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31.10.2018 | Originalien | Ausgabe 4/2018 Open Access

Journal für Klinische Endokrinologie und Stoffwechsel 4/2018

Postprandiale Hypoglykämie nach Magenbypass

Zeitschrift:
Journal für Klinische Endokrinologie und Stoffwechsel > Ausgabe 4/2018
Autoren:
Dr. Sabina Smajis, Michael Krebs

Zusammenfassung

Bariatrische Operationen haben sich in der Behandlung der Adipositas als Therapieoption bewährt. Zu den postoperativen Risiken gehört neben dem Dumpingsyndrom auch die postprandiale Hypoglykämie. Sie entwickelt sich oft erst einige Monate bis Jahre nach der Operation und kann in Einzelfällen mit bedrohlichen Symptomen wie Bewusstseinsstörungen und Krampfanfällen einhergehen. Als eine wichtige Ursache gilt die inkretininduzierte inadäquate postprandiale Hyperinsulinämie. Auch erhöhte präoperative Konzentrationen von Insulin-like Growth Factor 1 (IGF-1) können mit einem erhöhten Risiko für die postprandiale Hypoglykämie verbunden sein.
Grundlage der Therapie ist eine intensive diätologische Betreuung mit Identifikation der auslösenden Mahlzeiten. Schnell resorbierbare Kohlehydrate sollten generell vermieden werden. Medikamente wie Acarbose können den postprandialen Glukoseanstieg reduzieren und damit den Stimulus für die Insulinsekretion minimieren.
Insgesamt ist die postprandiale Hypoglykämie noch nicht ausreichend erforscht; die Entwicklung standardisierter diagnostischer Tests ist dringend erforderlich.
Literatur
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