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01.10.2019 | Orthopädie und Unfallchirurgie | Originalien

Die Wirbelsäule des alten Menschen

Zeitschrift:
Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen
Autor:
Ao. Univ.Prof. Dr. Petra Krepler
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Das ausgewogene Verhältnis von Stabilität und Mobilität definiert die Wirbelsäule.
Altersbedingte Veränderungen betreffen alle Komponenten der Wirbelsäule. Dabei werden auch ihre Kernaufgaben beeinflusst: Der Erhalt der Stabilität wird einmal durch die erhöhte progrediente Fragilität bei seniler Osteoporose beeinträchtigt und weiterhin durch die Zunahme der segmentalen Mobilität durch degenerative Vorgänge im Bereich des Diskus und der Facettengelenke.
Der degenerative Prozess startet bereits sehr früh in den ersten Jahrzehnten im Diskusbereich, noch lange bevor diese durch Summation multipler keiner Traumata beginnen symptomatisch zu werden. Erst sekundär bei eingetretenem Höhenverlust der Bandscheibe nach entsprechendem Verlust ihrer Wasserbindungskapazität wird das Facettengelenk funktionell beeinträchtigt. Wenn in weiterer Folge durch Hypertrophie der Facettengelenke, reaktiv entstandene Spondylophyten, Diskusläsionen und reaktive Hypertrophie der Ligamenta flava eine Einengung des Spinalkanals entsteht, kann sich die typische Symptomatik einer Claudicatio spinalis einstellen. Bei weiterem Fortschreiten des degenerativen Prozesses kann es zur weiteren Gefügelockerung und zur Entstehung einer degenerativen De-novo-Skoliose kommen. Damit kann zu einer massiven Störung der Biomechanik führen mit einem Unvermögen, die zentralen Aufgaben der Lastübertragung und Funktionalität zu erfüllen.
Literatur
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