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27.08.2022 | Prävention und Gesundheitsförderung

Ein durch Zahlen erhärtetes Klischee

verfasst von: Martin Krenek-Burger

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Mehr als zwei Drittel der Österreicher schätzen ihren Gesundheitszustand zumindest als gut ein, 19 Prozent sogar als sehr gut. Regional werden deutliche Unterschiede sichtbar. Aber wieso?

Nur elf Prozent der Burgenländer beurteilen ihren Gesundheitszustand mit sehr gut, in Vorarlberg dagegen jeder Vierte. So steht es schwarz auf weiß im Austrian Health Report 2022 . Die repräsentative Studie zu Gesundheitsbefinden, Auswirkung der Pandemie, Zugang zum Gesundheitssystem und Vertrauen in Arzneimittel wurde kürzlich veröffentlicht.

„Der Austrian Health Report im Auftrag von Sandoz Österreich bestätigt das gesundheitliche West-Ost-Gefälle, welches auch in anderen Erhebungen schon festgestellt werden konnte. Dies sollte als Auftrag an die Gesundheitspolitik für intensivere gesundheitsfördernde Maßnahmen verstanden werden. Zur Finanzierung kann ein effizienterer Mitteleinsatz, z. B. durch Anhebung des Generika-Verschreibungsanteils, wesentlich beitragen“, sagt Dr. Wolfgang Andiel, Head External Affairs und Market Access Sandoz Austria. Andiel ist Präsident des Österreichischen Generikaverbandes OeGV.

Beispielsweise liegen die Burgenländer bei den chronischen Gesundheitsproblemen vorne respektive hinten: 38 Prozent der Bewohner des östlichsten Bundeslandes geben chronische Beschwerden an, 22 Prozent brauchen regelmäßig Behandlungen, 38 Prozent wiederum regelmäßig Medikamente.

Eine Ursache ist laut Andiel wohl im Wohlstandsgefälle zu suchen. So ist der Anteil armutsgefährdeter Menschen im Osten des Bundesgebietes höher, wie auch die Arbeitslosigkeit. Dazu kommt eine geringere Neigung zu privaten Gesundheitsausgaben.

Das vor zwei Jahren herausgekommene Factbook „Leistungskraft regionaler Gesundheitssysteme in Zeiten von COVID-19“ ( https://tinyurl.com/yyenuj2m ) weist für das östlichste Bundesland „einige gesundheitliche Probleme“ aus. Die Lebenserwartung in guter Gesundheit ist demnach „am niedrigsten von allen Ländern und erreicht etwa 63 Jahre“. Das Burgenland habe Probleme beim Körpergewicht. Trotzdem seien die Kosten des Gesundheitssystems unterdurchschnittlich. Pro Kopf werde weniger für ambulante und stationäre Pflege ausgegeben.

Weitere Informationen:

https://tinyurl.com/yyenuj2m

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Metadaten
Titel
Ein durch Zahlen erhärtetes Klischee
Publikationsdatum
27.08.2022

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