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17.07.2018 | Onkologie und Hämatologie

Aktuelles zu Merkelzell- Karzinomen

Das Merkelzellkarzinom ist ein seltener aggressiver Hauttumor. Hier drei Studien-Updates.

Ein Update der Javelin-200 Studie präsentierte Zweijahresdaten zu dem PD-L1-Antikörper Avelumumab bei Patienten mit metastasiertem Merkelzellkarzinom, die nach einer Chemotherapie progredient geworden waren. Nach medianem Follow up von 29,2 Monaten betrug die Gesamtansprechrate 33 % und die Krankheitskontrollrate 43,2 %. Das progressionsfreie Überleben lag nach einem Jahr bei 29 %, nach 2 Jahren bei 26 %. Dies liegt deutlich über den mit einer Chemotherapie erzielten Ergebnissen. Auch die Gesamtüberlebensdaten waren wesentlich besser als retrospektiv analysierte Chemotherapiedaten.

Nivolumab neoadjuvant

In der CheckMate-358-Studie wurde Nivolumab vor der chirurgischen Therapie verabreicht. Insgesamt wurden 29 Patienten präsentiert, bei denen sich in 65 % eine pathologische Komplettremission oder eine große pathologische Remission zeigte. Zum Zeitpunkt der Präsentation war weder das mediane PFS noch das OS bei diesen Patienten erreicht. Diese therapeutische Option sollte bei sehr ausgedehnten Merkelzellkarzinomen in Betracht gezogen werden.

Pembrolizumab in der Erstlinie

Pembrolizumab wurde Patienten mit fortgeschrittenem Merkzellkarzinom als Erstlinientherapie bis zu 2 Jahre verabreicht. Von 50 eingeschlossenen Patienten zeigten 56 % ein dauerhaftes Ansprechen, die mediane Ansprechdauer war noch nicht erreicht. Das mediane progressionsfreie Überleben betrug 16,8 Monate und war damit deutlich länger als in historischen Chemotherapie-Kohorten mit 3,1 bis 4,6 Monaten.

Eine vorangegangene Chemotherapie verschlechtert das Outcome einer Checkpoint-Inhibitor-Therapie, somit sollten Anti-PD1- bzw. Anti-PD-L1-Therapien in der Erstlinie verwendet werden.

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