Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

01.03.2019 | originalarbeit | Ausgabe 3/2019

ProCare 3/2019

Prozessanalyse einer interdisziplinären onkologischen Ambulanz eines Klinikums der Maximalversorgung

Tätigkeitsanalyse von Medizinischen Fachangestellten

Zeitschrift:
ProCare > Ausgabe 3/2019
Autoren:
M. Opelt, M. Steudtner, C. Jacob

Zusammenfassung

Einleitung

Aufgrund der Zunahme von altersbedingten Erkrankungen auf der einen und des zunehmenden Fachkräftemangels auf der anderen Seite ist es für Gesundheitseinrichtungen essentiell, Handlungsabläufe und Strukturen zu optimieren. Da sich insbesondere interdisziplinäre Ambulanzen bzw. Zentren durch Personalintensivität auszeichnen, verdeutlichen sich gerade hier Optimierungs- sowie Einsparpotentiale. Ziel war es daher, potentielle Schwachstellen und Optimierungspotentiale einer interdisziplinären onkologischen Ambulanz zu identifizieren.

Methodik

Im Mittelpunkt der Untersuchung stand eine Tätigkeitsanalyse der Berufsgruppe der Medizinischen Fachangestellten (MFA). Diese wurde in einem Zeitraum von sechs Wochen mittels halbstrukturierten Experteninterviews sowie einer nichtteilnehmenden, offenen Beobachtung durchgeführt. Dem ging die Entwicklung eines Beobachtungsbogens voraus. Weiterhin wurden retrospektiv für einen Einjahreszeitraum die Patientenzahlen sowie Wartezeiten für diese Ambulanz analysiert.

Ergebnisse

In der Tätigkeitsanalyse der MFA konnten 16 Tätigkeitsübergruppen mit insgesamt 87 Tätigkeitskategorien eruiert werden. Die höchsten Zeitanteile nahmen dabei digitale Aktenbearbeitungen im Krankenhausinformationssystem (KIS) mit 23,4 %, gefolgt von den Tätigkeiten aus der jeweiligen Sprechstunde mit 17,9 % und dem Führen von Gesprächen mit 13,0 % ein. In der retrospektiven Analyse zeigte sich im Zeitraum von August bis November 2016 ein Patientenaufkommen von insgesamt 2613 Patienten, von dem 43,2 % (1128 Patienten) auf den Fachbereich Dermatologie (DER) entfiel. Die Patientenwartezeiten in der Ambulanz lagen fachbereichsübergreifend bei durchschnittlich 25min, die Wartezeiten auf einen Termin bei acht Tagen.

Diskussion

Optimierungspotentiale zeigten sich vor allem in der Patienteneinbestellung, da Über- und Unterauslastungen der Ambulanz festgestellt wurden. Weiterhin offenbarte die Tätigkeitsanalyse Verbesserungsmöglichkeiten in den Arbeitsabläufen der MFA, wie beispielsweise eine Reduktion von Doppeldokumentation oder die Neugestaltung der Telefonbetreuung. Die Zertifizierungsanforderungen der DKG hinsichtlich der Wartezeiten wurden erfüllt.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 3/2019

ProCare 3/2019 Zur Ausgabe