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Suizidrisiko bei somatoformen Störungen

  • 22.09.2017
  • übersicht
Erschienen in:

Zusammenfassung

Grundlagen

Somatoforme Störungen umfassen eine Gruppe komplexer Störungen, die aus somatischen Symptomen besteht, für die es keine erkennbare organische Ursache oder pathogenetische Mechanismen gibt. Angesichts der Bedeutung dieser Erkrankung und der Notwendigkeit, die Diagnose einer somatoformen Störung und deren Auswirkung auf das Suizidrisiko zu erklären, haben wir wissenschaftliche Literatur miteinbezogen, um die Korrelation zwischen den beiden Faktoren zu untersuchen.

Methodik

Wir führten eine Literatursuche über Medline, Embase, PsycINFO, Scopus, SciELO, ORCID, Google Scholar, DOAJ durch und verwendeten dabei die folgenden englische Begriffe: somatoform, somatization disorder, pain disorder AND psychological factor, suicide, parasuicide, suicidality.

Ergebnisse

In all den Studien, die wir in unserer Revision erwähnt haben, zeigte sich, dass das Suizidrisiko erhöht ist. Aber beim Großteil sind die Daten relativ wenig verlässlich, wenn man die nosographische Kategorie „Angststörungen, Anpassungsstörungen und somatoforme Störungen“ berücksichtigt. Zu umfassend, zu breit gefächert, um klinische Charakteristiken der Risikopatienten mit ausschließlich somatoformer Störung zu erkennen.

Schlussfolgerungen

Mehrere Studien kommen zum Schluss, dass psychiatrische Komorbidität das Suizidrisiko erhöht: Patienten mit zwei oder mehr psychiatrischen Erkrankungen begehen eher einen Selbstmordversuch. Vor allem bei einer Diagnose der Achse I verdoppelt sich das Risiko. Die Somatisierungsstörung scheint eine signifikante psychiatrische Komorbidität zu haben, insbesondere mit dem Spektrum affektiver Störungen und Angststörungen.
Titel
Suizidrisiko bei somatoformen Störungen
Verfasst von
Giancarlo Giupponi
Ignazio Maniscalco
Sandra Mathà
Carlotta Ficco
Georg Pernther
Livia Sanna
Maurizio Pompili
Hans-Peter Kapfhammer
Andreas Conca
Publikationsdatum
22.09.2017
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
neuropsychiatrie / Ausgabe 1/2018
Print ISSN: 0948-6259
Elektronische ISSN: 2194-1327
DOI
https://doi.org/10.1007/s40211-017-0248-8
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