Skip to main content

Open Access 03.06.2024 | Respiratory-Syncytial-Virus | Originalien

Empfehlungen der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde zur Prophylaxe einer RSV-Infektion mit Nirsevimab

verfasst von: Univ. Prof. Dr. Bernhard Resch, Volker Strenger, Angela Zacharasiewicz, Karl Zwiauer, Angelika Berger, RSV-Expertinnenkreis der Österreichischen Gesellschaft für Kinder und Jugendheilkunde

Erschienen in: Pädiatrie & Pädologie

download
DOWNLOAD
print
DRUCKEN
insite
SUCHEN

Zusammenfassung

Seit dem Jahr 2023 ist der langwirksame monoklonale RSV(Respiratory Syncytial Virus)-Antikörper Nirsevimab in der EU zugelassen, der eine 75–80 %ige Effektivität zur Reduktion schwerer RSV-Infektionen mit oder ohne Hospitalisierung bewiesen hat. Ein österreichischer Expertinnenkreis diskutierte zu fünft und anschließend in mehreren Delphi-Runden diese signifikante Verbesserung der RSV-Prophylaxe (Palivizumab fünf Injektionen monatlich über die Saison nur für Risikokinder verglichen mit Einmalgabe von Nirsevimab). Es bestand Konsens, dass alle Kinder diesen Schutz ab Oktober/November vor Beginn oder während der Saison bis März des Folgejahres erhalten sollen. Die ÖGKJ fordert aufgrund des derzeitigen Wissensstandes, dass alle Neugeborenen und Säuglinge vor einer schweren RSV-Infektion in der ersten Saison geschützt werden, Risikokinder in Einzelfällen auch über eine 2. Saison, und empfiehlt zur Prophylaxe von RSV-Infektionen die Gabe von Nirsevimab, sofern die Kindesmutter keinen RSV-Impfstoff während der Schwangerschaft erhalten hat. Diese Empfehlungen können sich ändern, wenn mehr Daten zur Effektivität bei Risikokindern vorliegen.
Hinweise
QR-Code scannen & Beitrag online lesen

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Seit 2023 ist ein langwirksamer monoklonaler RSV(Respiratory Syncytial Virus)-Antikörper (Nirsevimab) in der EU zugelassen. Mit der Gabe dieses RSV-Antikörpers ist eine 75–80 %ige Effektivität zur Reduktion schwerer RSV-Infektionen mit oder ohne Hospitalisierung möglich. Ein Expertinnenkreis der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) befasste sich mit der Thematik und gibt folgende Stellungnahme und Empfehlung ab:
Grundlage sind 1. die Daten zur RSV-Epidemiologie der letzten Jahre und die Erkenntnisse der letzten beiden RSV-Saisonen mit einem Ansturm der RSV-Fälle in den Kinderklinik-Ambulanzen und im stationären Bereich unter besonderer Berücksichtigung der gut dokumentierten Situation in Graz, 2. die in der medizinischen Literatur gut dokumentierten pulmonologischen Folgen der ersten schweren RSV-Infektion mit Post-RSV-Wheezing und klarer Abgrenzung vom klassischen kindlichen Asthma und 3. die Studiendaten zu Nirsevimab, dem langwirksamen monoklonalen Antikörper mit Einmalgabe pro Saison, sowie 4. die derzeit vorliegenden Daten zur mütterlichen RSV-Impfung in der Schwangerschaft zur Prävention schwerer RSV-Infektionen des Säuglings.
Die bisherigen österreichischen Empfehlungen zu den Risikopopulationen sind in Tab. 1 zusammengefasst [1].
Tab. 1
Risikokinder für eine schwer verlaufende RSV-Infektion, entsprechend der bisherigen österreichischen Empfehlungen für eine medikamentöse Prophylaxe. (Nach [1])
– Frühgeborene \(\leq\)28 (+6 Tage) SSW, bei Entlassung am Ende einer RSV-Saison auch für die 2. Saison (Alter < 9 Monate vor Saisonbeginn)
– Frühgeborene 29+0–35 (+6 Tage) SSW (bislang entsprechend Österreichischem Risikoscore)
– Frühgeborene mit bronchopulmonaler Dysplasie – BPD (Beatmung oder Sauerstoffbedarf im postmenstruellen Alter von 36 SSW). Bei therapiepflichtiger BPD innerhalb 6 Monate vor RSV-Saisonbeginn auch für eine 2. Saison (Alter <24 Monate vor Saisonbeginn)
– Kinder mit hämodynamisch signifikanten angeborenen Herzfehlern (CHD). Für partiell korrigierte CHD oder Kinder nach Herztransplantation auch für eine 2. Saison (Alter <24 Monate vor Saisonbeginn)
– Pulmonologische Indikationen (zystische Fibrose, primäre ziliäre Dyskinesie, interstitielle Lungenerkrankungen, Tracheostomie, Ösophagusatresie, Zwerchfellhernie). In Einzelfällen auch für eine 2. Saison
– Kinder mit Down-Syndrom
– Kinder mit Immundefekt (SCID, HIV-Infektion) und schwerer Immunsuppression (Organ- oder Stammzelltransplantationen in frühester Kindheit, schwere Myelosuppression). In Einzelfällen auch für eine 2. Saison
– Kinder mit neuromuskulärer Erkrankung. In Einzelfällen auch für eine 2. Saison
SSW Schwangerschaftswoche, SCID Severe combined immune deficiency, RSV Respiratory Syncytial Virus
Ziel war es, eine medizinische Empfehlung zu erarbeiten. Die Kosten der entsprechenden Maßnahmen (für Eltern oder die öffentliche Hand) wurden diskutiert, sind aber nicht Inhalt dieser Stellungnahme.
Es herrschte Konsens unter den Autorinnen, dass alle Kinder in Österreich, nicht nur Risikokinder, von den neuen Präventionsmöglichkeiten einer schweren RSV-Infektion profitieren sollen.
Auf Basis epidemiologischer Studien wurde bislang in Industrienationen davon ausgegangen, dass etwa 1–2 % aller reif geborenen Säuglinge im ersten Lebensjahr aufgrund einer schweren RSV-Infektion hospitalisiert werden müssen [2]. In einer rezenten Studie zur weltweiten Erkrankungslast durch RSV wurde eine Metaanalyse mit Einschluss von 47 Studien und 17 Datenbögen mit Vergleichsgruppen von reifen Kindern sowie Frühgeborenenkohorten aus individuellen Datenbanken publiziert [3]. Die Studienautoren gehen für das Jahr 2019 von 1.650.000 akuten RSV-bedingten unteren Atemwegsinfektionen (RSV-LRTI), 533.000 RSV-assoziierten Krankenhauseinweisungen und 3050 „in-hospital“ RSV-assoziierten Todesfällen aus. Die Hospitalisierungsraten sehr unreifer Frühgeborener waren über verschiedene Altersgruppen hinweg 1,7- bis 3,9-fach höher mit immer noch doppelt so hohen Raten im Vergleich zu Reifgeborenen im 2. Lebensjahr [3]. Eine signifikante RSV-bezogene Mortalität besteht vor allem in Entwicklungsländern und ist in Industrieländern wie Österreich in der Regel auf Kinder mit Grunderkrankungen limitiert [4].
Palivizumab, der bislang einzige monoklonale Antikörper zur RSV-Prophylaxe, muss einmal monatlich für maximal fünf Monate über die RSV-Saison gegeben werden und ist nur für Risikokinder zugelassen [5, 6].
Die ersten beiden Studien zur Effektivität von Nirsevimab (Phase II/III und III – MelodyStudie), einem langwirksamen monoklonalen Antikörper, führten 2022 zur Zulassung durch die FDA und kurz darauf auch durch die EMA, nachdem eine Effizienz zur Reduktion RSV-bedingter Hospitalisierungen von 75–80 % nach einmaliger Gabe gezeigt worden war [7, 8]. Im Vergleich mit Palivizumab bewies Nirsevimab Vorteile hinsichtlich Compliance (Einmalinjektion vs. fünf monatliche Injektionen), weiter waren die Nebenwirkungen sehr gering [9] und es konnten in der nachfolgenden RSV-Saison keine antikörperabhängige Verstärkung der Infektion [10] oder schwerere Krankheitsverläufe [11] nachgewiesen werden. Dennoch sind die Effizienzdaten zur Anwendung bei Hochrisikokindern derzeit sehr limitiert [12]. In der Melody-Studie waren nur gesunde Reifgeborene und gesunde Frühgeborene ab 35 Schwangerschaftswochen inkludiert [4]. Die Medley-Studie mit Risikokindern (hämodynamisch signifikante kongenitale Herzfehler und kleine Frühgeborene mit oder ohne bronchopulmonale Dysplasie) hatte eine geringe Fallzahl, konnte aber ein zufriedenstellendes Sicherheitsprofil bei diesen Kindern nachweisen, jedoch waren in der Publikation keine Effizienzdaten inkludiert [9].
In Österreich wurde vom Nationalen Impfgremium 2023 eine erste Empfehlung abgegeben und Nirsevimab als erster monoklonaler Antikörper überhaupt in den österreichischen Impfplan aufgenommen. Die vor Kurzem publizierte Harmonie-Studie [13] hatte eine Studienpopulation von 8058 Kindern, wovon 4037 Nirsevimab erhielten. Elf Kinder in der Nirsevimab-Gruppe und 60 in der „Standard-care“-Gruppe hatten einen RSV-LRTI (0,3 % vs. 1,5 %) entsprechend einer Effizienz von 83,2 %. Bei sehr schweren RSV-LRTI lag das Verhältnis bei 0,1 % vs. 0,5 %, entsprechend einer Effizienz von 75,7 %. Bei RSV-Hospitalisierungen zeigte sich in Frankreich eine relative Risikoreduktion von 89,6 %, in Deutschland waren es 74,2 % und in Großbritannien 83,4 % [13]. Eine amerikanische Studie konnte zeigen, dass rund die Hälfte der mit RSV-LRTI und RSV-Hospitalisierungen verbundenen Kosten eingespart werden können [14]. In der ARNI-Studie (in statu publicandi) konnten in der Steiermark Kosten durch RSV-bedingte Hospitalisierungen von etwa 3,5 Mio. Euro pro RSV-Saison ermittelt werden, etwa das 10-fache wäre für Österreich anzunehmen.
Fast zeitgleich mit der Zulassung des neuen langwirksamen monoklonalen Antikörpers wurde ein neuer RSV-Prefusion-F-Protein basierter Impfstoff für Schwangere zur Prävention der schweren RSV-Infektion von Neugeborenen und Säuglingen von der European Medicines Agency zugelassen (Abrysvo©) [15, 16]. Die Datenlage zum Nebenwirkungsprofil dieses Impfstoffes ist erst an einer geringen Studienpopulation getestet worden [15]. Eine Phase-III-Studie mit einem ähnlichen RSV-Prefusion-F-Protein basierten Impfstoff musste zuletzt aufgrund einer erhöhten Rate an Frühgeburtlichkeit in der Verumgruppe vorzeitig beendet werden [17]. Derzeit ist unklar, ob Abrysvo© effektiver ist als die passive Immunisierung von Neugeborenen und Säuglingen, da es noch keine Vergleichsstudien zu Nirsevimab gibt.

Fazit

Die Vorteile von Nirsevimab gegenüber Palivizumab aufgrund der nur einmaligen Gabe für die gesamte RSV-Saison sind evident und gut dokumentiert. Limitationen für die Verwendung von Nirsevimab sind noch nicht ausreichende Daten bei Hochrisikokindern. Nirsevimab hat das Potenzial, den „burden of disease“ durch RSV-Infektionen in Österreich maßgeblich zu reduzieren. Es wäre damit möglich, nicht nur Hochrisikokinder, sondern alle Kinder in der 1. RSV-Saison vor zum Teil schweren Krankheitsverläufen und dem Risiko einer RSV-bedingten Hospitalisierung zu schützen und damit die Krankheitslast für die betroffenen Kinder und deren Eltern signifikant zu senken. Darüber hinaus könnte die Belastung für Kinderarztpraxen, Notfallambulanzen und die stationären Bereiche der Kinderkliniken und Kinderabteilungen während der RSV-Saison deutlich reduziert werden.
Daher empfiehlt die ÖGKJ eine RSV-Prophylaxe wie in Tab. 2 angeführt.
Tab. 2
Empfohlenes Vorgehen zur Nirsevimab-Prophylaxe in Österreich
Alle Kinder erhalten Nirsevimab vor oder während ihrer ersten RSV-Saison in folgender Dosierung: Kinder mit einem Körpergewicht von < 5 kg: 50 mg i.m.
Kinder mit einem Körpergewicht von > 5 kg: 100 mg i.m.
Bei Geburt des Kindes zwischen April und September – Injektion im Zeitraum Oktober bis November je nach aktuellen Informationen der RSV Surveillance (Zentrum für Virologie Wien)
Bei Geburt zwischen Oktober und März (in der RSV-Saison) – Injektion nach der Geburt möglichst innerhalb von 2 Wochen
Risikokinder (Tab. 1) können auch weiterhin Palivizumab erhalten, in Einzelfällen auch für eine 2. Saison
Hat die Mutter in der Schwangerschaft Abrysvo© erhalten und sind mindestens 2 Wochen zwischen Impfung und Geburt vergangen, gilt das Kind bei einer Geburt von September bis März als adäquat geschützt während der RSV-Saison. Eine zusätzliche Gabe von Nirsevimab ist in diesem Fall nicht erforderlich
RSV Respiratory Syncytial Virus

Mitglieder RSV-Expertinnenkreis

Bernhard Resch (Klin. Abteilung für Neonatologie, Univ. Klinik f. Kinder- und Jugendheilkunde, Forschungseinheit für neonatale Infektionserkrankungen und Epidemiologie, Medizinische Universität Graz, Uniklinikum LKH Graz); Angela Zacharasiewcz (Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde, Klinik Ottakring Wien, Leiterin der Arbeitsgruppe Pneumologie und Allergologie der ÖGKJ); Volker Strenger (Klin. Abt. für Allgemeinpädiatrie, Univ. Klinik f. Kinder- und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Graz, Uniklinikum LKH Graz, Leiter der Arbeitsgruppe Infektiologie der ÖGKJ); Angelika Berger (Klin. Abteilung für Neonatologie, pädiatrische Intensivmedizin und Neuropädiatrie, Comprehensive Center for Pediatrics, Univ. Klinik f. Kinder-und Jugendheilkunde, AKH, Medizinische Universität Wien); Monika Redlberger-Fritz (Zentrum für Virologie, Medizinische Universität Wien, National Influenza Center Austria); Martin Wald (Division für Neonatologie, Uni. Klinik f. Kinder- u. Jugendheilkunde, Privatuniversität Salzburg, Leiter der Arbeitsgruppe für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin der ÖGKJ); Ursula Kiechl-Kohlendorfer (Department für Kinder- und Jugendheilkunde/Pädiatrie II (Neonatologie), Medizinische Universität Innsbruck); Martin Köstenberger (Klin. Abteilung für Kardiologie, Univ. Klinik f. Kinder- und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Graz, Uniklinikum LKH Graz, Leiter der Arbeitsgruppe Kardiologie der ÖGKJ); Hans Jürgen Dornbusch (Ordination für Kinder- und Jugendheilkunde Graz, Leiter Referat Impfkommission der ÖGKJ); Peter Voitl (Kinder-PVE Donauinsel, First Vienna Pediatric Medical Center, Wien); Marc Tebruegge (Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde, Klinik Ottakring, Wien, und Department of Infection, Immunity & Inflammation, Great Ormond Street Institute for Child Health, University College London, London); Karl Zwiauer (Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, Mitglied des Nationalen Impfgremiums, Prim. emer. der Kinder- und Jugendabteilung des Universitätsklinikum St. Pölten)

Disclosure/Offenlegung

Die Empfehlungen zur RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab wurden ohne Industrieeinfluss vom Expertinnenkreis erstellt. Die ersten vier Autorinnen und Monika Redlberger-Fritz trafen sich am 04.03.2024 im AKH Wien und erarbeiteten einen primären Konsens, die weiteren Revisionen wurden im Delphi-Verfahren eingearbeitet, bis alle das finale Manuskript akzeptierten.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

B. Resch erhielt Honorare für Vorträge und Advisory Board Meetings sowie Kongressunterstützungen von Sanofi, AstraZeneca, MSD, Abbvie, GSK, Pfizer, Germania, Chiesi, Milupa und Nestlé. V. Strenger erhielt Honorare für Vorträge und/oder Beratertätigkeiten und/oder Kongressunterstützungen von Abbvie, Angelini, Chiesi, Diasorin, GSK, MSD, Nestlé, Pfizer, Sanofi, Shionogi und Vifor. A. Zacharasiewicz erhielt Vortragshonorare und/oder Kongressunterstützungen von Sanofi, AstraZeneca, Chiesi, Vertex, Abbvie, Loewenstein, Mylan, Teva. K. Zwiauer erhielt in den letzten 3 Jahren Honorare für Vorträge von Schwabe Austria. A. Berger erhielt Honorare für Vorträge und Advisory Board Meetings von Sanofi, AstraZeneca, MSD, Abbvie, Pfizer, Chiesi, Prolacta und Roche sowie Sponsoring für Fortbildungsveranstaltungen von Sanofi, AstraZeneca, Chiesi, Prolacta, Schülke, Milupa und Nestle. M. Redlberger-Fritz erhielt Grants und Sponsoring von Drittmittelprojekten an die MedUniWien von Merck, Sanofi, Valneva, und Biomedica sowie ein Vortragshonorar von Diasorin. Gibt keine Teilnahme an Firmen-gesponserten Advisory Boards etc. an. M. Wald erhielt Vortragshonorare und Kongressunterstützung von Chiesi und Kongressunterstützung von Fritz Stephan GmbH. U. Kiechl-Kohlendorfer erhielt Sponsoring für Fortbildungsveranstaltungen von Chiesi und Nestle. M. Köstenberger erhielt Honorare für Vorträge und Advisory Board Meetings von Janssen, AOP, Actelion sowie Sponsoring für Fortbildungsveranstaltungen von Janssen, AOP und Proveca. H.-J. Dornbusch erhielt Aufwandsentschädigungen für Vorträge, Beratungen und Kongressteilnahmen von AbbVie, GSK, MSD, Pfizer und Sanofi. P. Voitl erhielt Vortragshonorare von MSD, Bionorica, Proveca, Pfizer und Gebro. M. Tebruegge erhielt Kongressunterstützung von Cepheid, Vortragshonorar von BioNTech, Forschungsunterstützung (Labormaterial und Instrumente) von Cepheid und Cellestis/Qiagen.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden.
Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen.
Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://​creativecommons.​org/​licenses/​by/​4.​0/​deed.​de.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Literatur
1.
Zurück zum Zitat Resch B, Eber E, Ehringer-Schetitska D, Kiechl-Kohlendorfer U, Michel-Behnke I, Popow-Kraupp T, Redlberger-Fritz M, Seidel M, Strenger V, Wald M, Zacharasiewicz A, Berger (2019) Respiratory-syncytial-virus-prophylaxe mit palivizumab. Paediatr Paedolog 54:270–276. https://doi.org/10.1007/s00608-019-00725-9CrossRef Resch B, Eber E, Ehringer-Schetitska D, Kiechl-Kohlendorfer U, Michel-Behnke I, Popow-Kraupp T, Redlberger-Fritz M, Seidel M, Strenger V, Wald M, Zacharasiewicz A, Berger (2019) Respiratory-syncytial-virus-prophylaxe mit palivizumab. Paediatr Paedolog 54:270–276. https://​doi.​org/​10.​1007/​s00608-019-00725-9CrossRef
2.
Zurück zum Zitat Resch B, Wörner C, Özdemir S, Hubner M, Puchas C, Urlesberger B Respiratory syncytial virus associated hospitalizations in infants of 33 to 42 weeks’ gestation: does gestational Age matter? Klin Padiatr 231:206–211. https://doi.org/10.1055/a-0868-0004 Resch B, Wörner C, Özdemir S, Hubner M, Puchas C, Urlesberger B Respiratory syncytial virus associated hospitalizations in infants of 33 to 42 weeks’ gestation: does gestational Age matter? Klin Padiatr 231:206–211. https://​doi.​org/​10.​1055/​a-0868-0004
3.
Zurück zum Zitat Wang X, Li Y, Shi T, Bont LJ, Chu HY, Zar HJ, Wahi-Singh B, Ma Y, Cong B, Sharland E, Riley RD, Deng J, Figueras-Aloy J, Heikkinen T, Jones MH, Liese JG, Markić J, Mejias A, Nunes MC, Resch B, Satav A, Yeo KT, Simões EAF, Nair H, Respiratory Virus Global Epidemiology Network, RESCEU investigators (2024) Global disease burden of and risk factors for acute lower respiratory infections caused by respiratory syncytial virus in preterm infants and young children in 2019: a systematic review and meta-analysis of aggregated and individual participant data. Lancet. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(24)00138-7CrossRefPubMedPubMedCentral Wang X, Li Y, Shi T, Bont LJ, Chu HY, Zar HJ, Wahi-Singh B, Ma Y, Cong B, Sharland E, Riley RD, Deng J, Figueras-Aloy J, Heikkinen T, Jones MH, Liese JG, Markić J, Mejias A, Nunes MC, Resch B, Satav A, Yeo KT, Simões EAF, Nair H, Respiratory Virus Global Epidemiology Network, RESCEU investigators (2024) Global disease burden of and risk factors for acute lower respiratory infections caused by respiratory syncytial virus in preterm infants and young children in 2019: a systematic review and meta-analysis of aggregated and individual participant data. Lancet. https://​doi.​org/​10.​1016/​S0140-6736(24)00138-7CrossRefPubMedPubMedCentral
4.
Zurück zum Zitat Löwensteyn YN, Willemsen JE, Mazur NI, Scheltema NM, van Haastregt NCJ, Buuren AAAT, van Roessel I, Scheepmaker D, Nair H, van de Ven PM, Bont LJ, the RSV GOLD Study Group Nosocomial RSV-related In-hospital Mortality in Children (2023) 5 years: a global case series. Pediatr Infect Dis J 42(1):1–7. https://doi.org/10.1097/INF.0000000000003747CrossRefPubMed Löwensteyn YN, Willemsen JE, Mazur NI, Scheltema NM, van Haastregt NCJ, Buuren AAAT, van Roessel I, Scheepmaker D, Nair H, van de Ven PM, Bont LJ, the RSV GOLD Study Group Nosocomial RSV-related In-hospital Mortality in Children (2023) 5 years: a global case series. Pediatr Infect Dis J 42(1):1–7. https://​doi.​org/​10.​1097/​INF.​0000000000003747​CrossRefPubMed
7.
Zurück zum Zitat Griffin MP, Yuan Y, Takas T, Domachowske JB, Madhi SA, Manzoni P, Simões EAF, Esser MT, Khan AA, Dubovsky F, Villafana T, DeVincenzo JP, Nirsevimab Study Group. (2020) Single-dose nirsevimab for prevention of RSV in preterm infants. N Engl J Med 383(5):415–425. https://doi.org/10.1056/NEJMoa1913556CrossRefPubMed Griffin MP, Yuan Y, Takas T, Domachowske JB, Madhi SA, Manzoni P, Simões EAF, Esser MT, Khan AA, Dubovsky F, Villafana T, DeVincenzo JP, Nirsevimab Study Group. (2020) Single-dose nirsevimab for prevention of RSV in preterm infants. N Engl J Med 383(5):415–425. https://​doi.​org/​10.​1056/​NEJMoa1913556CrossRefPubMed
8.
Zurück zum Zitat Hammitt LL, Dagan R, Yuan Y, Baca Cots M, Bosheva M, Madhi SA, Muller WJ, Zar HJ, Brooks D, Grenham A, Wählby Hamrén U, Mankad VS, Ren P, Takas T, Abram ME, Leach A, Griffin MP, Villafana T, MELODY Study Group (2022) Nirsevimab for prevention of RSV in healthy late-preterm and term infants. N Engl J Med 386(9):837–846. https://doi.org/10.1056/NEJMoa2110275CrossRefPubMed Hammitt LL, Dagan R, Yuan Y, Baca Cots M, Bosheva M, Madhi SA, Muller WJ, Zar HJ, Brooks D, Grenham A, Wählby Hamrén U, Mankad VS, Ren P, Takas T, Abram ME, Leach A, Griffin MP, Villafana T, MELODY Study Group (2022) Nirsevimab for prevention of RSV in healthy late-preterm and term infants. N Engl J Med 386(9):837–846. https://​doi.​org/​10.​1056/​NEJMoa2110275CrossRefPubMed
9.
Zurück zum Zitat Domachowske J, Madhi SA, Simões EAF, Atanasova V, Cabañas F, Furuno K, Garcia-Garcia ML, Grantina I, Nguyen KA, Brooks D, Chang Y, Leach A, Takas T, Yuan Y, Griffin MP, Mankad VS, Villafana T, MEDLEY Study Group (2022) Safety of Nirsevimab for RSV in infants with heart or lung disease or prematurity. N Engl J Med 386:892–894. https://doi.org/10.1056/NEJMc2112186CrossRefPubMed Domachowske J, Madhi SA, Simões EAF, Atanasova V, Cabañas F, Furuno K, Garcia-Garcia ML, Grantina I, Nguyen KA, Brooks D, Chang Y, Leach A, Takas T, Yuan Y, Griffin MP, Mankad VS, Villafana T, MEDLEY Study Group (2022) Safety of Nirsevimab for RSV in infants with heart or lung disease or prematurity. N Engl J Med 386:892–894. https://​doi.​org/​10.​1056/​NEJMc2112186CrossRefPubMed
10.
Zurück zum Zitat Dagan R, Hammitt LL, Seoane Nuñez B, Baca Cots M, Bosheva M, Madhi SA, Muller WJ, Zar HJ, Chang Y, Currie A, Grenham A, Shroff M, Takas T, Mankad VS, Leach A, Villafana T (2024) Infants receiving a single dose of nirsevimab to prevent RSV do not have evidence of enhanced disease in their second RSV season. J Pediatric Infect Dis Soc 13(2):144–147. https://doi.org/10.1093/jpids/piad113CrossRefPubMedPubMedCentral Dagan R, Hammitt LL, Seoane Nuñez B, Baca Cots M, Bosheva M, Madhi SA, Muller WJ, Zar HJ, Chang Y, Currie A, Grenham A, Shroff M, Takas T, Mankad VS, Leach A, Villafana T (2024) Infants receiving a single dose of nirsevimab to prevent RSV do not have evidence of enhanced disease in their second RSV season. J Pediatric Infect Dis Soc 13(2):144–147. https://​doi.​org/​10.​1093/​jpids/​piad113CrossRefPubMedPubMedCentral
11.
Zurück zum Zitat Domachowske JB, Chang Y, Atanasova V, Cabañas F, Furuno K, Nguyen KA, Banu I, Kubiak RJ, Leach A, Mankad VS, Shroff M, Takas T, Villafana T, Wählby Hamrén U (2022) Safety of re-dosing nirsevimab prior to RSV season 2 in children with heart or lung disease. N Engl J Med 386:892–894. https://doi.org/10.1056/NEJMc2112186CrossRefPubMed Domachowske JB, Chang Y, Atanasova V, Cabañas F, Furuno K, Nguyen KA, Banu I, Kubiak RJ, Leach A, Mankad VS, Shroff M, Takas T, Villafana T, Wählby Hamrén U (2022) Safety of re-dosing nirsevimab prior to RSV season 2 in children with heart or lung disease. N Engl J Med 386:892–894. https://​doi.​org/​10.​1056/​NEJMc2112186CrossRefPubMed
12.
Zurück zum Zitat Simões EAF, Madhi SA, Muller WJ, Atanasova V, Bosheva M, Cabañas F, Baca Cots M, Domachowske JB, Garcia-Garcia ML, Grantina I, Nguyen KA, Zar HJ, Berglind A, Cummings C, Griffin MP, Takas T, Yuan Y, Wählby Hamrén U, Leach A, Villafana T et al (2023) Efficacy of nirsevimab against respiratory syncytial virus lower respiratory tract infections in preterm and term infants, and pharmacokinetic extrapolation to infants with congenital heart disease and chronic lung disease: a pooled analysis of randomized controlled trials. Lancet Child Adolesc. Health 7:180–189 Simões EAF, Madhi SA, Muller WJ, Atanasova V, Bosheva M, Cabañas F, Baca Cots M, Domachowske JB, Garcia-Garcia ML, Grantina I, Nguyen KA, Zar HJ, Berglind A, Cummings C, Griffin MP, Takas T, Yuan Y, Wählby Hamrén U, Leach A, Villafana T et al (2023) Efficacy of nirsevimab against respiratory syncytial virus lower respiratory tract infections in preterm and term infants, and pharmacokinetic extrapolation to infants with congenital heart disease and chronic lung disease: a pooled analysis of randomized controlled trials. Lancet Child Adolesc. Health 7:180–189
13.
Zurück zum Zitat Drysdale SB, Cathie K, Flamein F, Knuf M, Collins AM, Hill HC, Kaiser F, Cohen R, Pinquier D, Felter CT, Vassilouthis NC, Jin J, Bangert M, Mari K, Nteene R, Wague S, Roberts M, Tissières P, Royal S, Faust SN, HARMONIE Study Group (2023) Nirsevimab for prevention of hospitalizations Due to RSV in infants. N Engl J Med. https://doi.org/10.1056/NEJMoa2309189CrossRefPubMed Drysdale SB, Cathie K, Flamein F, Knuf M, Collins AM, Hill HC, Kaiser F, Cohen R, Pinquier D, Felter CT, Vassilouthis NC, Jin J, Bangert M, Mari K, Nteene R, Wague S, Roberts M, Tissières P, Royal S, Faust SN, HARMONIE Study Group (2023) Nirsevimab for prevention of hospitalizations Due to RSV in infants. N Engl J Med. https://​doi.​org/​10.​1056/​NEJMoa2309189CrossRefPubMed
14.
Zurück zum Zitat Kieffer A, Beuvelet M, Sardesai A, Musci R, Milev S, Roiz J, Lee JKH (2022) Expected impact of universal immunization with nirsevimab against RSV-related outcomes and costs among all US infants in their first RSV season: a static model. J Infect Dis 226(Suppl 2):S28. https://doi.org/10.1093/infdis/jiac220CrossRef Kieffer A, Beuvelet M, Sardesai A, Musci R, Milev S, Roiz J, Lee JKH (2022) Expected impact of universal immunization with nirsevimab against RSV-related outcomes and costs among all US infants in their first RSV season: a static model. J Infect Dis 226(Suppl 2):S28. https://​doi.​org/​10.​1093/​infdis/​jiac220CrossRef
15.
Zurück zum Zitat Kampmann B, Madhi SA, Munjal I, Simões EAF, Pahud BA, Llapur C, Baker J, Pérez Marc G, Radley D, Shittu E, Glanternik J, Snaggs H, Baber J, Zachariah P, Barnabas SL, Fausett M, Adam T, Perreras N, Van Houten MA, Kantele A, Huang LM, Bont LJ, Otsuki T, Vargas SL, Gullam J, Tapiero B, Stein RT, Polack FP, Zar HJ, Staerke NB, Duron Padilla M, Richmond PC, Koury K, Schneider K, Kalinina EV, Cooper D, Jansen KU, Anderson AS, Swanson KA, Gruber WC, Gurtman A, MATISSE Study Group (2023) Bivalent prefusion F vaccine in pregnancy to prevent RSV illness in infants. N Engl J Med 388(16):1451–1464. https://doi.org/10.1056/NEJMoa2216480CrossRefPubMed Kampmann B, Madhi SA, Munjal I, Simões EAF, Pahud BA, Llapur C, Baker J, Pérez Marc G, Radley D, Shittu E, Glanternik J, Snaggs H, Baber J, Zachariah P, Barnabas SL, Fausett M, Adam T, Perreras N, Van Houten MA, Kantele A, Huang LM, Bont LJ, Otsuki T, Vargas SL, Gullam J, Tapiero B, Stein RT, Polack FP, Zar HJ, Staerke NB, Duron Padilla M, Richmond PC, Koury K, Schneider K, Kalinina EV, Cooper D, Jansen KU, Anderson AS, Swanson KA, Gruber WC, Gurtman A, MATISSE Study Group (2023) Bivalent prefusion F vaccine in pregnancy to prevent RSV illness in infants. N Engl J Med 388(16):1451–1464. https://​doi.​org/​10.​1056/​NEJMoa2216480CrossRefPubMed
16.
Zurück zum Zitat Fleming-Dutra KE, Jones JM, Roper LE, Prill MM, Ortega-Sanchez IR, Moulia DL, Wallace M, Godfrey M, Broder KR, Tepper NK, Brooks O, Sánchez PJ, Kotton CN, Mahon BE, Long SS, McMorrow ML (2023) Use of the Pfizer respiratory syncytial virus vaccine during pregnancy for the prevention of respiratory Syncytial virus-associated lower respiratory tract disease in infants: recommendations of the advisory committee on immunization practices—United States, 2023. MMWR Morb Mortal Wkly Rep 72(41):1115–1122. https://doi.org/10.15585/mmwr.mm7241e1CrossRefPubMedPubMedCentral Fleming-Dutra KE, Jones JM, Roper LE, Prill MM, Ortega-Sanchez IR, Moulia DL, Wallace M, Godfrey M, Broder KR, Tepper NK, Brooks O, Sánchez PJ, Kotton CN, Mahon BE, Long SS, McMorrow ML (2023) Use of the Pfizer respiratory syncytial virus vaccine during pregnancy for the prevention of respiratory Syncytial virus-associated lower respiratory tract disease in infants: recommendations of the advisory committee on immunization practices—United States, 2023. MMWR Morb Mortal Wkly Rep 72(41):1115–1122. https://​doi.​org/​10.​15585/​mmwr.​mm7241e1CrossRefPubMedPubMedCentral
Metadaten
Titel
Empfehlungen der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde zur Prophylaxe einer RSV-Infektion mit Nirsevimab
verfasst von
Univ. Prof. Dr. Bernhard Resch
Volker Strenger
Angela Zacharasiewicz
Karl Zwiauer
Angelika Berger
RSV-Expertinnenkreis der Österreichischen Gesellschaft für Kinder und Jugendheilkunde
Publikationsdatum
03.06.2024
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Pädiatrie & Pädologie
Print ISSN: 0030-9338
Elektronische ISSN: 1613-7558
DOI
https://doi.org/10.1007/s00608-024-01224-2