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12.10.2020 | Allergologie | Ausgabe 6/2020 Open Access

Wiener klinisches Magazin 6/2020

Relevanz homologer Allergene bei der spezifischen Immuntherapie von Pollenallergien

Statement des Standeskomitees klinische Allergologie der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (ÖGAI)

Zeitschrift:
Wiener klinisches Magazin > Ausgabe 6/2020
Autoren:
PD Dr. Fritz Horak, Barbara Bohle, Gabriele Gadermaier, Wolfram Hötzenecker, Marco Idzko, Verena Niederberger-Leppin, Alexander R. Rosenkranz, Univ. Prof. Dr. Zsolt Szépfalusi, Gerhard Zlabinger
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Eine Allergie gegen Pollen ist die häufigste Indikation für eine allergenspezifische Immuntherapie (AIT). Dabei ist es entscheidend, das richtige Präparat für den jeweiligen Patienten zu wählen. Aus der Forschung wissen wir, dass viele Allergene einzelnen homologen Gruppen zuzuordnen sind (Birken-Gruppe, Gräser etc.). Die Referenzallergene dieser Gruppen können für die Diagnostik und Therapie eingesetzt werden. Eine Mischung homologer Allergene (z. B. Birke + Erle + Hasel) für die AIT ist aus heutiger Sicht daher nicht mehr nötig. Auf der anderen Seite ist eine Mischung nicht-homologer Allergene (z. B. Birke + Gräser + Beifuß) dezidiert nicht zu empfehlen, da dies zu einer Reduktion der Allergenmenge für die einzelnen Allergene führt und es zu möglichen Wechselwirkungen der Extrakte kommen kann, sodass mit schlechteren Erfolgsaussichten der AIT zu rechnen ist. Für die Patienten (Erwachsene, Jugendliche und Kinder) sollen von der verschreibenden Ärztin/dem verschreibenden Arzt die relevanten 1–2 Allergene für die AIT ausgewählt und in separaten Lösungen in jeweils einen Arm appliziert werden. Pharmafirmen sind aufgefordert, auf den Anforderungsformularen die Bestellmöglichkeit nicht-homologer Allergenmischungen zu vermeiden und das Prinzip der homologen Referenzallergene bei der Auswahl der Extrakte zu berücksichtigen.
Literatur
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