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07.01.2019 | Originalien | Ausgabe 2/2019

Journal für Urologie und Urogynäkologie/Österreich 2/2019

Operative Therapie der benignen Prostatahyperplasie – Versorgungsrealität und Outcome

Zeitschrift:
Journal für Urologie und Urogynäkologie/Österreich > Ausgabe 2/2019
Autoren:
Dr. C. Brunken, F. Wölbling, A. J. Gross, C. Netsch, S. Tauber, T. Pottek, C. Wülfing, T. Bach

Zusammenfassung

Zielsetzung

Die TUR-P gilt nach wie vor als Referenzverfahren in der Behandlung der gutartigen Prostataobstruktion (BPO); die Grünlicht-Laser-Vaporisation (PVP) und die Thulium-Laser-Vapoenukleation (ThuVEP) sind inzwischen ebenfalls etablierte Therapieverfahren. Ziel dieser prospektiven Untersuchung ist der Vergleich dieser Verfahren in der täglichen Routine anhand eines ungefilterten großen Patientenkollektivs.

Methoden

Diese prospektive multizentrische Datenerhebung untersucht die Morbidität, den perioperativen Verlauf und das postoperative Follow-up nach transurethraler Intervention zur Therapie des BPO an einem konsekutiven Patientenkollektiv, das zwischen 2011 und 2014 in der Metropolregion Hamburg mit TUR-P, PVP oder ThuVEP behandelt wurde. Der postoperative Verlauf wurde durch das Versenden von Fragebögen an die Patienten ermittelt („patient-related outcome measurement“ [PROM]).

Ergebnisse

Im erfassten Zeitraum wurden 2648 Patienten behandelt. Mit allen Verfahren wurde die sofortige Verbesserung der Miktionsparameter erreicht. Die multivariate Analyse bestätigte eine Verkürzung der Liegezeit durch den Einsatz von Laserverfahren (p < 0,001). Patienten unter fortgesetzter gerinnungsbeeinflussender Medikation hatten eine verlängerte Verweildauer (p < 0,001). Perioperative Komplikationen und Reinterventionen (Clavien 3b) waren in der PVP-Gruppe am seltensten (p = 0,016; p < 0,001). Das durchschnittliche Follow-up betrug 3,2 Jahre. Die Rücklaufquote der Fragebögen betrug 60,7 %. Der IPSS fiel in der TUR-P-, PVP- und ThuLEP-Gruppe auf 7,6; 7,1 und 5,9 ab. Die IPSS-Reduktion war in der ThuVEP-Gruppe am stärksten ausgeprägt (p < 0,001). In der TUR-P- und in der PVP-Gruppe verbesserte sich die QoL auf 1,72 bzw. 1,66, in der ThuVEP-Gruppe auf 1,3. Auch dieser Unterschied ist signifikant (p < 0,001).

Schlussfolgerung

Die transurethrale abladierende Therapie der BPO ist bei allen untersuchten Verfahren sicher und effektiv möglich. Die Volumenreduktion ist bei der ThuVEP am größten. Die PVP hat die niedrigste Komplikationsrate. Die Laserverfahren führen zu einer verkürzten Krankenhausverweildauer. Die hohe Rücklaufquote macht PROM zu einem zuverlässigen Instrument. IPSS und QoL wurden durch alle Verfahren signifikant verbessert. Die ThuVEP erzielte den stärksten Effekt.

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Literatur
Über diesen Artikel

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