Entgleister Stoffwechsel
Anti-Aging beginnt an der Intima
Im Mittelpunkt steht ein komplexes, aber relevantes Zusammenspiel: Der entgleiste Stoffwechsel – allen voran Diabetes mellitus als Paradebeispiel einer Metabolismusstörung – ist nicht nur eine Erkrankung des Hormonhaushaltes. Er ist ein zentraler Treiber von Gefäßschäden und die Basis für viele Folgeerkrankungen. Dabei rückt auch die Gerinnung zunehmend ins Zentrum der Betrachtung, denn sie ist maßgeblich an der Entstehung von vaskulären Komplikationen beteiligt.
Während der Begriff „Anti-Aging“ längst in der Öffentlichkeit angekommen ist, wird häufig übersehen, dass wir nicht nur äußerlich altern. Viel wichtiger – weil grundlegender für unsere Gesundheit und Lebensqualität – ist das Altern im Inneren unserer Gefäße. Diese „unsichtbare Alterung“ setzt den Ton für die Versorgung aller Organe und Gewebe, denn sie bestimmen, wie gut Sauerstoff, Nährstoffe und Immunzellen an die Zielregionen gelangen.
Warum verbindet diese Seite Metabolismus, Gerinnung und Gefäßschutz? Weil das Endothel die Drehscheibe ist: Metabolische Entgleisung fördert Mikro- wie Makroangiopathien und kippt parallel die Hämostase in Richtung Hyperkoagulabilität. Das erhöht arterielle Ereignisse und VTE-Risiken, besonders bei Adipositas und Metabolischem Syndrom. Prävention und Therapie müssen deshalb Glukosekontrolle, Gewichtsmanagement, Endothelfunktion und Thromboserisiko zusammen denken.
Um diesen therapeutischen Herausforderungen zu begegnen, bündeln wir auf dieser Seite die aktuelle Evidenz. Sie finden hier den wissenschaftlichen Bogen gespannt: vom Konsensuspapier der Österreichischen Adipositasgesellschaft über die Dyslipidämie-Guidelines 2025 bis hin zur kritischen Einordnung der ESC-Guidelines zum Vorhofflimmern im Ein-Jahres-Rückblick. Schauen Sie sich das an!