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13.12.2017 | originalarbeit | Ausgabe 1/2018

neuropsychiatrie 1/2018

Relevanz von Erkrankungsart und beruflichem Status für die Ergebnisse psychiatrischer Rehabilitation

Zeitschrift:
neuropsychiatrie > Ausgabe 1/2018
Autoren:
Prim. Dr. Friedrich Riffer, Manuel Sprung, Lore Streibl, Elmar Kaiser
Wichtige Hinweise
Die vorliegenden Ergebnisse wurden im Rahmen einer Poster Präsentation beim Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im April 2017 in Gmunden und teilweise auch im Rahmen eines Vortrags beim 18. Wiener Forum Arbeitsmedizin präsentiert.
Die grammatikalisch maskuline Form der Substantive wird bei allen Berufs‑, Funktions- oder ähnlichen Bezeichnungen geschlechtsneutral verwendet. Zur leichteren Lesbarkeit der Arbeit wurde die maskuline Form personenbezogener Substantive verwendet. Selbstverständlich aber sind Frauen und Männer gleichermaßen angesprochen.

Zusammenfassung

Ziel

Ein spezifischer Wirksamkeitsnachweis psychiatrischer Rehabilitation wurde in zahlreichen Studien gezeigt. Interessant ist dabei, in wie weit sich unterschiedliche Ergebnisse hinsichtlich des beruflichen Status oder der Erkrankungsart abbilden. Arbeitsunfähigkeit zu Beginn der Behandlung gilt als eher ungünstig für den Behandlungserfolg. Geringere Therapieeffekte werden auch für manche Diagnosegruppen, wie z. B. Schmerz- und Somatoforme Störungen, berichtet.

Methodik

Die Evaluationsergebnisse einer Studienstichprobe von 2260 Patienten der psychiatrischen Rehabilitationsklinik Gars am Kamp wurden einerseits im Bezug auf den beruflichen Status und andererseits im Bezug auf die Diagnosegruppe (Hauptdiagnosen) analysiert. Veränderungen zwischen Aufnahme und Entlassung in der allgemeinen Symptombelastung, Lebensqualität und Funktionsfähigkeit wurden untersucht.

Ergebnisse

In Bezug auf den beruflichen Status der Patienten zeigte sich, dass arbeitslose Patienten insgesamt eine höhere allgemeine Symptombelastung und eine geringere allgemeine Lebensqualität berichten als berufstätige oder pensionierte Patienten. Die Verbesserungen im Rahmen der Rehabilitationsbehandlung waren jedoch unabhängig vom beruflichen Status der Patienten zu beobachten. In Bezug auf die Erkrankungsart der Patienten (Diagnosegruppen) zeigte sich, dass Patienten mit Burnout (Z73.0) die insgesamt niedrigste allgemeine Symptombelastung und die höchste allgemeine Lebensqualität angeben. Patienten mit somatoformen Störungen (F45) weisen die vergleichsweise niedrigste allgemeine Lebensqualität auf. Die Behandlungseffekte hinsichtlich der allgemeinen Symptombelastung und Lebensqualität waren jedoch unabhängig von der Erkrankungsart der Patienten zu beobachten. In der Steigerung der allgemeinen Funktionsfähigkeit waren kleine Unterschiede in den absoluten Therapieeffekten abhängig von der Diagnosegruppe festzustellen. Die relativen Therapieeffekte waren jedoch auch hinsichtlich des Funktionsniveaus für alle Diagnosegruppen vergleichbar.

Schlussfolgerungen

Verbesserungen im Rahmen der Rehabilitationsbehandlung sind hinsichtlich allgemeiner Symptombelastung, Lebensqualität und Funktionsfähigkeit unabhängig vom beruflichen Status und der Erkrankungsart der Patienten zu erzielen.

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Literatur
Über diesen Artikel

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Bericht aus dem Präsidium der ÖGKJP