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24.05.2018 | Originalien | Ausgabe 2/2018 Open Access

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2/2018

Primär biliäre Cholangitis in Graz: Präsentation, Verlauf und Outcome

Zeitschrift:
Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen > Ausgabe 2/2018
Autoren:
PD Dr. Gernot Zollner, Jürgen Prattes, Alexandra Nemeth

Zusammenfassung

Präsentation, klinischer Verlauf und Outcome von Patienten mit primär biliärer Cholangitis (PBC) sind in Mitteleuropa nicht ausreichend beschrieben. Diese Arbeit untersucht demographische und klinische Daten und charakterisiert den Krankheitsverlauf der PBC am Patientenkollektiv am Universitätsklinikum Graz. Die Krankenakten von Patienten mit der Diagnose PBC, die im Zeitraum von 2004–2015 am Universitätsklinikum Graz in Betreuung waren, wurden retrospektiv untersucht. Erhoben wurden die Daten zum Zeitpunkt der Erstdiagnose und bei der letzten Kontrolle (Follow-up). Insgesamt wurden 95 Patienten (89 Frauen, 6 Männer) identifiziert. Das mediane Alter bei Erstdiagnose betrug 53 Jahre. Die alkalische Phosphatase (AP) war bei Erstdiagnose bei 60 % der Patienten um weniger als das 2‑Fache der Norm erhöht. 39 % der Patienten wiesen bei Erstdiagnose Symptome, wie Pruritus, Müdigkeit, Oberbauchbeschwerden oder eine Sicca-Symptomatik, auf. Eine Leberhistologie bei der Erstdiagnose lag bei 35 % aller Fällen vor (histologisches Stadium I nach Ludwig, n = 28; Stadium II, n = 5; Stadium III, n = 1; Stadium IV, n = 1). Das mediane Follow-up betrug 7 (1–21) Jahre. Die Mehrzahl der Patienten (69 %) hatte in der FibroScan®-Messung im Follow-up eine F0/F1-Fibrose. Eine Leberzirrhose lag in 10 Fällen (11 %) vor. Zwei mit der PBC assoziierte Todesfälle wurden verzeichnet. Ein inadäquates Ansprechen auf die Therapie mit Ursodesoxycholsäure lag in 30 % aller Fälle vor. Zusammenfassend sind in unserem Kollektiv eine deutliche Erhöhung der AP (>2- bis 4‑Fache der Norm) und ein schlechtes Outcome (Entwicklung einer Zirrhose, Tod, Transplantation) seltener als in der Literatur angegeben, während demographische Daten durchaus mit denen aus anderen Arbeiten vergleichbar sind.
Literatur
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