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Aus dem Nähkästchen: Praxiseinblicke in die Traumatherapie mit MDMA in Australien und der Schweiz

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Zusammenfassung

Die Psychotherapie mit Unterstützung durch 3,4-Methylendioxymethamphetamin MDMA, in der Öffentlichkeit bekannt als „Ecstasy“, befindet sich aktuell im Zulassungsprozess. Bisherige Studienergebnisse deuten auf eine gute Wirksamkeit MDMA-assistierter Psychotherapien hin. Auf Basis einer Literaturübersicht und vertieft durch Experteninterviews skizziert die vorliegende Arbeit, wie die Praxis der MDMA-assistierten Therapie in der Schweiz und Australien aussieht, wo die Behandlung bereits unter bestimmten Voraussetzungen stattfinden kann.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Einleitung

Ecstasy im Behandlungsraum? Das ist für viele Psychotherapeut:innen undenkbar – handelt es sich doch um eine illegale Substanz. Tatsächlich aber ist die Idee von Substanzunterstützung in der Psychotherapie gar nicht so neu, und die bisherigen Ergebnisse mit MDMA, dem psychoaktiv wirksamen Inhaltsstoff von Ecstasy, machen neugierig. Die vorliegende Arbeit ermöglicht dem psychotherapeutischen Fachpublikum Einblicke in die gelebte Praxis der MDMA-assistierten Traumatherapie. Interviews mit zwei ausgewiesenen Experten im Feld ermöglichen vertiefende Perspektiven auf das Thema. Die Arbeit geht auf Basis der bestehenden Fachliteratur auf bisherige Studienergebnisse bei Traumafolgestörung ein sowie auf rechtliche Rahmenbedingungen. Sie behandelt praktische Aspekte wie Setting, Eignung der Patient:innen, Dosis und Kosten und beleuchtet MDMA-behandlungsspezifische Aspekte.

Posttraumatische Belastungsstörung

Die posttraumatische Belastungsstörung PTBS ist eine psychische Störung, die bei Personen auftreten kann, die ein oder mehrere traumatische Ereignisse erlebt oder miterlebt haben. Sie ist gekennzeichnet durch Symptome, die das normale Leben der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Das Suizidrisiko ist dabei ein besonders besorgniserregender Aspekt. Die Lebenszeitrate von Suizidversuchen bei Personen mit PTBS ist rund 6,5-mal so hoch wie bei Personen ohne Trauma (Illingworth et al. 2020; LeBouthillier et al. 2015). Als Goldstandard in der Behandlung gilt eine traumafokussierte Psychotherapie (Vermetten und Yehuda 2019). Im englischsprachigen Raum überwiegen stark manualisierte Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie, wie Cognitive Processing Therapy (CPT), Prolongierte Expositionstherapie und Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) (Mitchell et al. 2023; Martin et al. 2021). Im deutschsprachigen Raum kommen auch andere Verfahren zum Einsatz, darunter die Narrative Expositionstherapie, körperorientierte Methoden wie Somatic Experiencing oder die Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie (PITT) nach Reddemann (2020). Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) können ergänzend zur Reduktion von Symptomen wie Angst, Depression und Hyperarousal eingesetzt werden.

Zur Geschichte von MDMA

Schon in den 1970er-Jahren wurde MDMA aufgrund seiner anxiolytischen und prosozialen Wirkung bei Trauma- und Angststörungen, aber auch in der Paartherapie therapeutisch eingesetzt (Oehen und Gasser 2022). Später fand die Substanz unter dem Namen „Ecstasy“ Verbreitung im Freizeit- und Party-Kontext. Die amerikanische Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration FDA klassifizierte MDMA daraufhin in den 1980er-Jahren als verbotene psychoaktive Substanz des Anhang 1. Dies brachte den therapeutischen Einsatz zum Stillstand (Passie 2018). Seit rund 15 Jahren forscht man nun wieder zu MDMA-Behandlungen, mit vielversprechenden Ergebnissen.

Aktueller Forschungsstand

Eine systematische Recherche in der Datenbank PubMed mit relevanten Schlagwörtern zu Trauma und MDMA ergab 74 einschlägige Veröffentlichungen innerhalb der letzten drei Jahre, deren zentrale Ergebnisse nachfolgend zusammengefasst sind.
In Wirksamkeitsstudien der Phase 3 konnten Remissionsraten von 67–71 % bei PTBS erreicht werden, verglichen mit 32–48 % unter Placebo (O’Brien und Nutt 2025; Wolfgang et al. 2025). Metaanalysen zeigen eine 2,3- bis 3,5-fach erhöhte Remissionswahrscheinlichkeit im Vergleich zu Psychotherapie allein (Yong et al. 2025; Shahrour et al. 2024). Die Wirksamkeit wird durch große Effektstärken und langfristige Verbesserungen untermauert (O’Brien and Nutt 2025; Wolfgang et al. 2025). Die Abbruchrate lag mit nur 1,9 % (1 von 53 Patient:innen) deutlich unter den bei anderen Traumatherapien üblichen 13–56 % (Mitchell et al. 2023; Wolfgang et al. 2025).
Aus neurobiologischer Sicht bewirkt MDMA eine Angstreduktion durch Deaktivierung von angstverarbeitenden Hirnarealen (Feduccia et al. 2019). Die beobachtete prosoziale und empathiefördernde Wirkung wird vermutlich über Ausschüttung von Serotonin und Oxytocin vermittelt (Shahrour et al. 2024). Der Zugang zu traumatischen Erinnerungen wird erleichtert und die Fähigkeit verbessert, damit verbundene Emotionen wahrzunehmen und zu tolerieren (O’Brien und Nutt 2025, Wolfgang et al. 2025).
Godes et al. (2023) ergänzen diese quantitativen Ergebnisse um die subjektive Patientenperspektive. Ihre Befunde bestätigen die tiefgreifende, transformative Wirkung, insbesondere auf die emotionale Verarbeitung und die Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen. Dies bewirkt auch eine Stärkung des Vertrauens in die therapeutische Beziehung (Riaz et al. 2023).
MDMA gilt als gut verträglich: Schwere unerwünschte Ereignisse traten nicht häufiger auf als unter Placebo (Yong et al. 2025). Es wurden vorübergehende Myalgien, Appetitminderung und Kieferverspannungen beschrieben.

Rechtliche Rahmenbedingungen zur Anwendung von MDMA

  • Australien ist weltweit Vorreiter in der Legalisierung von MDMA-assistierter Therapie. Seit Juli 2023 darf MDMA im Rahmen einer Psychotherapie zur Behandlung von PTBS verabreicht werden. Dafür muss sich ein:e Psychiater:in als „Authorised Prescriber“, also autorisierte:r Verschreiber:in, registrieren lassen (Therapeutic Goods Administration 2023). Danach darf er:sie die Behandlung bei allen geeigneten Patient:innen selbst anwenden oder andere qualifizierte Therapeut:innen unter Supervision anleiten.
  • In der Schweiz können Ärzt:innen seit 2014 eine Sondergenehmigung des Bundesamts für Gesundheit zur beschränkten medizinischen Anwendung beantragen (BAG 2022). Die Genehmigung gilt dann jeweils für eine:n bestimmte:n Patient:in, eine bestimmte Substanz (z. B. MDMA) und zunächst für die Dauer von einem Jahr (Aicher et al. 2024).
  • Die Schweiz und Kanada ermöglichen eine Behandlung über Einzelgenehmigungen. Überall sonst ist eine Anwendung nur im Rahmen von Klinischen Studien möglich.

Empirisches Vorgehen

Für die vorliegende Arbeit wurden mithilfe des Experteninterviews nach Meuser und Nagel (2009) zwei Experten interviewt, die mit MDMA in der Behandlung von Traumafolgestörung arbeiten. Beide gaben ihr Einverständnis zur Aufzeichnung und Verwendung der Interviews im Rahmen dieser Publikation und haben sich bereit erklärt, namentlich genannt zu werden. Die Interviews fanden im November 2024 statt, wurden audioaufgezeichnet und im Anschluss vollständig transkribiert. Der Leitfaden für die Interviews wurde auf Grundlage einer extensiven Literaturrecherche erstellt und umfasst die Themenbereiche: Eckdaten der Therapien, Praktische Arbeit mit MDMA, Ethische Überlegungen und Ausblick. Es wurde darauf geachtet, durch offene, narrative Fragen und gezieltes Nachfragen Raum für ausführliche Erzählungen zu bieten und den Interviewpartnern zu ermöglichen, individuelle Relevanzen hervorzuheben. Die Interviews wurden deskriptiv nach den genannten Themenbereichen zusammengefasst. In den folgenden Kapiteln werden Ergebnisse aus der Literatur verknüpft mit den Berichten aus den Interviews. Zitate von Dr. Spektor wurden von den Autorinnen aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.
Dr. David Spektor (DS) ist Klinischer Psychologe und hat die MDMA-Therapie Ausbildung der Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies (MAPS) abgeschlossen. Er arbeitet als Supervisor und Therapeut im Rahmen verschiedener Studien mit psychedelischen Substanzen an der Monash Universität sowie in freier Praxis in Melbourne, Australien. Der Psychotraumatologe, Psychiater, Psychotherapeut und Buchautor Dr. Ansgar Rougemont-Bücking (ARB) arbeitet in freier Praxis in Vevey in der französischsprachigen Schweiz. Als Absolvent des Weiterbildungs-Curriculums für Psychedelika-Assistierte Therapie (PAT) der Schweizerischen Ärztegesellschaft für Psycholytische Therapie (SÄPT) arbeitet er mit Ketamin, MDMA, Psilocybin und LSD.

Praktische Aspekte der MDMA-assistierten Therapie

Einbettung in Psychotherapie

Die Fachwelt (Cristea et al. 2024) ist sich ebenso wie die befragten Experten darin einig, dass die psychotherapeutische Begleitung eine zentrale und unverzichtbare Rolle in der MDMA-assistierten PTBS-Behandlung spielt. Insofern ist MDMA-Therapie auch und gerade eine Angelegenheit der Profession der Psychotherapie. Das Vorgehen in nahezu allen aktuellen Anwendungen basiert auf dem Behandlungsmanual für MDMA-assistierte Psychotherapie von Michael Mithoefer (2017). „Psychedelika-assistierte Psychotherapie“ wird häufig primär mit den Substanzen selbst assoziiert, bemerkt Dr. Spektor. Das vermittle ein falsches Bild. Tatsächlich handle es sich nämlich in erster Linie um eine Psychotherapie. Eine Therapie, die „durch das Zuwirken einer Substanz noch viel tiefer geht als eine normale Psychotherapie“, wie Dr. Rougemont-Bücking betont.

Patient:innenauswahl

Seine Studienpatient:innen lernt Dr. Spektor erst beim Screening kennen. Im Rahmen der Klinischen Prüfung in Melbourne gelten spezifische Ein- und Ausschlusskriterien: Neben einer gesicherten PTBS-Diagnose gehören die Kandidat:innen zur Gruppe der „First responders“, also zu den Fachkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten. Ausgeschlossen sind Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung, Suchterkrankung oder schwerer Suizidalität, ebenso solche mit schweren neurologischen oder kardiovaskulären Erkrankungen oder narzisstischer Persönlichkeitsstörung. Genauso wie in der Schweiz ist Psychose in der eigenen oder Familienanamnese ein Ausschlusskriterium. Dr. Rougemont-Bückings Patient:innen sind zum Zeitpunkt der Antragsstellung bereits bei ihm in Therapie. Es handelt sich vorwiegend um Trauma-Patient:innen – anders als sein australischer Kollege ist er aber nicht zwingend an die Diagnose PTBS gebunden.

Setting und Ablauf der Therapie

Man unterscheidet Vorbereitungssitzungen von Dosis- und Integrationssitzungen. Die MDMA-Gabe findet sowohl in Australien als auch in der Schweiz in einem Setting statt, das generell bei Psychedelika-assistierter Therapie zum Einsatz kommt: Patient:innen liegen auf einem Bett oder einer Couch in einem gemütlich eingerichteten Raum mit Wohnzimmer-Atmosphäre, tragen eine Augenbinde und hören Musik. Dies soll sie darin unterstützen, die Konzentration auf innere Prozesse zu richten (Pollan 2018, S. 140). Die Begleitung findet durch zwei – üblicherweise gegengeschlechtliche – Therapeut:innen statt. Dies ermöglicht verschiedenste Übertragungskonstellationen, die so therapeutisch bearbeitbar werden. Es spielen aber auch ganz praktische Gründe eine Rolle für diese Doppelbesetzung: Die Sitzungen dauern durchschnittlich 6–8 h. Arbeit in einer Dyade ermöglicht es den Begleiter:innen, etwas zu essen oder auf die Toilette zu gehen, ohne Patient:innen alleine lassen zu müssen. In vorheriger Absprache mit den Patient:innen wird fallweise auch Berührung an Hand, Schulter oder Arm zur emotionalen Unterstützung eingesetzt.
Die MDMA-Sitzungen sind entweder in eine fortlaufende Psychotherapie eingebettet (wie beim Schweizer Therapeuten), oder sie folgen den Vorgaben eines Studienprotokolls mit fix vorgegebenen Sitzungen (siehe Abb. 1: Typischer Ablauf einer MDMA-Studie: MDMA-AT for PTSD in Military Veterans and First Responders). Dr. Rougemont-Bücking arbeitet flexibler und gestaltet die Anzahl und den zeitlichen Abstand der Sitzungen individuell, angepasst an den Therapieverlauf. In der Regel plant er maximal drei Dosissitzungen pro Jahr.
Abb. 1
Typischer Ablauf einer MDMA-Studie: MDMA-AT for PTSD in Military Veterans and First Responders (14 Wochen)
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In der Vorbereitung wird der typische Ablauf einer Dosissitzung besprochen. Alle unter Substanzwirkung auftretenden emotionalen oder körperlichen Reaktionen sind erwünscht und Teil des Prozesses. Der:die Patient:in wird dabei unterstützt, eine spezifische Intention zu formulieren, etwa welche Beziehungen beleuchtet werden sollen.
Für die Dosissitzung wird ein ganzer Tag eingeplant. Die MDMA-Wirkung setzt etwa nach 20 bis 60 min ein und erreicht ihren Höhepunkt (Peak) nach rund 90 min. Diese Peak-Phase, die in der Regel 2 bis 3 h dauert, kann durch eine zusätzliche Dosisgabe verlängert werden. Insgesamt wirkt die Substanz typischerweise 4 bis 6 h. Zu Beginn der Sitzung ist oft Angst vor Kontrollverlust ein Thema:
„Am Anfang steht für die Patienten also oft Angst, sie sind ängstlich, sie wollen nicht loslassen. Wenn du an PTBS leidest, behältst du ständig die Kontrolle. Du kontrollierst, was du sieht, wohin du geht, was du hörst, wie viel du über etwas sprichst, wie viel du zuhörst. Du kontrollierst also ständig jede einzelne Eventualität, weil du nicht getriggert werden willst. Weil du die emotionale Verletzung fürchtest, die der Trigger auslösen wird.“ (DS)
Sobald sich die Patient:innen für die kommende Erfahrung öffnen können, beginnt der eigentliche Prozess.
„Und dann fängt die Person an zu reden. […] ich würde sagen, in 80 % der Fälle fangen die Leute einfach an, laut zu reden. Und sie reden, und sie reden die nächsten fünf Stunden, fast ununterbrochen […]. Oft sprechen sie extrem detailliert über das Trauma, das sie erlebt haben, aber sie sprechen darüber auf eine Art und Weise, die ihnen vorher nie möglich gewesen wäre, weil die PTBS [diesen Bereich] abgeblockt hat.“ (DS)
Während der Dosissitzungen ist es die therapeutische Hauptaufgabe, einen sicheren Raum zu ermöglichen, in dem sich der individuelle Prozess bestmöglich entfalten kann. Dr. Spektor vergleicht seine Haltung mit der einer Hebamme, die einen längeren, aufwühlenden, anstrengenden Prozess begleitet, aber selbst nur eingreift, wenn es nötig ist.
In den Integrationssitzungen werden Patient:innen dabei unterstützt, das Erlebte in Worte zu fassen und in einen autobiografischen Kontext zu setzen: Wie lassen sich die Inhalte verstehen, welche Bedeutung haben sie? Wie können die Früchte der Arbeit bestmöglich in den Alltag integriert werden? Das Bemerkenswerte an MDMA ist, dass der Effekt der Substanzsitzung durch eine gut begleitete Integrationsphase über die Zeit sogar noch zunimmt, beobachtet David Spektor. Beide Experten unterstreichen die Wichtigkeit dieser Phase:
„Da muss man wirklich ganz klar sein, dass die Integration dessen dann auch immer noch harte Arbeit ist. […] Und das ist vielleicht die Gefahr mit dem MDMA, dass es erscheint, als hätte man das Trauma gelöst, weil man es sich in der Tat anschauen kann, aber man darf halt nicht dadurch meinen, dass man das schon auch integriert hätte im Alltag. Da muss man sehr wachsam sein als Therapeut, das dem Patienten immer wieder in […] Erinnerung zu bringen: wir müssen schauen, was das in ihrem normalen Leben bedeutet in der Beziehung zu sich selbst und zur Außenwelt.“ (ARB)

Dosis

In der klinischen Studie ist die Dosis fix vorgegeben. Nach 120 mg MDMA zu Beginn wird nach 90 min ein 40-mg-Booster verabreicht. Der Schweizer Therapeut dosiert ähnlich und hat einen Richtwert von maximal 2 mg pro kg Körpergewicht.

Kosten

Insgesamt sind MDMA-assistierte Therapien mit den Vor- und Nachbereitungssitzungen sowie der Begleitung der MDMA-Sitzung durch zwei Therapeut:innen recht teuer. Eine volle Behandlung kostet rund 25.000 Australische Dollar (rund 15.000 €) bzw. eine Substanzsitzung mehrere Tausend Schweizer Franken.

Spezielle Aspekte der MDMA-Therapie

Übersteigerte Erwartungshaltung

Oft haben Patient:innen übersteigerte Erwartungshaltungen, berichtet Dr. Rougemont-Bücking. Die MDMA-Therapie ist für sie der letzte Strohhalm, an den sie sich klammern. Diese Hoffnung wird durch die teils enthusiastische Berichterstattung in den Medien verstärkt. Er erlebt diesen „Expectancy Bias“ als Herausforderung:
„Es gibt ja so oft die Vorstellung [der Patient:innen], man macht dann ein, zwei Substanzsitzungen, […] dann erkennt man das [Problem] und dann wird das bereinigt und alles ist gut. Und das ist dann eigentlich der spektakuläre Substanzeffekt, der dann im Vordergrund steht in den Vorstellungen der Bevölkerung. Aber das stimmt halt nur zum gewissen Teil. Das Entscheidende ist, wie man das dann psychotherapeutisch begleitet, […] dass man während der Sitzung auch als Mensch in der Beziehung, im Austausch präsent ist […] im Hier und Jetzt. Und das ist wirklich ein tiefer, hochanspruchsvoller psychotherapeutischer Prozess.“ (ARB)
„Die Leute haben riesengroße Erwartungen und man muss eigentlich sagen, sie sind regelmäßig enttäuscht. Und das ist auch was Gutes, weil das alles […] kein mechanistischer Vorgang ist, sondern es ist etwas, was sich ganz subtil einfädelt und manchmal […] merkt man doch im Nachhinein, dass es genau das Richtige war. Dass es vielleicht auch richtig war, dass es länger dauert und dass man Geduld haben muss.“ (ARB)

Konzept des „Inner Healer“

Beide Experten beobachten in der Arbeit mit MDMA eine dem Menschen innewohnende innere Selbstheilungstendenz der Psyche. Mithoefer (2017) bezeichnet diese als „Inner Healer“. Das Konzept der Selbstheilungstendenzen ist in verschiedenen psychotherapeutischen Schulen zentral verankert (z. B. Goldstein 1939; Rogers 1973; Grawe 1998). Es beschreibt die Fähigkeit des Organismus, unter günstigen Bedingungen ein inneres Gleichgewicht wiederherzustellen. Rogers sprach von einer „Selbstaktualisierungstendenz“, Grawe betonte die Rolle der Selbstregulation. Der Begriff „Inner Healer“ konkretisiert dies im Kontext der MDMA-unterstützten Psychotherapie als erfahrbare innere Instanz, die durch reduzierte Angst und Abwehr zugänglich wird. Therapeutisch wird gezielt Raum geschaffen, um diese Ressourcen zu aktivieren und zu nutzen.
„Wir leiten sie [die Patient:innen] nicht an. Wir sagen also nicht, okay, jetzt geh hierhin, jetzt dorthin, jetzt mach das. […] Sie wissen, wohin sie gehen müssen. Sie wissen, was sie sehen müssen, sie wissen, was sie sagen müssen, sie wissen, was sie fühlen müssen, und sie tun es einfach. Und daher kommt dieses Konzept der inneren Heilungsintelligenz. […] Es ist nicht zu leugnen, man sieht es einfach, man gibt ihnen die Substanz, und sie gehen genau dorthin, wohin sie gehen müssen, um zu heilen.“ (DS)

MDMA als Traumatherapie – die Blackbox erreichen

„Ein […] Patient war seit 36 Jahren als Sanitäter tätig. Er sagte: ‚Ich habe eine Blackbox in mir. Und ich kann mich ihr nicht einmal ansatzweise nähern. Es ist nicht so, dass ich sie nicht öffnen kann. Es ist eher so, dass ich nicht mal an sie herankomme. Ich weiß es. […] Ich kann nicht und ich will nicht darüber nachdenken. Ich kann nirgendwo hingehen, wo es um meinen alten Job geht. Es ist einfach diese schreckliche Sache, die ich in mir trage und an die ich nicht herankomme.‘ Er glaube nicht, dass eine Therapie ihm helfen wird. Aber wir geben ihm MDMA. Und dann erzählt er uns sechs Stunden lang einen Vorfall nach dem anderen, über all die schrecklichen Dinge, die dieser Mann sehen und erleben musste, um Menschen in ihren schlimmsten Momenten zu helfen. Und am Ende sagte er: ‚Ich bin jetzt in der Blackbox. Und ich habe sie durchwühlt und durchwühlt, und ich habe nichts mehr drin.‘ Eine Woche später fragten wir ihn nach seiner PTBS. Und er sagte: ‚Nein, das ist weg‘.“ (DS)
Ziel einer Traumatherapie ist es nach Reddemann (2020, S. 31), eine sichere Beziehungserfahrung zu ermöglichen, die es erlaubt, traumatische Erlebnisse mit ihren Emotionen zu erinnern, ohne sich davon überwältigt zu fühlen. Erst diese Stabilisierung ermöglicht weitere psychotherapeutische Arbeit. MDMA katalysiert diesen Prozess, indem es Patient:innen die Angst vor emotionaler Verletzung nimmt, sagt Dr. Spektor. Diese stehe im Zentrum zahlreicher psychischer Erkrankungen – von PTBS über komplexe Traumafolgestörung bis hin zu Angststörung und Depression. Auch Dr. Rougemont-Bücking verfolgt diesen transdiagnostischen Ansatz der Psychotraumatologie:
„Wenn wir genau hinschauen in die Anamnese, in die Vorgeschichte, dann können wir spüren, dass da in der Regel traumatische Aspekte konstitutiv mitgewirkt haben […] und dass es sich lohnt, da auch mit MDMA zu arbeiten.“ (ARB)

Ausbildung psychedelischer Therapeut:innen

Die Verschreibung von MDMA wird nach der Zulassung durch Ärzte erfolgen müssen. Die Frage, welche Ausbildung für therapeutische Begleiter:innen von psychedelischen Substanzsitzungen jedoch Voraussetzung sein soll, ist hingegen noch nicht formal reguliert. Dr. Spektor hält eine Grundausbildung in Psychotherapie für unerlässlich. Dr. Rougemont-Bücking unterstreicht darüber hinaus die Bedeutung fundierter Kenntnisse in Psychotraumatologie sowie die Notwendigkeit einer offenen Haltung gegenüber Themen wie Spiritualität und mystischen Erfahrungen – Bereiche, die in der klassischen psychotherapeutischen Ausbildung meist nicht behandelt werden, jedoch häufig in psychedelischen Sitzungen eine Rolle spielen.

Diskussion

Limitationen

Die vorliegende Arbeit stützt sich auf die bestehende Fachliteratur sowie auf zwei Experteninterviews und spiegelt naturgemäß die individuellen Perspektiven der Befragten wider. Diese subjektiven Ansichten erheben keinen Anspruch auf Generalisierbarkeit und bilden nur einen Ausschnitt möglicher Erfahrungen und Einstellungen zur MDMA-unterstützten Psychotherapie ab. Dennoch bieten die Aussagen wertvolle praktische Einblicke in ein bislang wenig erforschtes therapeutisches Setting. Da MDMA-Therapie derzeit überwiegend im Rahmen klinischer Studien erfolgt, sind viele Patientengruppen, die potenziell ebenfalls davon profitieren könnten – etwa komplex Traumatisierte, Jugendliche oder Suchterkrankte – bislang formal ausgeschlossen, obwohl sich diese Methode auch für sie eignen könnte.

Weiterer Forschungsbedarf

Bereits 2017 verlieh die FDA der MDMA-assistierten Psychotherapie den „Breakthrough Therapy“-Status, um ihre Entwicklung zu beschleunigen. 2024 wurde eine Zulassung jedoch aufgrund methodischer Mängel abgelehnt; stattdessen forderte die Behörde weitere Phase-3-Studien (Wolfgang et al. 2025). Offen bleiben Fragen zu methodischen Herausforderungen wie Verblindung (schwierig mit stark psychoaktiv wirksamen Substanzen), Einfluss von Erwartungseffekten, sowie Daten zu langfristigen Nebenwirkungen und Optimierung bzw. Standardisierung der Psychotherapieprotokolle (Bedi et al. 2022; O’Brien und Nutt 2025; Wolfgang et al. 2025; Yong et al. 2025). Weitere anstehende Fragestellungen betreffen das Abhängigkeitspotenzial sowie ethische, regulatorische und praktische Aspekte der therapeutischen Anwendung (Wolfgang et al. 2025; Yong et al. 2025). Die Einstufung von MDMA als verbotene Substanz hat über Jahrzehnte hinweg eine systematische Erforschung erschwert. Für eine verantwortungsvolle Implementierung bedarf es daher einer soliden Evidenzbasis, standardisierter Behandlungsansätze und eines transparenten Dialogs mit den Behörden, um das potenzielle Nutzen-Risiko-Verhältnis für Patient:innen mit PTBS sorgfältig abzuwägen.

Fazit

Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) stellt eine erhebliche Belastung für die Betroffenen dar. Die MDMA-assistierte PTBS-Therapie nimmt eine Sonderstellung unter den Behandlungsansätzen ein, da sie Psychotherapie mit einer Substanzgabe kombiniert. Da Metaanalysen eine gute Wirksamkeit belegen, scheint eine Zulassung der Methode durch US- und EU-Behörden (und damit auch in Österreich) bald möglich. Sie kann für Betroffene, die auf konventionelle Behandlungen nicht ansprechen, eine Option darstellen.
Die interviewten Experten schildern, wie Behandlung mit MDMA in der Praxis umgesetzt wird und behandeln Kosten, Setting und Ablauf. Die teils überhöhten Erwartungen der Patient:innen an die „Wunderpille“ müssen auf einen realistischen Boden gebracht werden: Der entscheidende Teil der Therapie liegt in der begleitenden Psychotherapie. Diese erfordert auch von den Patient:innen „ein Stück harte Arbeit“. Die Behandlungsprotokolle sind sehr personalintensiv, da in der Regel eine Therapeut:innendyade arbeitet. Der Kostenfaktor sowie die Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Therapeut:innen werden bei der Implementierung dieser Therapie eine Rolle spielen. Die Interviewpartner betonen die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens – weg von rein medikamentöser Symptombehandlung, wie sie es teilweise in psychiatrischen Einrichtungen wahrnehmen, hin zu einer Arbeit an der Ursache des Traumas. Dabei sind sowohl Angehörige des Gesundheitssystems als auch Patient:innen gefordert. Der Prozess kann intensiv sein, bietet jedoch langfristig die Chance auf Heilung. „Wenn sie [die Patient:innen] zu uns kommen, sind sie Traumatisierte. Wenn Sie uns verlassen, sind sie [im Idealfall] Personen, die ein traumatisches Erlebnis in ihrer Geschichte haben“, so Dr. Spektor. Beide Experten attestieren MDMA-unterstützter Psychotherapie großes Potenzial.

Danksagung

Die Autorinnen danken den Interviewpartnern für Ihre Bereitschaft für das Gespräch.

Interessenkonflikt

E. Gallacher und A. Jesser geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.

Hinweis des Verlags

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Titel
Aus dem Nähkästchen: Praxiseinblicke in die Traumatherapie mit MDMA in Australien und der Schweiz
Verfasst von
Eva Gallacher
Andrea Jesser
Publikationsdatum
23.05.2025
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Psychotherapie Forum / Ausgabe 1-2/2025
Print ISSN: 0943-1950
Elektronische ISSN: 1613-7604
DOI
https://doi.org/10.1007/s00729-025-00280-8
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Auge in Violett/© Jun / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell)