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01.03.2019 | MKÖ | Ausgabe 1/2019

Journal für Urologie und Urogynäkologie/Österreich 1/2019

Sexualität im Lebenszyklus – nach gynäkologischen Karzinomen

Zeitschrift:
Journal für Urologie und Urogynäkologie/Österreich > Ausgabe 1/2019
Autoren:
Univ.-Prof. Dr. Elfriede Greimel, Eva Nagele, Brigitte Bliem, Vesna Bjelic-Radisic
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Eine Krebserkrankung und die damit verbundenen Behandlungen beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität, sondern auch das sexuelle Erleben. Zu den häufigsten sexuellen Beschwerden nach gynäkologischen Karzinomen zählen Libidoverlust und Dyspareunie.

Zur Erfassung der sexuellen Gesundheit nach onkologischen Erkrankungen wird von der „European Organisation for Research and Treatment of Cancer – Sexual Health Questionnaire“ (EORTC SHQ-22) entwickelt. Ausgehend von der Literatur wurde eine Liste von 52 sexuellen Problemen erstellt und in folgende Bereiche unterteilt: sexuelle Aktivität, sexuelle Funktionsfähigkeit, Auswirkungen der Therapien auf die Sexualität, Intimität, Ängste bezogen auf die Sexualität, Kommunikation/Beziehung, Stress bezogen auf die Sexualität und sexuelle Bedürfnisse. Diese Liste wurde von 107 Patienten und 83 onkologischen Behandlern aus 12 Ländern hinsichtlich Relevanz und Priorität auf einer Skala von 1–4 beurteilt.

Die Ergebnisse zeigten signifikante Unterschiede zwischen den Beurteilungen der Sexualität durch die Betroffenen und deren Behandler. Insgesamt beurteilten Behandler die Relevanz von mehr als der Hälfte (32 von 52) der Problembereiche signifikant höher als Betroffene (p < 0,001). Die Einschätzungen der Behandler lagen in den Kategorien Auswirkungen der Therapien auf die Sexualität, Ängste bezogen auf die Sexualität und sexuelle Bedürfnisse deutlich höher als die der Betroffenen.

Mit dem EORTC-SHQ22-Fragebogen steht demnächst ein Screeninginstrument zur Verfügung, mit dem Menschen mit sexuellen Problemen identifiziert werden können. Damit können frühzeitig eine adäquate sexualmedizinische Beratung und Therapie eingeleitet werden, um sexuellen Funktionsstörungen vorzubeugen bzw. diese zu behandeln.

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Literatur
Über diesen Artikel

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