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21.03.2019 | Leitthema Open Access

Supervision im ärztlichen Bereich – eine super Vision?

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie
Autor:
MSc Univ.-Prof. DDr. Thomas Lion
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Ärztinnen und Ärzte nehmen Supervision bzw. Coaching relativ wenig in Anspruch, obwohl die Reflexion beruflichen Handelns für ihre Arbeitswelten von hoher Relevanz wäre. Das könnte zum Teil an unzureichender Information über die Möglichkeiten und den Nutzen dieser Beratungsformate liegen. Zu einem erheblichen Teil jedoch, so die These dieser Arbeit, stellt das ärztliche Selbstverständnis einen in diesem Zusammenhang relevanten Unterschied zu anderen Berufsgruppen dar. Dem beruflichen Selbstbild liegt das Persistieren tradierter und verinnerlichter Narrative zugrunde, die ihren Ursprung in der Antike haben und die die Bedeutung des ärztlichen Berufes und die damit zusammenhängende Stellung in der Gesellschaft wesentlich geprägt haben. Die kulturhistorischen Einflüsse, die insbesondere auf Homer, Hippokrates und Galen zurückgehen, haben sich tief in die Matrix des ärztlichen Bewusstseins eingeschrieben. Philosophische Arbeiten von Michel Foucault und Pierre Bourdieu liefern mit den von ihnen geprägten Begriffen der Kontinuität kollektiver Erfahrung, des Habitus und der inkorporierten Geschichte Erklärungs- und Interpretationsvorlagen für die Genese des ärztlichen Selbstverständnisses.
Literatur
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