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Operative Narbenkorrektur

  • Open Access
  • 08.04.2026
  • Originalie

Zusammenfassung

Eine Narbenbildung kann im Verlauf der Heilung mitunter zu unerwünschten optischen wie auch funktionellen Ergebnissen führen. Eine Verbesserung dieser Narben kann einerseits konservativ angestrebt werden, andererseits kann je nach Narbenart ein weiterer operativer Korrektureingriff zu erhoffter Optimierung führen. Wichtig vor jedweder Art der Behandlung ist allerdings eine realistische Zielsetzung, welche Art von Verbesserung möglich ist, da eine Narbe nicht komplett beseitigt werden kann. Eine gemeinsame Therapiezielsetzung von Patient:innen und Chirurg:innen ist daher unabdingbar.
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Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Narben sind Residuen von Verletzungen und operativen Eingriffen, die mitunter sehr störend, schmerzhaft oder funktionell einschränkend sein können. Dieser Artikel soll einen Überblick über unterschiedliche Behandlungsverfahren zur Optimierung von Narben geben.
Die Wundheilung verläuft in drei zeitlich überlappenden Phasen, die aus einer Abfolge von Inflammation, Proliferation und Remodelling besteht.
Inflammation (0–3 Tage):
Unmittelbar nach einer Verletzung kommt es zur Blutstillung durch Gefäßverengung und Gerinnung. Im Anschluss erweitern sich die Gefäße und Entzündungszellen wandern ins Wundgebiet ein. Typische Zeichen dieser Phase sind Rötung, Schwellung, Wärme und Schmerz.
Proliferation (3–10 Tage):
In dieser Phase beginnt der eigentliche Gewebeaufbau. Fibroblasten bilden Kollagen und mittels Angiogenese wandern neue Blutgefäße ein. Granulationsgewebe füllt die Wunde von der Tiefe ausgehend wieder auf. Gleichzeitig wandern Epithelzellen vom Wundrand ein und schließen die Oberfläche.
Remodelling (Wochen bis Monate):
Das zunächst ungeordnete Kollagen wird umgebaut und entlang der Zuglinien ausgerichtet. Die Durchblutung nimmt ab, das Gewebe gewinnt an Festigkeit, bleibt jedoch weniger belastbar als unverletzte Haut. Innerhalb des ersten Jahres kommt es zur Reepithelialisierung durch Migration von Stammzellen, Ablagerung von extrazellulärer Matrix und Kollagen Typ III, das im Laufe der Zeit durch Kollagen Typ I ersetzt wird. In dieser Phase entwickelt sich das endgültige Narbenbild, das sich über Monate weiter verändern kann.
Ein störungsfreier Ablauf aller Phasen ist Voraussetzung für eine gute Wundheilung und eine möglichst unauffällige Narbe. Faktoren wie Durchblutung, Infektionen, mechanische Spannung, UV-Exposition oder individuelle Veranlagung können den Heilungsverlauf maßgeblich beeinflussen.

Arten von Narben

Eine normale Narbe ist flach, blass und weich. Sie liegt im Hautniveau, ist ästhetisch unauffällig, und es bestehen keine funktionellen Beschwerden.
  • Atrophe Narben liegen im Narbenbereich unter dem Hautniveau. (z. B. nach Akne, Windpocken oder postoperativen Wundinfektionen).
  • Hypertrophe Narben entstehen durch eine überschießende Kollagenbildung. Sie sind verdickt, teilweise auch gerötet und erhaben, bleiben jedoch auf das ursprüngliche Wundgebiet begrenzt. Diese überschießende Narbenbildung wird oft begünstigt durch Spannung, Entzündungen oder verzögerte Wundheilung. Hypertrophe Narben können jucken oder schmerzhaft sein. Eine spontane Rückbildung ist teilweise möglich.
  • Keloide sind eine Form an überschießender Narbenbildung, die über die ursprünglichen Wundgrenzen hinauswächst und wulstig, derbe Narben bildet. Eine spontane Rückbildung ist selten. Zum Auftreten von Keloiden kommt es bei genetischer Veranlagung und an bestimmten Körperregionen (z. B. Brust, Schultern, Ohrläppchen).
  • Veränderung der Pigmentierung einer Narbe: Hierbei steht eine veränderte Hautfarbe im Vordergrund, entweder als Hyperpigmentierung oder Hypopigmentierung. Die Struktur der Narbe kann ansonsten unauffällig sein. Die Haut ist meist dünn und wenig belastbar.
  • Narbenkontrakturen: Hier kommt es zu einer Schrumpfung des Gewebes im Narbenbereich, Beweglichkeit und Funktion können eingeschränkt sein. Sie entstehen oft nach großflächigen Verletzungen oder Verbrennungen. Häufig betroffene Lokalisationen sind die Gelenkregionen.
  • Auch Striae sind eine Art Narbe. Durch eine Überdehnung der Kutis kommt es zu Faserrissen und zur lokalen Ausdünnung. Das gut durchblutete subkutane Gewebe schimmert durch. Es kommt zu äußerlich sichtbaren, blaurötlichen Streifen. Durch Reparaturprozesse verblassen die Streifen im Laufe der Zeit, bleiben jedoch als helle, relieflose Hautzonen erkennbar.
Das Ziel einer Narbenkorrektur ist nicht die Beseitigung, sondern eine Optimierung der Narbe. Eine ideale Narbe weist minimale Verfärbungen auf, ist in Textur und Kontur ähnlich ihrer Umgebung und liegt parallel zu den „relaxed skin tension lines“ (RSTL). Ein positives ästhetisches Ergebnis der Narbe hat auch einen vorteilhaften psychologischen Einfluss auf die betroffenen Patient:innen. Vorab muss definiert werden, welcher Faktor (Farbe, Kontur, Länge, Breite, Länge, Funktionalität oder Textur) verbesserungswürdig ist.

Indikation zur Narbenkorrektur

Um die Indikation für eine Narbenkorrektur zu stellen, sollten Chirurg:in und Patient:in gemeinsam realistische Ziele hinsichtlich der möglichen Verbesserungen festlegen. Eine sorgfältige Analyse der Narbe sowie der Erwartungen der betroffenen Person bildet die Grundlage für ein zufriedenstellendes Ergebnis der Narbenkorrektur.
Objektive Indikationen zu einer Narbenkorrektur sind hypertrophe Narben, Keloide, atrophe Narben oder Trapdoor-Narben, also Narben von Lappenplastiken, die sich nicht im Hautniveau befinden, sowie fehlpositionierte Narben, oder Narben, die ästhetische Einheiten überschreiten oder zu Verzerrung von Gesichtszügen führen. Auch stark verbreiterte und hyperpigmentierte Narben sind korrekturbedürftig. Eine Narbenkorrektur ist dann sinnvoll oder notwendig, wenn eine Narbe über das normale Maß hinaus Beschwerden verursacht oder als stark beeinträchtigend empfunden wird. Auch bei funktionellen Einschränkungen kann eine Korrektur notwendig sein, zum Beispiel, wenn Narben die Beweglichkeit einschränken, bei narbigen Kontrakturen über Gelenken, am Hals oder an den Händen. Auch Zuggefühle, Spannungen oder Fehlstellungen können eine operative Behandlung erforderlich machen. Narben können chronische Schmerzen, Druckempfindlichkeit, Juckreiz oder Missempfindungen verursachen. Dies kann etwa durch Nervenverletzungen oder induriertes Narbengewebe entstehen. Kommt es zu einem Leidensdruck (vermindertes Selbstwertgefühl, sozialer Rückzug) bei Patient:innen, kann eine Narbenkorrektur sinnvoll sein, wie zum Beispiel bei deutlich sichtbaren oder entstellenden Narben.
Um die subjektiven Belastungen und die sichtbaren Veränderungen zu objektivieren, stehen unterschiedliche Narben-Scores zur Verfügung. Exemplarisch werden hier die zwei häufig verwendetet Scores genannt: die Vancouver Scar Scale (VSS) und die Patient and Observer Assessment Scale (POSAS). Wobei in die POSAS auch noch die noch die subjektiven Beschwerden, wie Juckreiz und Schmerz Berücksichtigung finden.
Die Vancouver Scar Scale (VSS) beurteilt die Farbabweichung der Narbe im Vergleich zur umgebenden Haut sowie die Oberflächenbeschaffenheit der Narbe, das heißt ob sie glatt, erhaben oder eingesunken ist. Auch wird die Weichheit beurteilt, also der Vergleich der Konsistenz der Narbe mit dem umgebenden Gewebe und ob die Narbe breiter ist als die ursprüngliche Wunde. Jedes Kriterium wird auf einer Skala von 0 bis 3 bewertet, wobei 0 die beste und 3 die schlechteste Bewertung darstellt. Die Gesamtpunktzahl reicht von 0 (ideal) bis 13 (schlechte Narbe).
Der Patient and Observer Scar Assessment Scale (POSAS) ist ein weiteres Bewertungsinstrument, das sowohl die Perspektive der Patient:innen als auch die von Beobachter:innen berücksichtigt. Es wird häufig in der klinischen Forschung eingesetzt, um die Wirksamkeit von Behandlungen zur Narbenverbesserung zu beurteilen. Hier fließt auch die subjektive Wahrnehmung der Patient:innen der Narbe ein, anhand von Aspekten wie Schmerz, Juckreiz, Farben und allgemeinem Aufbau. Jede Skala besteht aus verschiedenen Kriterien, die auf einer Skala von 1 bis 10 bewertet werden. Diese Bewertungsmethoden sind nützlich zur Dokumentation von Veränderungen über die Zeit und zur Beurteilung der Behandlungswirksamkeit.

Zeitpunkt der Narbenrevision

Eine Korrektur sollte im Regelfall erst nach abgeschlossener Narbenreifung erfolgen (meist nach 6–12 Monaten), sofern keine dringenden funktionellen oder medizinischen Gründe für ein früheres Eingreifen bestehen, um die vorab besprochenen Ziele zu erreichen.
Wenn Narben in die Remodellierungsphase übergehen, werden sie durch die Zunahme von Kollagen Typ I stärker. Vier bis fünf Wochen nach der Operation/dem Trauma erreicht die Narbe etwa 60 % der ursprünglichen Hautstärke. Die vollständige Narbenreife tritt erst nach etwa einem Jahr ein, wenn die Narbenstärke mit etwa 80 % der ursprünglichen Hautstärke ihren Höhepunkt erreicht. Eine chirurgische Narbenkorrektur beim Erwachsenen ist erst ein Jahr nach vollständiger Narbenreife empfohlen. Eine zu frühe Korrektur erhöht das Risiko für ein schlechteres Ergebnis. Allerdings kann bei erheblichen psychischen Belastungen, die durch das Erscheinungsbild der Narbe verursacht werden, eine frühzeitige Revision in Betracht gezogen werden.
Eine Korrektur sollte im Regelfall erst nach abgeschlossener Narbenreifung erfolgen
Eine signifikante Verlangsamung der Heilungsphase tritt erst ab einem Alter von 50 Jahren auf.

Konservative Möglichkeiten der Narbenbehandlung

Es gibt viele konservative Möglichkeiten einer Narbenbehandlung, wie etwa die Feuchte Brandsalbe, auch Moist Exposed Burn Ointment (MEBO) genannt. Dies ist eine Formulierung, die die Reifung von Keratinozyten fördert, nachweislich das Erscheinungsbild von Narben verbessert und die Heilungszeiten verkürzt.
Extractum cepae, der Zwiebelextrakt, wirkt bakterizid. Die mögliche Wirkungsweise ist die Induktion von Matrix-Metalloproteinase I (MMP-1) sowie eine Hemmung des TGF-β/Smad-Signalweges und die damit hemmende Wirkung auf die Fibroblastenproliferation und die Histaminfreisetzung. Während Zwiebelextrakt in vitro eine Wirksamkeit zeigt, fehlt der Nachweis einer klinischen Wirksamkeit.
Silikonfolie/-gel: Die Narbenfarbe wird durch Okklusion und Hydratisierung des Stratum corneum verbessert.
Gepulster Farbstofflaser (PDL) und intensiv gepulster Lichtlaser (IPL) finden ihre Anwendung bei erythematösen Narben.
Der fraktionierte CO-Laser wird bei hyper-/hypotrophen Narben verwendet (Abb. 1a, b).
Abb. 1
a Postoperatives Erscheinungsbild einer Narbe nach Basalzellkarzinomentfernung. Der Narbenbereich auf der Stirn ist gerötet und hypertroph. b Nach Behandlung mittels Farbstofflaser und fraktioniertem CO2 Laser
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Kompressionstherapie muss über einen langen Zeitraum (mitunter jahrelang) täglich über 24 h durchgeführt werden. Indikationen sind großflächige Narben, vor allem Verbrennungen, oder Keloide/Keloidrezidive. Über einen Verband wird ein kontinuierlicher Druck von etwa 20 mm Hg auf die Narbe ausgeübt. Durch den verminderten Kapillardruck und die damit verbundene verminderte Durchblutung soll der Stoffwechsel im Narbengewebe verlangsamt und somit eine verbesserte Ausreifung der kollagenen Fasern bewirkt werden. Als Resultat entsteht eine weiche, glatt-elastische Narbe. Es gibt hierfür gesondert angefertigte Kompressionskleidung (Jacke, Hose, Handschuhe, Ohrclips, Socken).
Zu den konservativen Methoden zählt auch das intraläsionale Triamcinolonacetonid, das z. B. bei Keloiden zum Einsatz kommt.

Chirurgische Möglichkeiten einer Narbenkorrektur

Es gibt verschiedene chirurgische Ansätze, um eine Narbe zu verbessen.
Die Dermabrasion wurde durchgeführt, um eine Angleichung des Hautniveaus zu erreichen. Die Bedeutung dieser Technik ist seit der Weiterentwicklungen im Bereich der Lasertherapie in den Hintergrund getreten. Mittels serieller Exzision kann eine breite Narbe Schritt für Schritt verkleinert werden, bis am Ende nurmehr eine unauffällige Narbenstruktur sichtbar ist [1, 2, 3].

Z-Plastik

Die Z‑Plastik (Abb. 2a) ist eine Operationstechnik, die zu einem Längengewinn und geänderter Spannungsrichtung der Narbe führt. Es werden hier zwei Schwenklappen gegeneinander verlagert. Der Winkel der Schenkel beeinflusst die Narbenendlänge (Tab. 1).
Abb. 2
a Z-Plastik, b W-Plastik, c Geometric Broken Line Closure
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Tab. 1
Z‑Plastik: Positionierung der Schwenklappen
Winkel der Schenkel
Längenzugewinn der Narbe (%)
30°
25
45°
50
60°
75
Zu den Indikationen der Z‑Plastik zählen die Camouflage von Narben im Gesicht, bewegungseinschränkende Narben (z. B. an Extremitäten oder Fingern), Kontrakturen bei Verbrennungswunden oder die Wiederherstellung von durch Narbenbildung deformierten Gesichtsmerkmalen (z. B. Lidfalten oder Ektropium).
Nicht eingesetzt soll die Z‑Plastik werden bei: Mangel an verfügbarem gesundem Gewebe, Tendenz zur Keloidbildung oder hypertropher Narbenbildung, Vaskulopathie, unkontrolliertem Diabetes, vorheriger Strahlenbelastung, aktiver Infektion, anhaltendem Inflammatory State bei Brandverletzten, mangelnder Patientencompliance.
Ein relevantes Risiko für die Spitzennekrose der Lappen entsteht durch eine schlechte Gewebegefäßversorgung, zu dünne Lappen, welche den subdermalen Plexus nicht einbeziehen, oder zu schmale Lappen (< 30 Grad an der Spitze). Winkel > 60° erschweren die spannungsfreie Transposition, und es entstehen stehende Hautdeformitäten („dog ears“), die eventuell zu einem späteren Zeitpunkt eine Revision erfordern.
Ab einer Narbenlänge von 6–10 mm werden multiple Z‑Plastiken empfohlen
Längere Schenkel führen zu einem Längenzugewinn der Narbe mit dem Nachteil von deutlicheren Narbenlinien und einem unnatürliches Erscheinungsbild. Daher wird ab einer Narbenlänge von 6–10 mm empfohlen, multiple Z‑Plastiken anzuwenden.
Bei Fehleinschätzung der Lappenausrichtung/-länge sowie der Hauterschlaffung/-vitalität kann es zu einer Verschlechterung des Erscheinungsbilds kommen.
Auch für Trapdoor-Narben, also Lappen, die sich nicht im Hautniveau befinden, können multiple Z‑Plastiken angewendet werden.

W-Plastik

Eine weiter Möglichkeit der chirurgischen Narbenkorrektur ist die W‑Plastik (Abb. 2b). Hierbei handelt es sich um eine interponierte Verschiebelappenplastik, bei der die Narbe nicht verlängert wird. Indikationen sind lange Narben, die in konkaven oder konvexen Bereichen gegen die Hautspaltlinien verlaufen und ausreichend schlaff sind, um Verschiebelappen zu ermöglichen (z. B. Stirnmitte, Augenbraue, Schläfe, Wangen, Unterkieferrand und Kinn). Bei der W‑Plastik erfolgt die Exzision miteinander verbundener dreieckiger Einheiten, die parallel oder zumindest schräg zu den RSTL angeordnet sind. Die wiederkehrenden Dreiecke messen dabei etwa 5 bis 7 mm. Ist die ursprüngliche Narbe sehr lang, kann die resultierende Narbe eventuell sogar auffälliger wirken. Daher wird bei Narben von mehr als 4 cm Länge die Geometric Broken Line Closure empfohlen. Bei unzureichender Hautelastizität sollte jedoch eine serielle Z‑Plastik angewendet werden.

Geometric Broken Line Closure (GBLC)

Die GBLC (Abb. 2c) stellt eine weitere Möglichkeit zur operativen Narbenkorrektur dar. Diese ist indiziert bei längeren linearen Narben (> 4 cm), die eine ästhetische Einheit oder RSTL durchqueren. Hierbei wird eine unregelmäßige Narbe erzeugt, die einzelnen Einheiten sind zwischen 5 und 7 mm lang. Das Muster in geometrischen Formen auf einer Seite ist das Spiegelbild auf der Gegenseite. Ein präzises Ineinandergreifen der zufälligen Geometrie der resultierenden Narbe führt für das Auge zu einer schwieriger verfolgbaren Narbenlinie und ist daher für Beobachter weniger erkennbar als die W‑Plastik oder die serielle Z‑Plastik. Für diese Technik ist eine ausreichende Hautverschieblichkeit nötig, da diese mit einer Exzision von normalem Gewebe einhergeht.

Einfluss durch Ernährung und Lebensstil

Ein von Patient:innen selbst beeinflussbarer Faktor der Wundheilung ist die Ernährung. Eine italienische Arbeitsgruppe beschreibt ein deutlich häufigeres Auftreten von Wunddehiszenzen, verbreiterten Narben und vermehrt atrophen Narben bei Personen, die sich vegan ernähren. Eine ausgewogene Ernährung spielt eine wichtige Rolle im Heilungsprozess und in der allgemeinen Hautgesundheit [4].
Ebenso können Faktoren wie Sonnenschutz, Hautpflege und ein gesunder Lebensstil (z. B. Vermeidung von Rauchen) einen erheblichen Einfluss auf das Erscheinungsbild von Narben haben.

Fazit für die Praxis

  • Vor einer operativen Narbenkorrektur muss eine klare, realistische Zielsetzung über die möglichen Verbesserungen der Narbe gemeinsam durch Chirurg:innen und Patient:innen erfolgen.
  • Ziel einer Narbenkorrektur ist nicht die Beseitigung der Narbe, sondern eine Optimierung in Ästhetik und Funktion.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

E. Wollmann gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
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Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
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Titel
Operative Narbenkorrektur
Verfasst von
Dr. Eva Wollmann, Ph.D.
Publikationsdatum
08.04.2026
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
hautnah
Print ISSN: 1866-2250
Elektronische ISSN: 2192-6484
DOI
https://doi.org/10.1007/s12326-026-00754-9
1.
Zurück zum Zitat Newberry CI, Thomas R, Cerrati EW (2018) Facial Scar Improvement Procedures. Facial Plast Surg 34:448–457CrossRefPubMed
2.
Zurück zum Zitat Skochdopole A, Dibbs RP, Sarrami SM, Dempsey RF (2021) Scar Revisions. Semin Plast Surg 35:130–138CrossRefPubMedPubMedCentral
3.
Zurück zum Zitat Luan Q, Ma Z, Zhuang H, Li L, Tang H (2025) Using super tension-relieving suture technique combined with W‑plasty for facial scar repair: a retrospective comparative study. BMC Surgery 25:589CrossRefPubMedPubMedCentral
4.
Zurück zum Zitat Fusano M, Fusano I, Galimberti MG, Bencini M, Bencini PL (2020) Comparison of Postsurgical Scars Between Vegan and Omnivore Patients. Dermatol Surg 46:1572–1576CrossRefPubMed