und zeitweilige Triumphe zur Folge hat, aber auf nationaler Ebene auch zum Kollaps führt“ [26]. Gemäß des zeitgenössischen Wissenstands werden Symptome und Krankheitsverlauf der Syphilis wiedergegeben: 1. Beginn mit ‚einer lokalen Krankheit‘, dem Primärinfekt der primären Syphilis, die zu einem erfolglosen Besuch bei zwei Ärzten führte. 2. Danach konsultierte er keinen weiteren Arzt mehr, da die sekundäre Syphilis keine ‚manifesten‘ Symptome hervorrief. 3. Schließlich kommt es zu Gewichtsabnahme, abwechselnden Entzündungen des Magens, der Bronchien und des Rachens, Unerträglichkeit des Lichtes, ataktischem Gang, Sprachstörungen und Verstärkung seiner Migräne als Manifestationen des Befalls des Zentralnervensystems, der tertiären Lues bzw. Neurosyphilis [26, 27].
Es geht nicht um Krankheiten im klinischen Sinn, sondern um eine poetologische Sinngebung
Insgesamt geht es in den genannten Werken nicht um Krankheiten im klinischen Sinn, sondern um eine poetologische Sinngebung. „Medizin fungiert als realistische Bezugsinstanz des physischen Leids der Figuren und unterliegt den poetischen Gesetzen des jeweiligen Romans“ [25]. Eine solche literarische Beschreibung von menschlichem Leiden kann dem Leser auch aus ärztlicher Sicht tiefere Einblicke bieten in individuelles Kranksein und damit verbundene existenzielle Fragen, anstatt sich auf die statische Objektivität von Krankheit zu stützen, worin der Medizinethiker Giovanni Maio einen Beitrag der Literatur zur Humanisierung der Medizin sieht [28].

Sterben und Tod

Thomas Mann hat das Sterben in seinen vielfältigen Formen thematisiert: „biologischer Tod, Suizid, Sterben an akuten und chronischen Krankheiten, Aufklärung des Sterbenden und Euthanasie“ [29]. Naphta und Pieter Peeperkorn beenden im Zauberberg ihr Leben durch Selbstmord [29]. Die Konsulin Elisabeth Buddenbrook ist während ihrer letztlich tödlichen Lungenentzündung auf den Tod nicht eingestellt, zum Sterben ist sie nicht bereit, sie denkt nur an die Therapie und Kontakte mit den Ärzten [29]. Die Ärzte können Vergeblichkeit und Sinnlosigkeit ihrer therapeutischen Bemühungen sowie den unmittelbar bevorstehenden Tod der Konsulin vor den Angehörigen zwar nicht mehr ableugnen, der Bitte um ein linderndes Mittel wollen sie aber nicht entsprechen, indirekte wie passive Euthanasie ist ihnen versagt [29]. Auch wird die Konsulin von den Ärzten und ihrem Sohn angesichts der offensichtlichen tödlichen Situation nicht aufgeklärt, aber in den letzten Augenblicken ihres Lebens sind Angehörige, Ärzte und Pflegerin anwesend. Die Konsulin selbst akzeptiert nun ihr Ende und stirbt im Glauben an das Jenseits [29].
Im Zauberberg leistet Hans Castorp seinem Vetter Ziemßen Sterbebegleitung und wird zu einem Beispiel, dass kranke Menschen sich ethisch verhalten können, Pflichten übernehmen und sich sogar von Tugenden in ihrem Verhalten leiten lassen [29]. So sterben Menschen bei Thomas Mann an den verschiedensten Krankheiten, reagieren auf unterschiedliche Weise und erfahren unterschiedliche Arten der Zuwendung sowie Anteilnahme, wobei die literarische Darstellung gleichzeitig zum Spiegel der Wirklichkeit in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und deren symbolischer Deutung durch den Schriftsteller wird [29].
In der Novelle Der Tod in Venedig und der Erzählung Die Betrogene (1953) stellt Thomas Mann einen literarischen Weg zum Tod dar, der in beiden Fällen als ‚Liebestod‘ bezeichnet wurde, zum einen wegen einer homoerotischen Liebe und zum anderen infolge der späten Liebe einer älteren Frau zu einem jungen Mann [6, 30]. Der Liebestod bei Thomas Mann wird von Doris Runge zusammenfassend kommentiert: „Der Tod ist nicht das Ende der Liebe. Der Tod macht die Liebe unsterblich“ [31]. Andreas Blödorn hat eine aktuelle Übersicht zu Sterben und Tod in Thomas Manns gesamtem Werk erstellt [32]. Tod als Erlösung und Erfüllung ist kennzeichnend für die frühen Romane und Erzählungen, während in späteren Werken (z. B. Joseph und seine Brüder, Doktor Faustus und Der Erwählte) insbesondere die Frage nach einer kollektiven Bedeutungsdimension des Todes und nach dem Verhältnis von Individuum und mythischem Kollektiv in den Mittelpunkt rückt [32].

Thomas Mann: Krankengeschichte

Im Folgenden wird die Krankengeschichte von Thomas Mann, die durch seine Tagebuchaufzeichnungen und medizinische Publikationen gut erschlossen ist [3338], durch neuere Veröffentlichungen ergänzt, die den Zusammenhang zwischen Leben und Werk betonen.
Thomas Mann fühlte sich immer wieder unwohl, klagte über verschiedenste Beschwerden, wie gastrointestinale und Schluckbeschwerden, Magenverstimmungen, Ess-Plagen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schnupfen, Erkältungen und Katarrhe, Stuhlverstopfungen, Rektalbeschwerden, Gesichtsrosen, Nervosität, Erschöpfungszustände, Gereiztheiten und Mattigkeiten der leidigsten Art, weshalb er unzählige Ärzte aufsuchte, zahlreiche Medikamente einnahm und eine Vielzahl von Sanatoriumsaufenthalten verbrachte [39]. Am meisten gelitten hat Thomas Mann an unzähligen Behandlungen seiner Zähne: Wurzelhaut- und Zahnfleischentzündungen, Zahnextraktionen, Überkronungen, Goldfüllungen, Wurzelbehandlungen, Zahn- und Brückenersatz [39].
Der Neurologe und Psychiater Hans-Peter Haack wies besonders darauf hin, dass Thomas Mann nach bereits erlebten depressiven Episoden im Winter 1900/1901 und im November 1913 im Frühjahr 1933 aufgrund seiner Emigration in die USA an einer Depression erkrankte [40]. Diese lässt sich aus den Tagebucheintragungen diagnostizieren mit „depressiven Kernsymptomen: Stimmungseinengung, Energiedefizit, Unruhe als Leibgefühl (innere Unruhe) sowie Tagesschwankungen in Form von Schlafverkürzung und Morgentief“ [40]. „Auf den Fotos dieser Zeit ist er abgemagert, Mimik und Haltung zeigen nicht mehr die gewohnte repräsentierende Selbstsicherheit“ [40]. „Thomas Mann konnte in den Abendstunden noch Tagebuch führen, aber nicht mehr schriftstellerisch arbeiten“ [40]. „Die reaktiv ausgelöste somatische Depression, bei der auch Panikattacken aufgetreten sind, ist folgenlos abgeklungen“ [40].
1946 erkrankte Thomas Mann an Lungenkrebs, der durch eine operative Teilentfernung des rechten Lungenflügels erfolgreich behandelt wurde [35]. Er hat die Entstehung des Tumors auf die Anspannungen durch das Buch Doktor Faustus zurückgeführt und seine Heilung auf die Notwendigkeit, das Buch zu vollenden [20]. Seiner psychodynamischen Argumentation aus einer psychoonkologischen Perspektive steht jedoch entgegen, dass der Tumor wahrscheinlich auf sein starkes, lebenslanges Rauchen zurückzuführen war. [20]. In seinem Essay Die Entstehung des Doktor Faustus. Roman eines Romans (1949) mit autobiographischen Texten zu seiner Lungenoperation berichtet Thomas Mann über die Thoraxchirurgie, die Gepflogenheiten und das Verhalten ärztlicher Kollegen zu dieser Zeit, die Medikation, die Operation und perioperative Behandlung und Pflege; vor allem die Sprache Thomas Manns, ihr Humor, ihre Anschaulichkeit, ihre Exaktheit und ihre ironischen Facetten machen diesen Bericht äußerst lesenswert [38, 41].
Seit den 1950er-Jahren verspürte Thomas Mann eine tiefe physische und seelische Müdigkeit
Seit den 1950er-Jahren fühlte Thomas Mann, dass er seinem Lebensende sehr nah war, er verspürte eine tiefe physische und seelische Müdigkeit, verbunden mit der Angst nicht mehr schreiben zu können und seine Produktionskraft zu verlieren [6]. „Trotz seiner Müdigkeit schrieb er in seinen letzten Jahren noch den Essay Lob der Vergänglichkeit (1952), die Erzählung Die Betrogene (1953) und den Roman Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (Der Memoiren erster Teil) (1954) fertig, aber war immer noch nicht zufrieden mit seinem Fleiß“ [6]. Einerseits bieten die Tagebücher Einblick in seine ungebremsten Aktivitäten, andererseits zeigen sie einen sich zunehmend ausbreitenden Alterspessimismus, eine nachlassende Vitalität und ein ständiges Vorwissen um seinen Tod [42].
Thomas Mann war ein exzessiver Raucher von Zigaretten und Zigarren ([35]; Abb. 1 und 2).
Abb. 1
Thomas Mann. Aufenthalt in Kampen auf Sylt. Porträt, 1928. ETH Bibliothek, Zürich/Thomas-Mann-Archiv/Fotograf: Unbekannt/TMA_0139 [43]
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Abb. 2
Porträt von Thomas Mann mit Hut, Handschuhen und Zigarre, 20. April 1937. Photograph Carl Van Vechten [44]
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Das Rauchen war nicht nur ein Risikofaktor für seinen Lungenkrebs, sondern auch für seine jährlich auftretende fieberhafte Bronchitis sowie die letztlich tödliche Ruptur der arteriosklerotischen linken Arteria iliaca, die bei der Obduktion festgestellt wurde und eine massive Blutung im Beckenbindegewebe sowie einen Schock zur Folge hatte [36]. Eine mit Heparin behandelte Venenthrombose im linken Bein war vorausgegangen, die möglicherweise zur tödlichen Blutung beitrug und den Verdacht aufwarf, Thomas Mann sei an der Therapie gestorben [36]. Nach intensiver, aber erfolgloser medikamentöser Therapie verstarb Thomas Mann schmerzlos durch eine Gabe von Morphium am 12. August 1955 im Züricher Kantonsspital [36].

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Interessenkonflikt

H. Zeidler gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
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Titel
Thomas Mann. Zur Medizin in seinem literarischen Werk, seine Leiden und sein Kranksein
Gesundheit, Krankheit, Sterben und Tod
Verfasst von
Henning Zeidler
Publikationsdatum
03.02.2026
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Wiener klinisches Magazin
Print ISSN: 1869-1757
Elektronische ISSN: 1613-7817
DOI
https://doi.org/10.1007/s00740-025-00579-x
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