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01.12.2014 | Neurologie | Ausgabe 6/2014

psychopraxis. neuropraxis 6/2014

Psychose bei hochaktivem MS-Verlauf

Eine komplexe neuropsychiatrische Patientin mit großer Lebenslust und wechselhafter Compliance

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis > Ausgabe 6/2014
Autoren:
Dr. Nora Hergovich, Elisabeth Fertl
Wichtige Hinweise
Ein Erratum zu diesem Beitrag ist unter http://​dx.​doi.​org/​10.​1007/​s00739-015-0228-3 zu finden.

Zusammenfassung

Das therapeutische Angebot im Bereich der multiplen Sklerose (MS) hat sich in den letzten Jahren erheblich erweitert. Für primär hochaktive Verläufe oder Therapieversager unter immunmodulatorischer Basistherapie steht seit 2006 mit Natalizumab (Tysabri®) ein hochwirksamer und gut verträglicher rekombinanter monoklonaler Antikörper zur Verfügung. Im Gegensatz zu anderen Substanzen, die in der Therapie der multiplen Sklerose zur Verwendung gelangen (Kortikosteroide, β-Inferferon) liegen bislang keine Fallberichte zu psychotischen Episoden unter der immunmodulatorischen Therapie mit Natalizumab vor. Neben möglichen Medikamentennebenwirkungen wird seit vielen Jahren eine regionale Demyelinisierung als ein Erklärungsmodell für das vermehrte Auftreten psychiatrischer bzw. psychotischer Symptomatome bei MS-Patienten angenommen. Diverse Fallstudien berichten, dass sowohl die Lokalisation der Plaques als auch die Größe und Ausdehnung der Läsionen in engem Zusammenhang mit der Entwicklung psychotischer Symptome stehen. Bemerkenswert an dieser Falldarstellung ist die Koinzidenz von hochaktiver schubhafter MS und einer phasenhaft verlaufenden Psychose. Erschwert war das medizinische Management durch die unter laufender Natalizumab-Therapie aufgetretene Schwangerschaft.

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Literatur
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