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26.07.2018 | Orthopädie und Unfallchirurgie | Originalien | Ausgabe 3/2018 Open Access

Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 3/2018

Resorbierbare Implantate in der Unfallchirurgie

Zeitschrift:
Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen > Ausgabe 3/2018
Autoren:
PhD Nicole Gabriele Grün, Nicholas Donohue, Patrick Holweg, Annelie-Martina Weinberg

Zusammenfassung

Resorbierbare Implantate sind eines der großen Ziele in der operativen, orthopädischen und traumatologischen Chirurgie. Die Vorteile dieser resorbierbaren Werkstoffe liegen auf der Hand: Belastende, mögliche Implantatentfernungen fallen weg und somit auch die damit verbundenen Komplikationen. Mittlerweile weist eine wachsende Anzahl von Patienten bei konventionellen Titanimplantaten eine Metallsensitivität auf, die in ihren Folgen noch nicht gänzlich abschätzbar ist. Hinzu kommt das ethische Bedürfnis eines jeden Menschen, unversehrt bis ins hohe Alter zu bleiben und ein restitutio ad integrum nach Verletzungen zu erreichen.
Dies führt dazu, dass resorbierbare Implantate wie PLLA (Poly[L-lactid]) und PLGA (Poly[lactid-co-glycolid]) immer mehr Anwendung finden, jedoch aufgrund ihrer Brüchigkeit für die lasttragende Stabilisierung von Brüchen nicht geeignet sind. Ähnlich sieht die Situation bei Kompositen und Biokeramiken aus. All diese synthetischen Knochenersatzmaterialien sind sehr gut biokompatibel, aber nur für den Einsatz in nichtlasttragenden Regionen geeignet. Magnesiumimplantate sind seit Langem eine Alternative, hatten aber bisher den Nachteil, dass die Degradation nicht ausreichend gesteuert werden konnte und die damit eintretende Pitkorrosion zu einer Gasbildung beim Abbau führt. Trotz der Gasbildung zeigen Studien eine vollständige, sehr hohe Heilungsrate auf, welche auf die mittlerweile nachgewiesene, sehr gute Osteoinduktion von Magnesium zurückzuführen ist. Aufgrund dieser Eigenschaften kann Magnesium auch zur Herstellung von Implantaten für den pathologischen Knochen eingesetzt werden.
Welche resorbierbaren Werkstoffe derzeit in der Klinik eingesetzt werden und welche Vor- bzw. Nachteile diese bringen wird in dem folgenden Artikel detailliert dargestellt. Forschungsergebnisse mit unterschiedlichen Magnesiumlegierungen und neue Anwendungsmöglichkeiten von Magnesiumimplantaten im pathologischen Knochen werden diskutiert.
Literatur
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