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24.11.2017 | originalarbeit | Ausgabe 4/2017 Open Access

Psychotherapie Forum 4/2017

„Systemsprenger“ oder eher PatientInnen mit einem individuellen und komplexen Hilfebedarf?

Welche Konsequenzen ergeben sich aus den Erkenntnissen der Forschung zur „Systemsprenger-Problematik“ für die psychiatrische, psychosoziale und psychotherapeutische Versorgung?

Zeitschrift:
Psychotherapie Forum > Ausgabe 4/2017
Autoren:
Karsten Giertz, Thomas Gervink

Zusammenfassung

Die geschlossene Unterbringung von psychisch erkrankten Menschen wird in den letzten Jahren durch die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) zunehmend diskutiert. Vor allem Personen, die aufgrund eines hohen „Störungspotenzials“ mehrere Stationen der psychiatrischen Versorgung durchlaufen und sich in keine vorhandenen Angebotsformen integrieren lassen, sind stark gefährdet geschlossen untergebracht zu werden oder in andere Bereiche wie Obdachlosigkeit, Altenpflege oder Forensik abzugleiten. In der Literatur werden diese Personen häufig als „Systemsprenger“ beschrieben.
In der vorliegenden Arbeit setzen sich die Autoren mit der „Systemsprenger-Problematik“ in den ambulanten, komplementären und stationären Versorgungssystemen von Deutschland auseinander. Sie geben einen Überblick über die bisherigen Erkenntnisse aus der deutschsprachigen psychiatrischen Versorgungsforschung, die nahelegen, dass die „Systemsprenger-Problematik“ im Wesentlichen auf einen Mangel an flexiblen und personenzentrierten Hilfen in einem bestimmten Versorgungssektor zurückgeführt werden kann. Ausgehend von diesen Überlegungen beschreiben sie auf der strukturellen, institutionellen und interpersonellen Ebene Lösungsmöglichkeiten für eine angemessene psychiatrische, psychosoziale und psychotherapeutische Versorgung der Betroffenen in einem offenen und gemeindepsychiatrischen Setting.
Literatur
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