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28.02.2020 | Psychosomatik | originalarbeit | Ausgabe 2/2020 Open Access

neuropsychiatrie 2/2020

Sensibilisierungstrainings gegenüber häuslicher Gewalt für medizinisches Fachpersonal. Sind diese auch effizient?

Zeitschrift:
neuropsychiatrie > Ausgabe 2/2020
Autoren:
PD Dr. Thomas Beck, Iris Trawöger, David Riedl, Astrid Lampe
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Hintergrund

Untersuchungen der Europäischen Union folgend, sind 33 % aller Frauen ab dem 15. Lebensjahr von häuslicher Gewalt betroffen und wenden sich bei der Suche nach Hilfe vorwiegend an das Gesundheitssystem.
Das Erleben von Gewalt hat schwerwiegende Folgen nicht nur auf die psychische, sondern auch auf die körperliche Gesundheit der Betroffenen. So kommt es neben Verletzungsfolgen, u. a. zu unerklärbaren Schmerzen, gastrointestinalen Beschwerden oder Problemen im Bereich der reproduktiven Medizin.
Nachdem sich viele der Betroffenen auf der Suche nach Unterstützung zuerst an das Gesundheitssystem wenden, kommt dem medizinischen Fachpersonal auch hier eine Schlüsselrolle zu, wodurch Sensibilisierungstrainings für die Berufsgruppen immer bedeutender werden.

Methode

Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Sensibilisierungstrainings gegenüber häuslicher Gewalt wurden vor und nach dem Training mit Hilfe eines Fragebogens zu ihrer empfundenen Sicherheit im Umgang mit von Gewalt betroffenen Patientinnen und Patienten befragt.

Ergebnisse

Die Evaluation eines Schulungszyklus am Landeskrankenhaus Innsbruck zeigte signifikante Verbesserungen im subjektiven Sicherheitsgefühl im Umgang mit gewaltbetroffenen Patientinnen und Patienten.

Fazit für die Praxis

Ein strukturierter Aufbau der Sensibilisierungstrainings mit Basiskursen und Aufbauseminaren, sowie einem Fokus auf Beziehungsaufbau und Umgang mit Emotionen erscheint sinnvoll.

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