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01.04.2014 | Onkologie | Ausgabe 2/2014

Wiener klinisches Magazin 2/2014

Therapie des multiplen Myeloms

Was ist gesichert?

Zeitschrift:
Wiener klinisches Magazin > Ausgabe 2/2014
Autoren:
Prof. Dr. D. Peest, A. Ganser, H. Einsele
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag wurde in der Zeitschrift Der Internist 2013, 54, Seite 1434–1442, DOI 10.1007/s00108-013-3323-7 bereits publiziert. Zweitveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

Zusammenfassung

Das multiple Myelom (MM) ist eine maligne Plasmazellerkrankung mit klonaler Entwicklung. Die monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz (MGUS) gilt als Vorstadium zum MM und muss differenzialtherapeutisch ebenso wie das „smoldering multiple myeloma“ (SMM) vom MM mit seinen Endorganschäden abgegrenzt werden. Eine hoch dosierte Chemotherapie mit Unterstützung durch autologe Blutstammzellen sollte bei den meisten Patienten angestrebt werden, um eine möglichst komplette und lang andauernde Remission zu erreichen. Ziele sind die weitgehende Symptomfreiheit, die Verhinderung von Organkomplikationen und die Lebensverlängerung. Patienten, bei denen dieses Konzept aufgrund des Alters und der Komorbiditäten nicht angewendet werden kann, können mit einer niedrig dosierten Chemotherapie behandelt werden, in der Regel mit Alkylanzien. Ziele sind hier die Verbesserung der Lebensqualität, aber auch die Lebensverlängerung. Durch Einbeziehung von Thalidomid, Lenalidomid, Pomalidomid, Bortezomib oder Carfilzomib in beide Konzepte konnten die Remissionsraten und Überlebenszeiten signifikant verbessert werden. Die allogene Stammzelltransplantation ist besonders im Verlauf des ersten Jahrs nach Transplantation mit einer relativ hohen Mortalität assoziiert und wird in Studien mit dem Ziel der Heilung weiterentwickelt. Sie ist für ausgewählte Patienten eine Alternative. Das Behandlungskonzept für MM-Patienten ist je nach individueller Konstellation durch lokale Strahlentherapie, Bisphosphonatgaben und supportive Immunglobulininfusionen zu ergänzen.

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Literatur
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