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01.06.2013 | konsensus bericht | Ausgabe 11-12/2013

Wiener klinische Wochenschrift 11-12/2013

Stellungnahme der Österreichischen Röntgengesellschaft und der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie


Zeitschrift:
Wiener klinische Wochenschrift > Ausgabe 11-12/2013
Autoren:
Helmut Prosch, Michael Studnicka, Edith Eisenhuber, Horst Olschewski, Elisabeth Stiefsohn, Sylvia Hartl, Christian Herold, Otto Burghuber, Gerhard Mostbeck, für die Vorstände der Österreichischen Röntgengesellschaft, Gesellschaft für Medizinische Radiologie und Nuklearmedizin und der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie

Zusammenfassung

Mit dem National Lung Screening Trial (NLST) konnte erstmals in einer prospektiven randomisierten Studie gezeigt werden, dass durch ein Screening mit einer Niedrigdosis (low dose) CT (LD-CT) die Mortalität des Lungenkarzinoms gesenkt werden kann. Derzeit sind noch viele Fragen offen, wie diese Ergebnisse auf Österreich übertragen werden können. Insbesondere betrifft dies die Definition des Personenkreises, für den ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko vorliegt, und den Umgang mit den vielen zu erwartenden falsch positiven Befunden. Daher wird eine Untersuchung einer Person zur Früherkennung eines Lungenkarzinoms nur unter Beachtung der Richtlinien der zwei Fachgesellschaften empfohlen. Es sollen nur Personen mit einem deutlich erhöhten Lungenkarzinomrisiko untersucht werden (Alter > 55 Jahre, 30 pack-years Raucheranamnese, aktive Raucher oder Exraucher seit < 15 Jahren). Die zu screenenden Personen müssen über die hohe Wahrscheinlichkeit von falsch-positiven Screening-Ergebnissen und die zur weiteren Abklärung notwendigen Folgeuntersuchungen und möglichen invasiven Eingriffe informiert werden. Die Patienten müssen darüber informiert werden, dass ein LD-CT Screening sie nicht sicher vor dem Auftreten eines inoperablen Lungenkarzinoms schützt. Die CT-Untersuchungen sollen in Low dose CT Technik über mindestens 3 Jahre in jährlichen Intervallen durchgeführt werden. Die Abklärung gefundener Rundherde muss in standardisierter Weise erfolgen um zu gewährleisten, dass bei der gegebenen hohen Wahrscheinlichkeit für falsch positive Rundherde die weiterführende Abklärung zielgerichtet erfolgt.

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