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Persönliche Verantwortung und Verantwortungsübernahme in Systemen

  • 30.04.2019
  • Leitthema
Erschienen in:

Zusammenfassung

Verantwortung bedeutet, Antworten geben zu können, sei es auf Fragen von Betroffenen oder des eigenen Gewissens. Um in diesem Sinn Verantwortung tragen zu können, ist es gut, über einen inneren moralischen Kompass zu verfügen, der einem zuverlässig anzeigt, was ethisch ist und was nicht. Doch leider funktioniert dieser Kompass nicht immer. Ethische Blindheit ist ein Zustand, in dem jemand vorübergehend die ethischen Dimensionen des eigenen Verhaltens nicht mehr sieht. Dieser Zustand kann durch ein Zusammenspiel von Personen- und kontextuellen Faktoren begünstigt werden. Innerhalb der Person lassen sich sogenannte kognitive Frames (d. h. mentale Strukturen) lokalisieren und außen können 3 Kontextebenen unterschieden werden: Makro, Meso und die der unmittelbaren Situation. Die Wirkung dieser Faktoren wird durch Beispiele illustriert, vornehmlich solche, die zu unethischem Verhalten führen bzw. geführt haben und damit die Fähigkeit zu verantwortungsvollem Handeln infrage stellen. Philip Zimbardos 10-Punkte-Programm für verantwortliches Handeln kann als Versuch gesehen werden, das Risiko für ethische Blindheit zu verringern und Menschen für Verantwortungsübernahme zu stärken.
Titel
Persönliche Verantwortung und Verantwortungsübernahme in Systemen
Verfasst von
Prof. Dr. Ulrich Hoffrage
Publikationsdatum
30.04.2019
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Pädiatrie & Pädologie / Ausgabe Sonderheft 1/2019
Print ISSN: 0030-9338
Elektronische ISSN: 1613-7558
DOI
https://doi.org/10.1007/s00608-019-0679-5
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