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12.11.2019 | Pädiatrie | Originalien | Ausgabe 6/2019 Open Access

Pädiatrie & Pädologie 6/2019

Respiratory-Syncytial-Virus-Prophylaxe mit Palivizumab

2019 Update der Empfehlungen der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie > Ausgabe 6/2019
Autoren:
B. Resch, E. Eber, D. Ehringer-Schetitska, U. Kiechl-Kohlendorfer, I. Michel‑Behnke, T. Popow-Kraupp, M. Redlberger-Fritz, M. Seidel, V. Strenger, M. Wald, A. Zacharasiewicz, A. Berger
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Im Rahmen eines industrieunabhängigen Expertenkreises wurden die Empfehlungen zur Respiratory-Syncytial-Virus(RSV)-Prophylaxe mit Palivizumab der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) von 2008 überarbeitet und im Delphi-Verfahren ein Update für das Jahr 2019 geschaffen.
Frühgeborene (FG) ≤28 (+6 Tage) Schwangerschaftswochen (SSW) sollen Palivizumab über die 1. Saison, bei Entlassung am Ende einer Saison (Alter <9 Monate vor Saisonbeginn) für die darauffolgende Saison erhalten. FG 29 (+0)–32 (+6) SSW (Alter <6 Monate zu Saisonbeginn) sollen Palivizumab für die 1. Saison erhalten (Voraussetzung 4 Punkte im RSV-Risikoscore); und FG 33 (+0) bis 35 (+6) SSW (Alter <3 Monate zu Saisonbeginn) für die 1. Saison (Voraussetzung 4 Punkte im RSV-Risikoscore). FG mit bronchopulmonaler Dysplasie (BPD; Beatmung oder Sauerstoffbedarf im Alter von 36 SSW) – sollen Palivizumab für die 1. Saison erhalten und bei therapiepflichtiger BPD im 2. Lebensjahr auch für eine 2. Saison. Alle Kinder mit hämodynamisch signifikantem Herzfehler (CHD) <12 Monaten erhalten Palivizumab für die 1. Saison und nur nach Einzelfalldiskussion (partiell korrigierte CHD oder Herztransplantation) für eine 2. Saison. Außerhalb der Regelverordnung sehen die Experten einen Handlungsspielraum für pulmonologische Indikationen, neuromuskuläre Erkrankungen, das Down-Syndrom, Immundefekte und schwerer Immunsuppression jeweils für eine 1. RSV-Saison.
Palivizumab wird mit 15 mg/kg Körpergewicht intramuskulär dosiert und maximal 5‑mal von Mitte/Ende November bis März in Injektionsintervallen von 28 bis 30 Tagen gegeben. Banale Infekte stellen keine Kontraindikation für die Immunisierung dar. Palivizumab hemmt auch nicht die Immunantwort gegenüber aktiven Immunisationen.
Literatur
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