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13.01.2021 | Pädiatrie | originalarbeit Open Access

Synkopenabklärung bei Kindern und Jugendlichen – Handeln wir gemäß der aktuellen Leitlinie?

Zeitschrift:
Wiener Medizinische Wochenschrift
Autoren:
Katharina Landwehr, Prof. Dr. med. Sascha Meyer, Dr. med. Marina Flotats-Bastardas, Dr. med. Martin Poryo
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Hintergrund

Synkopen im Kindes‑/Jugendalter sind häufig und meist gutartig. Mögliche kardiale Synkopen müssen durch sorgfältige Basisdiagnostik (Anamnese (I), körperliche Untersuchung (II), Elektrokardiografie (III)) und ggf. weiterführender Diagnostik ausgeschlossen werden.

Fragestellung

Wurde die Diagnostik bei Vorliegen einer Synkope entsprechend der gültigen S2k-Leitlinie durchgeführt?

Material und Methoden

Retrospektive Analyse (01/2015–12/2017), Kinderklinik des Universitätsklinikums des Saarlandes, Homburg, Deutschland. Eingeschlossen wurden alle Patienten von 1 bis 18 Jahre, die sich wegen Synkope vorstellten.

Ergebnisse

Es erlitten 262 Patienten eine Synkope (161 weiblich [61,5 %], 101 männlich [38,5 %], Alter 12,5 ± 3,9 Jahre); davon 183 (69,8 %) Reflexsynkopen, 36 (13,7 %) Präsynkopen, 35 (13,4 %) Synkopen unklarer Genese, 8 (3,1 %) kardiale Synkopen; 43/262 Patienten (16,4 %) erhielten eine vollständiger Basisdiagnostik (I–III) gemäß Leitlinie, 13/43 (30,2 %) wurden korrekt weiterführender Diagnostik zugeführt; 219/262 Patienten (83,6 %) erhielten keine ausreichende Basisdiagnostik (I–III), 135/219 (61,6 %) wurden unnötigen apparativen Untersuchungen zugeführt.

Diskussion

Die leitlinienkonforme Synkopenabklärung ist wichtig, um unnötige, aber auch nicht ausreichende Diagnostik zu vermeiden und somit Patienten mit Synkope korrekt zu diagnostizieren.

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