Zum Inhalt

Fieberhafter Harnwegsinfekt im Kindesalter

Ist eine invasive Diagnostik immer notwendig?

Erschienen in:

Zusammenfassung

Harnwegsinfekte im Kindesalter sind ein ernst zu nehmendes Erkrankungsbild. Abgesehen von der Akutmorbidität, welche häufig eine stationäre Krankenhausbehandlung notwendig macht, können sie zu langfristigen Nierenfunktionseinschränkungen führen. Insbesondere der Harnwegsinfekt im Säuglingsalter und der rezidivierende fieberhafte Harnwegsinfekt des Kindes sollten besondere Beachtung hinsichtlich der langfristigen Einschränkung der Nierenfunktion finden. Die Indikation für eine weiterführende Diagnostik sollte einer sinnvollen Prüfung unterzogen werden. Fehlbildungen des Harntraktes in Kombination mit fieberhaften Harnwegsinfekten stellen einen relevanten Risikofaktor für die Entstehung einer späteren dialysepflichtigen Niereninsuffizienz dar. Zur primären Diagnostik eines Harnwegsinfekts zählen neben Anamnese und klinischer Untersuchung die adäquate Urin- sowie Laboruntersuchung und eine Sonographie der Harnorgane. Eine weiterführende Abklärung ist bei anatomischen Auffälligkeiten oder einem gesicherten fieberhaften Harnwegsinfekt indiziert und besteht, je nach Alter des Kindes und Befundkonstellation, primär entweder aus einem Miktionszystourethrogramm oder einer statischen Nierenszintigraphie. Diese Untersuchungen können einen relevanten vesikoureteralen Reflux, mögliche assoziierte Risikofaktoren und/oder eine bereits bestehende Nierenparenchymschädigung feststellen. Diese Information ist zur Entscheidung über eine weitere Behandlung, ggf. inklusive antibiotischer Prophylaxe oder operativer Behandlung, zur Verhinderung weiterer Harnwegsinfekte und einer möglichen dauerhaften Nierenfunktionseinschränkung essenziell.
Titel
Fieberhafter Harnwegsinfekt im Kindesalter
Ist eine invasive Diagnostik immer notwendig?
Verfasst von
Justus König
Bernhard Haid
Josef Oswald
Publikationsdatum
13.01.2020
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Journal für Urologie und Urogynäkologie/Österreich / Ausgabe 2/2020
Print ISSN: 1023-6090
Elektronische ISSN: 1680-9424
DOI
https://doi.org/10.1007/s41972-019-00091-5
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

www.gesundheitswirtschaft.at (Link öffnet in neuem Fenster)

Mit den beiden Medien ÖKZ und QUALITAS unterstützt Gesundheitswirtschaft.at das Gesundheitssystem durch kritische Analysen und Information, schafft Interesse für notwendige Veränderungen und fördert Initiative. Die ÖKZ ist seit 1960 das bekannteste Printmedium für Führungskräfte und Entscheidungsträger im österreichischen Gesundheitssystem. Die QUALITAS verbindet seit 2002 die deutschsprachigen Experten und Praktiker im Thema Qualität in Gesundheitseinrichtungen.

zur Seite

www.pains.at (Link öffnet in neuem Fenster)

P.A.I.N.S. bietet vielfältige und aktuelle Inhalte in den Bereichen Palliativmedizin, Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerzmedizin. Die Informationsplattform legt einen besonderen Schwerpunkt auf hochwertige Fortbildung und bietet Updates und ausgewählte Highlight-Beiträge aus Schmerznachrichten und Anästhesie Nachrichten.

zur Seite
Bildnachweise
Kind mit Schmerzen Symbolbild/© AaronAmat, gesundheitswirtschaft, pains logo