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Erschienen in:

Open Access 17.06.2021 | originalarbeit

Psychotherapeutisch Tätige geben Auskunft: Zur Entwicklung der Fähigkeit, die Orientierung von Praxis an Theorie narrativ darzustellen. Eine Pilotstudie aus dem Projekt TheoPrax

verfasst von: Bernadette Strobl, Wilfried Datler

Erschienen in: Psychotherapie Forum | Ausgabe 1-2/2021

Zusammenfassung

Vor dem Hintergrund allgemeiner Überlegungen zum Verhältnis von Disziplin und Profession sowie Theorie und Praxis wird von einer Pilotstudie des Forschungsprojekts TheoPrax berichtet. Es wurde untersucht, in welcher Qualität 24 psychoanalytisch ausgebildete Psychotherapeut*innen über die Orientierung ihrer Praxis an Theorie unter Bezugnahme auf eine konkrete Arbeitssituation präzise Auskunft geben können. Dazu kommen eine besondere Form des Interviews sowie ein spezielles Ratingverfahren zum Einsatz. Überdies wurden 27 Lehrer*innen interviewt. Ein Vergleich zeigt, dass die Qualität der narrativen Darstellungen der Psychotherapeut*innen deutlich höher ausfällt als die Qualität der narrativen Darstellungen der Lehrer*innen. Dies wird mit unterschiedlichen Aus- und Weiterbildungsstrukturen in Verbindung gebracht. Ein weiterer Vergleich mit den Ratings von Interviews, die mit Psychagog*innen geführt wurden, stützt diese Annahme. Ein Ausblick auf weitere Forschungsaktivitäten wird gegeben.
Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Psychotherapie als Disziplin und Profession

Begreift man Psychotherapie als eine wissenschaftliche Disziplin und als eine damit verschränkte Profession, zu deren Aufgabe es gehört, psychotherapeutische Versorgungsarbeit zu leisten, so gilt es zu klären, in welchem Verhältnis beide Bereiche zueinander stehen. Dies inkludiert die Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Verhältnis zwischen
  • wissenschaftlicher Praxis und ihren Ergebnissen einerseits und
  • den Tätigkeiten jener Personen, die psychotherapeutische Versorgungsarbeit leisten, andererseits.
Unter „psychotherapeutischer Versorgungsarbeit“ wird hier jene psychotherapeutische Praxis verstanden, in der Psychotherapeut*innen unter Einsatz von psychotherapeutischen Methoden mit Menschen arbeiten, um deren krankheitswertige Symptome und Leidenszustände zu lindern respektive deren „Reifung, Entwicklung und Gesundheit“ im Sinne des § 1 des österreichischen Psychotherapiegesetzes zu fördern (vgl. dazu Kierein et al. 1991, S. 87 f.). Geht man davon aus, dass es sich bei den Personen, die in diesem Sinn psychotherapeutische Versorgungsarbeit leisten, um wissenschaftlich informierte Praktiker*innen handelt, so kann in einem ersten Schritt von den folgenden Relationen ausgegangen werden:
1.
Psychotherapeut*innen, die Versorgungsarbeit leisten, verfolgen mit Interesse die wissenschaftlichen Diskurse, welche Psychotherapie betreffen, und rezipieren öffentlich zugängliche Darstellungen der wissenschaftlichen Befassung mit Psychotherapie sowie daraus erwachsene Theorien, Konzepte und Befunde auf der Basis einer methodenkritischen Grundhaltung.
 
2.
Darauf aufbauend sind Psychotherapeut*innen, die Versorgungsarbeit leisten, in der Lage, über Psychotherapie generell wissenschaftlich fundierte Aussagen zu machen. Dies schließt Aussagen über die Entwicklung der Psychotherapie, über ihre verschiedenen Richtungen (Cluster), über ihre Wirksamkeit oder über ihre rechtlichen und institutionellen Verankerungen mit ein.
 
Erwartet man von Personen, die psychotherapeutische Versorgungsarbeit leisten, dass sie sich auch in ihrem Handeln an Ergebnissen der wissenschaftlichen Befassung mit Psychotherapie bemühen, so liegen zwei weitere Verhältnisbestimmungen nahe:
3.
Psychotherapeut*innen, die Versorgungsarbeit leisten, orientieren sich in der Gestaltung ihrer Versorgungspraxis an den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung, die in Gestalt von Theorien, Konzepten und Befunden vorliegen.
 
4.
Psychotherapeut*innen, die Versorgungsarbeit leisten, sind überdies in der Lage, unter Bezugnahme auf Ausschnitte aus ihrer Praxis darzulegen und zu erläutern, an welchen wissenschaftlichen Theorien, Konzepten oder Befunden sie sich in ihrer Versorgungsarbeit in welcher Weise orientieren.
 
Im Zentrum der Verhältnisbestimmungen (1)–(4) steht die Rezeption der Ergebnisse wissenschaftlicher Praxis durch Psychotherapeut*innen sowie daraus erwachsene Folgen für deren Versorgungsarbeit. Ein Blick in die psychotherapeutische Fachliteratur zeigt allerdings, dass Psychotherapeut*innen, die in der psychotherapeutischen Versorgung tätig sind, zumindest in zweierlei Hinsicht auch Beiträge zur wissenschaftlichen Befassung mit Psychotherapie leisten:
5.
Viele Psychotherapeut*innen, die Versorgungsarbeit leisten, sind auch wissenschaftlich tätig. Sie referieren auf wissenschaftlichen Tagungen, veröffentlichen wissenschaftliche Texte und prägen über weite Strecken wesentliche Bereiche des wissenschaftlichen Diskurses über Psychotherapie.
 
6.
Psychotherapeut*innen, die Versorgungsarbeit leisten, wirken seit etwa zwei Jahrzehnten auch verstärkt in größer angelegten Studien mit. Mitunter helfen sie, wissenschaftliche Daten beizusteuern, die ihrer Versorgungspraxis entstammen und dann von anderen Wissenschaftler*innen weiter bearbeitet werden, oder sie werden als Mitglieder größerer Forscher*innengruppen in die Auswertung von Daten miteinbezogen, ohne in weiterer Folge an daraus erwachsenden Veröffentlichungen beteiligt zu sein.
 
Diese umrissenen Verhältnisbestimmungen enthalten Aussagen über Aktivitäten und Kompetenzen von Psychotherapeut*innen. Sollen Aussagen darüber gemacht werden, ob oder in welcher Weise – etwa in Hinblick auf Quantität oder Qualität – Psychotherapeut*innen diese Aktivitäten auch tatsächlich setzen oder über diese Kompetenzen auch tatsächlich verfügen, so bedarf es eingehender empirischer Untersuchungen. Es bedarf zudem weiterer Studien, um zu erfahren, welche Faktoren das Setzen dieser Aktivitäten oder die Ausbildung entsprechender Kompetenzen beeinflussen und welche Bedeutung diesen Aktivitäten und Kompetenzen für weitere Aspekte – wie z. B. berufliche Zufriedenheit oder psychotherapeutischen Erfolg – zukommt.
Im weiten Feld der Psychotherapieforschung sind entsprechende Untersuchungen zu finden. So wächst etwa die Zahl der Studien (Hill und Knox 2013), die sich mit dem Prozess der Ausbildung psychotherapeutischer Kompetenzen aus methodenspezifischen oder auch schulenübergreifenden Perspektiven befassen (im deutschsprachigen Raum z. B. Löffler-Stastka et al. 2018, 2019; Evers et al. 2019; Evers und Taubner 2019). In manchen Projekten wird untersucht, ob sich ausgebildete Psychotherapeut*innen an den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung orientieren, die in Gestalt von Theorien, Konzepten und Befunden vorliegen. Dabei wird etwa der Frage nachgegangen, ob in der nachträglichen Analyse von dokumentierter Praxis bestimmte Theorien oder Konzepte identifiziert werden können, die im Praxisvollzug explizit oder implizit zum Tragen kamen. In anderen Studien wird untersucht, ob und in welchem Ausmaß das therapeutische Vorgehen den Vorgaben entspricht, die in schulenspezifischen Manuals nachgelesen werden können (z. B. Miller et al. 2005; Tschuschke et al. 2015; Hilzinger et al. 2016; Grikscheit et al. 2015).

Das Forschungsprojekt TheoPrax

Im Pilotprojekt der Studie TheoPrax1, von der hier berichtet wird, steht eine andere Frage im Zentrum. Es wird im Sinne der oben skizzierten Verhältnisbestimmung (4) die Qualität der Aussagen von Psychotherapeut*innen sowie Angehörigen anderer psychosozialer Berufe untersucht, die man in einem speziell konzipierten Interview erhält,
  • wenn man sie in einer offenen Weise fragt, an welchen Theorien oder Konzepten sie sich in ihrer Arbeit orientieren, und
  • wenn man sie anschließend bittet, diese Orientierung an Theorien oder Konzepten an einem konkreten Beispiel darzulegen.
Da insbesondere die Orientierung an wissenschaftlichen Theorien und Konzepten interessiert, lauten die ersten beiden Forschungsfragen des Projekts folgendermaßen:
Forschungsfrage 1
Führen psychosozial tätige Personen wissenschaftliche Theorien oder wissenschaftlich fundierte Konzepte an, wenn sie in einer Interviewsituation gefragt werden, an welchen Theorien oder Konzepten sie sich in ihrer Alltagsarbeit orientieren?
Forschungsfrage 2
In welcher Qualität gelingt es psychosozial Tätigen, in einer Interviewsituation an einem selbst gewählten Beispiel darzulegen, in welcher Weise sie sich in ihrer Alltagsarbeit an von ihnen genannten wissenschaftlichen Theorien oder Konzepten orientieren?
Die Untersuchung dieser Forschungsfragen erfolgt unter Einsatz des eigens entwickelten „Wiener Interviews zur Identifizierung der mentalen Repräsentation praxisleitender Theorien (WIRTH)“. Im ersten Teil des Interviews werden psychosozial Tätige gebeten, eine Theorie zu nennen, die für die Interviewten praxisleitende Bedeutung hat, und diese Theorie in ihren Grundzügen oder Kernaussagen zu beschreiben. Alternativ dazu kann auch ein wissenschaftlich fundiertes Konzept genannt werden. Anschließend werden die Interviewten gebeten, unter Bezugnahme auf eine selbstgewählte Arbeitssituation darzulegen, in welcher Hinsicht diese Theorie oder dieses Konzept in der beschriebenen Situation für ihr Verstehen, Entscheiden oder weiteres Handeln hilfreich war.
Ehe wir weiter unten auf das Ratingsystem zu sprechen kommen, mit dessen Hilfe die Qualität der Ausführungen bestimmt wird, möchten wir darauf eingehen, dass im Pilotprojekt bislang 159 Interviews geführt wurden. Den meisten Interviewten bereitete es einige Mühe, von Theorien und ihrer praxisleitenden Bedeutung an einem Beispiel zu erzählen, und zwar unabhängig davon, welcher Berufsgruppe sie angehörten oder wie lange sie in ihrem Beruf bereits tätig waren. Dies ist zum einen überraschend, wenn man bedenkt, dass nahezu alle interviewte Personen Studien oder Ausbildungen absolviert hatten, die ihrem Anspruch nach dazu qualifizieren, wissenschaftlich fundierte Praxis zu leisten. Zum anderen ist dies aber auch nachvollziehbar, wenn man sich vor Augen hält, dass die Interviewten über die Orientierung ihrer Praxis an Theorien oder Konzepten grundsätzlich nur dann Auskunft geben können,
a)
wenn sie sich zumindest in manchen Arbeitssituationen an Theorien oder Konzepten orientieren,
 
b)
wenn sie über bewusst verfügbare Vorstellungen davon verfügen, in welchen Praxissituationen sie welchen Theorien oder Konzepten praxisleitende Bedeutung beimessen, und
 
c)
wenn sie ihre Vorstellungen über die Orientierung ihrer Praxis an wissenschaftlichen Theorien oder Konzepten so zu präzisieren und sprachlich zu fassen vermögen, dass ihre verbal zum Ausdruck gebrachten Vorstellungen von anderen nachvollzogen werden können. Dafür benötigen sie die Fähigkeit, (i) zumindest Grundzüge der Theorie, an der sie sich orientiert haben, korrekt darzustellen, (ii) Situationen aus der eigenen Praxis einschließlich ihres Handelns nachvollziehbar zu beschreiben und (iii) die besondere Art des Zusammenhangs von Theorie und Praxis unter dem Aspekt der „Orientierung von Praxis an Theorie“ sprachlich so darzulegen, dass dies von Außenstehenden nachvollzogen werden kann.
 
Zahlreichen Studien unterschiedlicher Disziplinen zum Theorie-Praxis-Verhältnis zufolge kann keineswegs davon ausgegangen werden, dass alle psychosozial Tätigen, die eine fundierte Ausbildung abgeschlossen haben, neben einem Grundstock an Theoriewissen über all die mentalen Strukturen und narrativen Fähigkeiten verfügen, die es ihnen im Sinne unserer Studie erlauben, im Interview auf einem hohen Qualitätslevel von der Orientierung ihrer Praxis an Theorie zu berichten. Ebenso wenig kann davon ausgegangen werden, dass das Sprechen über Praxis mit geleisteter Praxis gleichgesetzt und von der Qualität geleisteter Praxis unmittelbar auf die Qualität der Ausführungen im Interview geschlossen werden darf (vgl. Schön 1983; Polanyi 1985; Neuweg 2002; Fischer 2010; Kemmis 2010; Zwiebel 2017; Rothland 2020). Umso bedeutsamer ist daher die Frage, worauf Unterschiede in der Qualität der Antworten, die im Interview gegeben werden, zurückzuführen sind.
Wir nehmen an, dass es zur Entwicklung der Fähigkeit, über die Orientierung von Praxis an Theorie präzise Auskunft geben zu können, im Regelfall nur dann kommt, wenn psychosozial Tätige im Rahmen ihrer Aus‑, Fort- und Weiterbildungen entsprechende Anregungen und Unterstützungen erhalten. Um diesbezüglich nähere Aufschlüsse erhalten zu können, wird im Projekt eine dritte Forschungsfrage untersucht:
Forschungsfrage 3
Welche Zusammenhänge bestehen zwischen (a) dem Qualitätsniveau der Auskünfte über die praxisleitende Bedeutung von wissenschaftlichen Theorien und Konzepten, die den Interviews zu entnehmen sind, und (b) den Aus‑, Fort- und Weiterbildungserfahrungen der Interviewten?
Der Untersuchung dieser Frage dient ein weiterer Teil des WIRTH-Interviews, in dem unterschiedliche Informationen darüber eingeholt werden, welche Aus‑, Fort- und Weiterbildungen die interviewten Personen bislang absolviert haben und welche Bedeutung sie den damit verbundenen Qualifizierungsprozessen für die Entwicklung der Fähigkeit beimessen, Alltagspraxis an wissenschaftlichen Theorien und Konzepten zu orientieren.
In einer späteren zweiten Phase des Projekts werden ausgewählte Personen, mit denen WIRTH-Interviews geführt wurden, gebeten, nochmals für vertiefende Interviews zur Verfügung zu stehen. In diesen Interviews wird es nochmals differenzierter und ausführlicher um bislang absolvierte Aus‑, Fort- und Weiterbildungen und die dabei gemachten Erfahrungen gehen. Die Auswertungen der Interviews werden in beiden Projektphasen mit allgemein erhältlichen Informationen über die curriculare Struktur und die methodische Gestaltung der Aus‑, Fort- und Weiterbildungen in Beziehung gesetzt, die von den Befragten absolviert wurden.

Erste Ergebnisse

Es ist geplant, im Rahmen des Projekts Interviews mit Psychotherapeut*innen durchzuführen, deren methodenspezifische Ausbildungen unterschiedlichen Clustern zuzuordnen sind. In einem Teilprojekt wurden während der Pilotphase Vertreter*innen jener acht Wiener fachspezifischen Ausbildungseinrichtungen kontaktiert, die zur Arbeit mit psychotherapeutischen Methoden qualifizieren, welche dem österreichischen Gesundheitsministerium zufolge den psychoanalytischen Verfahren zuzurechnen sind (Gesundheitsministerium 2020, S. 2). Nach Zufallsprinzip wurden einige Absolvent*innen angefragt, ein Interview zu ihrer Sicht des Theorie-Praxis-Verhältnisses zu geben. Die ersten drei Personen, die sich je Ausbildungseinrichtung meldeten, wurden interviewt, sodass ein Sample aus 24 Psychotherapeut*innen zustande kam. Berufsalter, Geschlecht und andere demographische Daten wurden erfasst. Die bislang durchgeführten Auswertungen konzentrierten sich allerdings ausschließlich auf jene Teile der WIRTH-Interviews, welche der Bestimmung des Qualitätsniveaus der Auskünfte über die praxisleitende Bedeutung der genannten Theorien und Konzepte dienen. Unter Einsatz des oben erwähnten Ratingsystems wurde die Qualität der Ausführungen in Hinblick auf fünf Dimensionen eingeschätzt:
Dimension 1
Nennung einer wissenschaftlichen Theorie oder eines wissenschaftlichen Konzepts,
Dimension 2
Qualität der Darstellung der Theorie bzw. des Konzepts,
Dimension 3
Darstellung einer konkreten Praxissituation,
Dimension 4
Herstellen eines Bezugs zwischen Theorie bzw. Konzept und Praxissituation,
Dimension 5
Darstellung der praxisleitenden Bedeutung, die der Theorie bzw. dem Konzept in der Praxissituation beigemessen wurde.
In einem ersten Auswertungsschritt wurde entschieden, ob die interviewte Person eine wissenschaftliche Theorie oder ein wissenschaftliches Konzept nannte (Dimension 1).2 War dies der Fall, so wurde die Qualität der Ausführungen in Hinblick auf die vier weiteren Dimensionen geratet (Dimensionen 2–5). Pro Dimension konnten 0–4 Punkte vergeben werden. Bezogen auf diese 4 Dimensionen lag der höchste erreichbare Qualitätsscore pro Interview somit bei 16 Punkten. Wurde im Interview keine wissenschaftliche Theorie oder kein wissenschaftlich fundiertes Konzept genannt, so wurden in Hinblick auf die vier weiteren Dimensionen (Dimensionen 2–5) null Punkte vergeben. Die Auswertung des Datenmaterials wurde von vier Rater*innen nach der Feststellung eines ausreichend hohen Maßes an Interrater-Reliabilität durchgeführt, die sich in unterschiedlichen Vorbereitungs- und Einschulungsphasen zwischen 0,926 und 0,869 bewegte (Katschnig und Geppert 2017, 2019).
Die Ergebnisse des Ratings zeigen, dass alle 24 interviewten Psychotherapeut*innen wissenschaftliche Theorien bzw. Konzepte nannten. Die Ratings, welche auf die Dimensionen 2–5 bezogen waren, ergaben einen Durchschnittsscore von 13,7.
Um die eruierten Werte des Samples der interviewten Psychotherapeut*innen mit den Werten von Angehörigen anderer psychosozialer Berufsgruppen vergleichen zu können, wurden in einem zweiten Schritt auch die Interviews eines Samples von 27 Lehrer*innen ausgewertet. Diese Lehrer*innen unterrichten in unterschiedlichen Schulformen und meldeten sich auf Grund unterschiedlicher Projektmitteilungen, in denen darüber informiert wurde, dass Lehrer*innen für Interviews über ihre Sicht des Theorie-Praxis-Verhältnisses gesucht werden.
Die Ratings der Interviews, die mit Lehrer*innen geführt wurden, ergeben deutlich niedrigere Werte. Von 27 interviewten Lehrer*innen nannten bloß 15 Personen eine wissenschaftliche Theorie bzw. ein wissenschaftliches Konzept. 12 Lehrer*innen nannten dezidiert keine wissenschaftliche Theorie, an der sie sich in ihrer Arbeit orientieren würden, und auch kein wissenschaftlich fundiertes Konzept, sodass in den Dimensionen 2–5 null Punkte vergeben wurden. Manche von ihnen führten stattdessen Alltagstheorien oder persönliche Überzeugungen an. Für die Qualität der Ausführungen der 27 Lehrer*innen wurde ein Durchschnittsscore von 5,2 Punkten ermittelt.
In der Tab. 1 werden die Ergebnisse der Ratings dargestellt. Die angegebenen Werte bezüglich der Dimensionen 2–5 stellen Durchschnittswerte dar, welche sich aus dem Rating der 24 Interviews mit Psychotherapeut*innen und dem Rating der 27 Interviews mit Lehrer*innen ergeben. Der Gesamtwert, der in der letzten Zeile zu lesen ist, ergibt sich aus der Summe der Durchschnittswerte.
Tab. 1
Darstellung der durchschnittlichen Punkte, die beim Raten von 24 Interviews mit psychoanalytisch ausgebildeten Psychotherapeut*innen und 27 Interviews mit Lehrer*innen vergeben wurden
Dimensionen
24 Psychoanalytische Psychotherapeut*innen
27 Lehrer*innen
1. Nennung einer wiss. Theorie/eines wiss. Konzepts
Alle 24 Personen nannten eine wiss. Theorie oder ein wiss. Konzept
15 von 27 Personen nannten eine wiss. Theorie oder ein wiss. Konzept
2. Qualität der Darstellung der Theorie/des Konzepts
3,5
1,3
3. Darstellung einer konkreten Praxissituation
3,4
1,6
4. Herstellen eines Bezugs zwischen Theorie/Konzept und Praxissituation
3,4
1,1
5. Darstellung der praxisleitenden Bedeutung der Theorie/des Konzepts
3,2
1,1
Gesamt (max. 16 Punkte)
13,7
5,2

Diskussion der Ergebnisse mit Bezug auf die Strukturen von Aus‑, Fort- und Weiterbildungen

Es bedarf weiterer Auswertungen und Untersuchungen, um empirisch gut abgesicherte Aussagen darüber machen zu können, worauf diese Unterschiede zurückzuführen sind. Führt man sich die unterschiedlichen Strukturen der Ausbildungen von Psychotherapeut*innen und Lehrer*innen vor Augen, so stützt dies allerdings die These eines Zusammenhangs zwischen Ausbildungsprozessen und Ratingergebnissen: Die Struktur der fachspezifischen Ausbildung von Psychotherapeut*innen sieht eine stärkere Orientierung von Praxis an einem weitgehend konsistenten Korpus an Theorie und eine stärkere Gewichtung der Verständigung darüber vor.
Historisch lässt sich dies bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts zurückverfolgen, als sich innerhalb der Psychoanalyse zunächst in Wien, dann in Berlin und schließlich auf internationaler Ebene die Überzeugung durchsetzte, dass es zur Ausübung von Psychotherapie einer speziellen Ausbildung bedarf, die vor allem aus den drei Säulen Selbsterfahrung, Theorieaneignung und Supervision von therapeutischer Praxis („Kontrollanalyse“) zu bestehen hat (Datler 1995, S. 30 ff.; Schröter 2002, S. 878). Damit im Sinne eines psychoanalytischen Theorieverständnisses psychotherapeutisch gearbeitet werden kann, ist es aus dieser Perspektive nötig, in diesen drei Bereichen über viele Jahre hinweg Ausbildungserfahrungen zu sammeln und miteinander zu verknüpfen. Dass dabei auch der langjährigen supervisorischen Besprechung dieser Erfahrungen mit erfahrenen Psychoanalytiker*innen viel Raum gegeben wird, dürfte die Entwicklung der Fähigkeit unterstützen, über die Orientierung von Praxis an wissenschaftlichen Theorien und Konzepten auf einem vergleichsweise hohen Qualitätsniveau Auskunft geben zu können.
Im Zuge der weiteren Analysen der WIRTH-Interviews und in den geplanten vertiefenden Interviews wird nicht nur dieser Annahme, sondern auch der Frage nachzugehen sein, welche Bedeutung die Orientierung an wissenschaftlichen Theorien und Konzepten in der unmittelbaren Versorgungsarbeit dieser Psychotherapeut*innen aus ihrer Sicht hat.
Dem möchten wir abschließend drei ergänzende Anmerkungen hinzufügen.
(1.) In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts machte sich mancherorts die Auffassung breit, dass auch die Aus- und Weiterbildung von Personen, die in nicht-psychotherapeutischen pädagogischen Kontexten arbeiten, neben der Vermittlung von Theorie die Elemente der Selbsterfahrung und Supervision von Praxis enthalten sollte. Es kam zur Ausarbeitung von entsprechend strukturierten Aus- und Weiterbildungsgängen (Datler et al. 2002; Aichhorn 2004; APP 2021; FAPP 2021). Zu diesen zählt auch die Weiterbildung von Lehrer*innen zu Psychagog*innen im Rahmen eines psychoanalytisch orientierten Universitäts- und Hochschullehrgangs, der in Wien durchgeführt wird (Barta und Tomandl 2011; Datler et al. 2011).
Neben den 27 erwähnten Interviews mit Lehrer*innen konnten bislang 5 weitere Interviews mit Personen geführt werden, welche zusätzlich zu ihrer Ausbildung als Lehrer*innen solch eine psychagogische Weiterbildung absolviert haben und auch als Psychagog*innen tätig sind (vgl. Strobl und Datler 2020). Die Auswertung dieser Interviews zeigt (Tab. 2), dass alle fünf Psychagog*innen wissenschaftliche Theorien oder Konzepte nannten. In Hinblick auf die Auswertungsdimensionen weisen sie im Vergleich mit der Gruppe der interviewten Lehrer*innen deutlich höhere Werte auf. Der erreichte Gesamtscore von 12 liegt dem Gesamtscore der Psychotherapeut*innen (13,5) weit näher als dem Gesamtscore der Lehrer*innen (5,2).
Tab. 2
Darstellung der durchschnittlichen Punkte, die beim Raten von 24 Interviews mit psychoanalytisch ausgebildeten Psychotherapeut*innen, 27 Interviews mit Lehrer*innen und 5 Interviews mit Psychagog*innen vergeben wurden
Dimensionen
24 Psychoanalytische Psychotherapeut*innen
27 Lehrer*innen
5 Psychagog*innen
1. Nennung einer wiss. Theorie/eines wiss. Konzepts
Alle 24 Personen nennen eine wiss. Theorie oder ein wiss. Konzept
15 von 27 Personen nennen eine wiss. Theorie oder ein wiss. Konzept
Alle 5 Personen nennen eine wiss. Theorie oder ein wiss. Konzept
2. Qualität der Darstellung der Theorie/des Konzepts
3,5
1,3
2,8
3. Darstellung einer konkreten Praxissituation
3,4
1,6
3,4
4. Herstellen eines Bezugs zwischen Theorie/Konzept und Praxissituation
3,4
1,1
3,2
5. Darstellung der praxisleitenden Bedeutung der Theorie/des Konzepts
3,2
1,1
2,6
Gesamt (max. 16 Punkte)
13,7
5,2
12
Auch wenn sich die Anzahl der interviewten Psychagog*innen bislang bescheiden ausnimmt, stützen die Ergebnisse des Ratings die Annahme eines Zusammenhangs zwischen (a) der Struktur der absolvierten Aus‑, Fort- und Weiterbildungen und (b) der Fähigkeit, über die Orientierung von Praxis an wissenschaftlichen Theorien und Konzepten auf einem gehobenen Qualitätsniveau Auskunft geben zu können:
  • Sollen Psychotherapeut*innen und andere psychosozial tätige Personen die Fähigkeit entwickeln, über die Orientierung ihrer Praxis an Theorie (zumindest exemplarisch) präzise Auskunft geben zu können, so bedarf es in Prozessen der Aus‑, Fort- und Weiterbildung diesbezüglich spezifischer Bemühungen.
  • Aus- und Weiterbildungsgänge, welche die Kernelemente Selbsterfahrung, Theorieaneignung und Supervision geleisteter Praxis aufweisen, scheinen einen geeigneten Rahmen dafür abzugeben, dass solche Bemühungen erfolgreich verlaufen.
(2.) Eine enge Verschränkung von Selbsterfahrung, Theorieaneignung und Supervision geleisteter Praxis findet sich nicht nur in psychoanalytisch orientierten Aus- und Weiterbildungen: Mit der Verabschiedung des österreichischen Psychotherapiegesetzes wurde eine solche Ausbildungsstruktur österreichweit für alle fachspezifischen Psychotherapieausbildungen in der Absicht gesetzlich verankert, angehende Psychotherapeut*innen zur eigenverantwortlichen Arbeit „mit wissenschaftlich-psychotherapeutischen Methoden“ zu qualifizieren.
In diesem Zusammenhang wird von den Lehrtherapeut*innen aller fachspezifischen Ausbildungseinrichtungen erwartet, dass sie neben einer abgeschlossenen Psychotherapieausbildung und einer zumindest fünfjährigen praktischen psychotherapeutischen Tätigkeit weitere Aktivitäten „in Form von Vortragsreihen, Publikationen, wissenschaftlichen Tätigkeiten, Fortbildungsseminaren usw.“ nachweisen können (Kierein et al. 1991, S. 130). Die Vorstellung, dass Lehrtherapeut*innen aller fachspezifischen Ausbildungseinrichtungen in der Lage sein sollten, sich mit Ausbildungskandidat*innen über die Orientierung ihrer Praxis an wissenschaftlichen Theorien und Konzepten zu verständigen, liegt daher nahe. Es wäre folglich lohnenswert, in das Projekt TheoPrax weitere Interviews mit Psychotherapeut*innen einzubeziehen, deren methodenspezifische Ausbildung unterschiedlichen Clustern zuzurechnen sind. Diesbezüglich wurden erste Kooperationsgespräche geführt.
(3.) In absehbarer Zeit wird mit der zweiten Projektphase begonnen werden, in der vertiefende Folgeinterviews mit einzelnen Personen über deren Aus‑, Fort- und Weiterbildungserfahrungen geführt werden. Die Auswertung dieser Folgeinterviews mit qualitativ-empirischen Methoden wird weitere Möglichkeiten der Diskussion der bislang vorliegenden Untersuchungsergebnisse eröffnen.
Darüber hinaus ist beabsichtigt, die Planung weiterer Interviews so zu gestalten, dass die Ergebnisse der Ratings unter Miteinbeziehung weiterer Daten die Möglichkeit eröffnen, die folgende These mit Hilfe empirisch-quantitativer Untersuchungsmethoden zu prüfen:
  • Sollen psychosozial Tätige auf einem hohen Qualitätsniveau die Fähigkeit entwickeln, über die Orientierung ihre Praxis an wissenschaftlichen Theorien und Konzepten präzise Auskunft geben zu können, so ist es förderlich, wenn eine enge Verschränkung von Selbsterfahrung, Theorieaneignung und Supervision geleisteter Praxis in Aus‑, Fort- und Weiterbildungsgängen in einer Weise verankert wird, die den Vorgaben des österreichischen Psychotherapiegesetzes für die Ausbildung von Psychotherapeut*innen nahe kommt.
Kann diese These gestützt werden, so wird es unter Berücksichtigung vorliegender Befunde und forschungsmethodischer Diskussionen weiterer Untersuchungen bedürfen, um differenziertere Einblicke in Prozesse der Entwicklung professioneller Kompetenzen gewinnen zu können, die sich aktuellen Forschungsarbeiten zufolge als äußerst komplex erweisen (Hill und Knox 2013, S. 802ff.).

Interessenkonflikt

B. Strobl und W. Datler geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
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Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Fußnoten
1
TheoPrax steht als Akronym für den Langtitel des Forschungsprojekts „Die Bedeutung von Theorie für psychosoziale Praxis aus der Sicht von Akteur*innen: Eine Untersuchung der mentalen Repräsentation praxisleitender Theorien“. Das Projekt wird im Arbeitsbereich Psychoanalytische Pädagogik des Instituts für Bildungswissenschaft der Universität Wien unter der Leitung von Wilfried Datler und der Koordination von Bernadette Strobl durchgeführt.
 
2
Einer genannten Theorie oder einem genannten Konzept wurde dann das Attribut „wissenschaftlich“ zugesprochen, wenn deren bzw. dessen Darstellung in der wissenschaftlichen Literatur zu finden ist. Die Interviewten müssen in der Kurzdarstellung der Theorie oder des Konzepts zumindest seine Bezeichnung, Vertreter*innen der Theorie oder zentrale Begriffe anführen. In den Interviews wurden unterschiedlich komplexe Theorien und Konzepte mit unterschiedlicher Reichweite und Praxisrelevanz genannt, darunter auch Theorien, die der wissenschaftlichen Reflexion und Analyse von Praxis dienen.
 
Literatur
Zurück zum Zitat Aichhorn, Th (2004). Bericht über die psychoanalytisch-pädagogische Ausbildung im Rahmen der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung bis 1938. Mit Dokumenten. Luzifer-Amor. Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 34, 7–34. Aichhorn, Th (2004). Bericht über die psychoanalytisch-pädagogische Ausbildung im Rahmen der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung bis 1938. Mit Dokumenten. Luzifer-Amor. Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 34, 7–34.
Zurück zum Zitat Barta, A., & Tomandl, Ch (2011). Die Wiener Psychagogik 1975–2010. Grundzüge und historische Entwicklung – Ausbildung – Qualitätssicherung. heilpädagogik. Fachzeitschrift der Heilpädagogischen Gesellschaft Österreich, 54(4), 13–22. Barta, A., & Tomandl, Ch (2011). Die Wiener Psychagogik 1975–2010. Grundzüge und historische Entwicklung – Ausbildung – Qualitätssicherung. heilpädagogik. Fachzeitschrift der Heilpädagogischen Gesellschaft Österreich, 54(4), 13–22.
Zurück zum Zitat Datler, W. (1995). Bilden und Heilen. Auf dem Weg zu einer pädagogischen Theorie psychoanalytischer Praxis. Zugleich ein Beitrag zur Diskussion um das Verhältnis zwischen Psychotherapie und Pädagogik. Mainz: Matthias Grünewald. Datler, W. (1995). Bilden und Heilen. Auf dem Weg zu einer pädagogischen Theorie psychoanalytischer Praxis. Zugleich ein Beitrag zur Diskussion um das Verhältnis zwischen Psychotherapie und Pädagogik. Mainz: Matthias Grünewald.
Zurück zum Zitat Datler, W., Datler, M., Sengschmied, I., & Wininger, M. (2002). Psychoanalytisch-pädagogische Konzepte der Aus- und Weiterbildung. Eine Literaturübersicht. In U. Finger-Trescher, H. Krebs, B. Müller & J. Gstach (Hrsg.), Professionalisierung in sozialen und pädagogischen Feldern. Jahrbuch für Psychoanalytische Pädagogik 13. (S. 141–171). Gießen: Psychosozial-Verlag. Datler, W., Datler, M., Sengschmied, I., & Wininger, M. (2002). Psychoanalytisch-pädagogische Konzepte der Aus- und Weiterbildung. Eine Literaturübersicht. In U. Finger-Trescher, H. Krebs, B. Müller & J. Gstach (Hrsg.), Professionalisierung in sozialen und pädagogischen Feldern. Jahrbuch für Psychoanalytische Pädagogik 13. (S. 141–171). Gießen: Psychosozial-Verlag.
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Zurück zum Zitat Fischer, M. (2010). Über das Verhältnis von Wissen und Handeln in der beruflichen Arbeit und Ausbildung. In D. Münk & A. Schelten (Hrsg.), Kompetenzermittlung für die Berufsbildung. Verfahren, Probleme und Perspektiven im nationalen, europäischen und internationalen Raum. Berichte zur beruflichen Bildung (S. 237–250). Bonn: Berufsinstitut für Berufsbildung. Fischer, M. (2010). Über das Verhältnis von Wissen und Handeln in der beruflichen Arbeit und Ausbildung. In D. Münk & A. Schelten (Hrsg.), Kompetenzermittlung für die Berufsbildung. Verfahren, Probleme und Perspektiven im nationalen, europäischen und internationalen Raum. Berichte zur beruflichen Bildung (S. 237–250). Bonn: Berufsinstitut für Berufsbildung.
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Metadaten
Titel
Psychotherapeutisch Tätige geben Auskunft: Zur Entwicklung der Fähigkeit, die Orientierung von Praxis an Theorie narrativ darzustellen. Eine Pilotstudie aus dem Projekt TheoPrax
verfasst von
Bernadette Strobl
Wilfried Datler
Publikationsdatum
17.06.2021
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Psychotherapie Forum / Ausgabe 1-2/2021
Print ISSN: 0943-1950
Elektronische ISSN: 1613-7604
DOI
https://doi.org/10.1007/s00729-021-00178-1

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