Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

01.12.2016 | originalarbeit | Ausgabe 4/2016 Open Access

neuropsychiatrie 4/2016

Nutzungsmuster von Internet und Computerspielen

Ergebnisse einer Beobachtungsstudie an Tiroler Jugendlichen

Zeitschrift:
neuropsychiatrie > Ausgabe 4/2016
Autoren:
David Riedl, Andrea Stöckl, Charlotte Nussbaumer, Gerhard Rumpold, Kathrin Sevecke, Dr. Martin Fuchs

Zusammenfassung

Grundlagen

Der Gebrauch von digitalen Medien wie Internet und Computerspielen ist vor allem in der Gruppe von Jugendlichen so stark angestiegen, dass in der westlichen Welt nahezu alle jungen Menschen mehr oder weniger regelmäßig einschlägige Technologien gebrauchen. Vor diesem Hintergrund werden seit einigen Jahren auch Nutzungsformen mit möglichen schädlichen Auswirkungen auf Jugendliche erfasst. Ziel unserer Studie war deshalb, die Prävalenz von pathologischem Mediengebrauch in einer Stichprobe von Tiroler Jugendlichen zu erheben.

Methodik

398 SchülerInnen (mittleres Alter: 15,2 ± 2,3 Jahre, 34,2 % weiblich) wurden mittels strukturierter Fragebögen zum Internetnutzungs- und Computerspielverhalten sowie zur Selbstwirksamkeit befragt.

Ergebnisse

Im Einklang mit bisherigen Studien zeigte sich in unserer Stichprobe eine Prävalenz von 7,7 % für problematischen Internet-Gebrauch sowie von 3,3 % für suchtartigen Internet-Gebrauch (CIUS). 5,4 % der untersuchten SchülerInnen zeigten suchtartiges Computerspielverhalten (CSV-S). Als wichtigster Einflussfaktor beeinflusste das Geschlecht der ProbandInnen signifikant die Ergebnisse: Intensivnutzer in den Bereichen Internet und Computerspiele waren häufiger junge Männer, junge Frauen hingegen zeigten signifikant seltener suchtartigen Computerspiel-Gebrauch.

Schlussfolgerungen

Ein signifikanter Teil der befragten Jugendlichen aus der Tiroler Normalbevölkerung zeigte Schwierigkeiten in der Entwicklung von kompetenter Mediennutzung. Dies könnte ein Hinweis auf die steigende Bedeutung von Präventionsarbeit, z. B. in Form von Medienpädagogik sein. In einem Folgeprojekt sollen Jugendliche mit psychischen Erkrankungen hinsichtlich ihres Nutzungsverhaltens untersucht und mit der Schulstichprobe verglichen werden.
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 4/2016

neuropsychiatrie 4/2016 Zur Ausgabe

bericht aus dem ögpp-vorstand

bericht aus dem ögpp-vorstand

kultur im kontext

kultur im kontext

bericht aus dem ögkjp-vorstand

bericht aus dem ögkjp-vorstand