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30.04.2019 | Leitthema | Sonderheft 1/2019

Pädiatrie & Pädologie 1/2019

Persönliche Verantwortung und Verantwortungsübernahme in Systemen

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie > Sonderheft 1/2019
Autor:
Prof. Dr. Ulrich Hoffrage
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Verantwortung bedeutet, Antworten geben zu können, sei es auf Fragen von Betroffenen oder des eigenen Gewissens. Um in diesem Sinn Verantwortung tragen zu können, ist es gut, über einen inneren moralischen Kompass zu verfügen, der einem zuverlässig anzeigt, was ethisch ist und was nicht. Doch leider funktioniert dieser Kompass nicht immer. Ethische Blindheit ist ein Zustand, in dem jemand vorübergehend die ethischen Dimensionen des eigenen Verhaltens nicht mehr sieht. Dieser Zustand kann durch ein Zusammenspiel von Personen- und kontextuellen Faktoren begünstigt werden. Innerhalb der Person lassen sich sogenannte kognitive Frames (d. h. mentale Strukturen) lokalisieren und außen können 3 Kontextebenen unterschieden werden: Makro, Meso und die der unmittelbaren Situation. Die Wirkung dieser Faktoren wird durch Beispiele illustriert, vornehmlich solche, die zu unethischem Verhalten führen bzw. geführt haben und damit die Fähigkeit zu verantwortungsvollem Handeln infrage stellen. Philip Zimbardos 10-Punkte-Programm für verantwortliches Handeln kann als Versuch gesehen werden, das Risiko für ethische Blindheit zu verringern und Menschen für Verantwortungsübernahme zu stärken.

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Literatur
Über diesen Artikel

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