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19.04.2017 | übersicht | Ausgabe 15-16/2017 Open Access

Wiener Medizinische Wochenschrift 15-16/2017

Qualitätssicherung der schmerzmedizinischen Versorgung in Österreich

Klassifikation schmerztherapeutischer Einrichtungen

Zeitschrift:
Wiener Medizinische Wochenschrift > Ausgabe 15-16/2017
Autoren:
MD Dr. Wolfgang Jaksch, Prim. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Likar, Dkfm. Erika Folkes, Univ.-Prof. Dr. Klaus Machold, FRCS Prim. Univ. Prof. Dr. Friedrich Herbst, Prof. Dr. Katharina Pils, Dr. Peter Stippl, Mag. Dr. Sandra Lettner, Mag. Mildred Alfons, MBA MSc ao. Univ.-Prof. Dr. Richard Crevenna, Prim. Dr. Christian Wiederer, MSc Dr. Janina Dieber, Dr. Reinhold Glehr

Zusammenfassung

In Österreich existiert keine flächendeckende Schmerzversorgung, die nur annähernd international geforderten Kriterien erfüllt. Derzeit gibt es etwa 30 interdisziplinäre Schmerzpraxen und -kliniken, die nach einem Konzept der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG) arbeiten, rund 10 weitere Schmerzambulanzen befinden sich in Bezirks- und Landeskrankenhäusern (Stein et al. 2010). Vor wenigen Jahren waren es aber noch an die 50 Schmerzambulanzen. Schließungen von Ambulanzen und Sparmaßnahmen im Gesundheitssektor gefährden jedoch eine adäquate Schmerzversorgung österreichischer Schmerzpatienten. Die Versorgung der rund 1,8 Mio. Österreicher mit chronischen Schmerzen ist durch das österreichweite Fehlen einer Bedarfsplanung schmerzmedizinischer Einrichtungen nicht sichergestellt und vorhandene Strukturen – wie spezialisierte Ambulanzen oder Akutschmerzdienste in Krankenhäusern – basieren in erster Linie auf dem persönlichen Engagement Einzelner. Derzeit werden die unterschiedlichen schmerzmedizinischen Einrichtungen in Österreich mit sehr unterschiedlichen Betriebszeiten geführt, sodass aktuellen Schätzungen des Ist- und Sollbedarfs zufolge 74 % der chronischen Schmerzpatienten keine ambulante Schmerztherapie angeboten wird und etwa 50 vollzeitbetriebene Schmerzambulanzen fehlen.
Unter der Federführung der Österreichischen Schmerzgesellschaft haben verschiedene Fachgesellschaften Struktur und Qualitäts-Kriterien für schmerzmedizinische Einrichtungen in Österreich definiert wie z.B. Nachweis von Fortbildungen, Zusammenarbeit in interdisziplinären Behandlerteams oder Mindestanzahl an neuen Patienten pro Jahr, je nach Klassifizierung der Einrichtung. Dieses Konzept zur abgestuften Versorgung von Schmerzpatienten soll einen ersten Schritt zur Verbesserung der Versorgung von Schmerzpatienten in Östereich darstellen.

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