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25.01.2018 | consensus reports | Sonderheft 1/2018 Open Access

Wiener klinische Wochenschrift 1/2018

S1 Leitlinie – Österreichischer Konsensus zur Antikoagulation im Rahmen der Vorhofflimmerablation

Zeitschrift:
Wiener klinische Wochenschrift > Sonderheft 1/2018
Autoren:
FESC, FHRS PD Dr. Martin Martinek, ao.Univ. Prof. Mag. phil. Dr. med. Marianne Gwechenberger, FESC, FEHRA Assoz.Prof. PD Dr. Daniel Scherr, FESC Prim. PD Dr. Clemens Steinwender, PD Dr. Markus Stühlinger, FESC, FEHRA Prof. Dr. Helmut Pürerfellner, FESC Prim. Univ. Doz. Dr. Franz Xaver Roithinger, OA Dr. Lukas Fiedler, Arbeitsgruppe Rhythmologie der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann eine ununterbrochene orale Antikoagulation mit unterschiedlichen Empfehlungsklassen und Evidenzlevel sowohl für die VKA- als auch für die NOAC-Therapie im Rahmen der Pulmonalvenenisolation empfohlen werden. Selbst bei niedrigen CHA2DS2-VASc-Werten ist 3–4 Wochen vor und 8 Wochen nach dem Eingriff eine OAK indiziert. Eine periinterventionelle Überbrückung mit Heparinen sollte aufgrund erhöhter Blutungsereignisse vermieden werden. Der vorliegende Konsens gibt Empfehlungen zum aktuellen Kenntnisstand und wurde ausschließlich von Mitgliedern der Arbeitsgruppe Rhythmologie der Österreichischen Gesellschaft für Kardiologie erstellt, die über große praktische Erfahrungen in der Katheterablation und periinterventionellen OAK bei Patienten mit Vorhofflimmern verfügen. Die Veröffentlichung neuer randomisierter und kontrollierter Studien zu diesem Thema wird in den kommenden Monaten erwartet, so dass es sicherlich Änderungen in den Empfehlungen geben wird. Die Arbeitsgruppe für Rhythmologie der österreichischen Kardiologischen Gesellschaft wird sich bemühen, diese S1-Richtlinie regelmäßig auf dem neuesten Stand zu halten. Wir hoffen, dass dieser Konsens dazu genutzt wird, die Sicherheit für Patienten, die einer Pulmonalvenenisolation unterzogen werden, zu erhöhen und den behandelnden Ärzten einen homogenen Ansatz in Österreich zu ermöglichen.
Literatur
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