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01.06.2015 | übersicht | Ausgabe 2/2015

neuropsychiatrie 2/2015

Psyche und Soma – was kann der Konsiliar- und Liaisonpsychiater beitragen?

Zeitschrift:
neuropsychiatrie > Ausgabe 2/2015
Autor:
MBA Prof. Dr. med. Albert Diefenbacher
Wichtige Hinweise
Vortrag: Psyche und Soma, 14. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Gmunden, 23.–26. April 2014

Zusammenfassung

In den letzten Jahrzehnten ist es in den deutschsprachigen Ländern zu einer zunehmenden Integration von Psychiatrie und Psychosomatik in die (somatische) Medizin gekommen. Eine wesentliche Rolle hierbei spielen auf der praktisch-klinischen Ebene die Koniliar-Liaisonpsychiater und Psychosomatiker. Im vorliegenden Beitrag wird zunächst ein Schwerpunkt der Konsiliar-Liaisonpsychiatrie diskutiert, nämlich Diagnostik und Therapie von Menschen mit Demenz im Allgemeinkrankenhaus, die durch ihre Grunderkrankung oder durch zusätzlich sich entwickelnde Delirien mit Verhaltensauffälligkeiten mehr und mehr zu einer Herausforderung für die somatischen Stationen werden. Exemplarisch wird hier die Rolle des Konsiliar-Liaisonpsychiaters als Vermittler von neueren Behandlungsansätzen dargestellt, die wesentlich auf ein „Empowerment“ der somatischen Behandler (Ärzte und vor allem Pflegepersonal) in der Versorgung dieser Klientel zielt. Es wird argumentiert, dass gerade das Delir bei Demenz ein Beispiel für eine biopsychosoziale Erkrankung darstellt. Des Weiteren wird anhand von zwei Beispielen die mögliche Mediatorenfunktion von Konsiliar-Liaisonpsychiatern im Bereich von somatischer und psychologischer Medizin dargestellt, und zwar zum einen in der Kooperation mit Hausärzten, zum anderen bei der Versorgung von Patienten, die sich in den Notaufnahmen- und Rettungsstellen der Allgemeinkrankenhäuser vorstellen. Abschließend werden einige aktuelle Aspekte des Berufsbildes des Konsiliar-Liaisonpsychiaters dargestellt. Insgesamt wird argumentiert, dass sich die Konsiliar-Liaisonpsychiatrie in den kommenden Jahren nicht auf eine „Feuerwehrfunktion“, das heißt die Behandlung einzelner akut psychiatrisch kranker Patienten im Allgemeinkrankenhaus beschränken darf, sondern vielmehr eine aktive Rolle bei der Weiterentwicklung von Strukturen übernehmen muss, die insbesondere der Herausforderung durch die Zunahme an hochbetagten Patienten in der medizinischen Versorgung mit den damit einhergehenden Problemen gerecht wird.

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