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24.11.2020 | Psychiatrie Psychosomatik Psychotherapie | Psychiatrie | Ausgabe 6/2020 Open Access

psychopraxis. neuropraxis 6/2020

Glücksspielabhängigkeit: Diagnostik und Therapie einer Verhaltensabhängigkeit

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis > Ausgabe 6/2020
Autor:
Ass. Prof. Dr. Peter Berger
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Nach jahrelangem, häufigen Glücksspielverhalten, bei dem das Glücksspiel von den Patienten positiv und als wirksames Mittel zur Angst- und Stimmungsregulation erlebt wird, kann sich eine Glücksspielabhängigkeit entwickeln. Typisch für diese erste Phase ist, dass kein ausreichendes Problembewusstsein besteht, obwohl bereits einzelne Probleme entstanden sind. Auch in der Phase der ausgeprägten Abhängigkeit entwickelt sich nur langsam Krankheitseinsicht, und die Motivation zur Behandlung ist ambivalent. Die zunehmende psychische Belastung führt dazu, dass das Glücksspiel zunehmend als negativ und belastend erlebt wird. Daraus ergeben sich oft erst die entsprechende Krankheitseinsicht und Motivation zur Behandlung. Trotzdem bleibt die Problematik schambesetzt. Daher sollte als erster Behandlungsschritt den Patienten das nötige Verständnis für ihre Erkrankung vermittelt werden.
Literatur
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