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30.07.2018 | original article

Nichtarteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie bei Patienten mit rheumatoider Arthritis

Zeitschrift:
Spektrum der Augenheilkunde
Autoren:
Artur Pahor, Prof. Dr. Dr. med. Dušica Pahor, Tomaž Gračner

Zusammenfassung

Hintergrund

Akzelerierte Atherosklerose erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgrund der systemischen Entzündung bei rheumatoider Arthritis (RA). Nichtarteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (NA-AION) ist die häufigste akute Optikusneuropathie mit einer jährlichen Inzidenz von 2,3 bis 10,2 pro 100.000 Personen, die älter als 50 Jahre sind. Das Ziel unserer Studie war es, die Neuerkrankungsrate der NA-AION bei PatientInnen mit rheumatoider Arthritis zu beschreiben.

Material und Methode

Retrospektiv wurden PatientInnenunterlagen von allen 957 PatientInnen mit RA überprüft, die während eines Zeitraumes von 10 Jahren (2006–2015) an der Abteilung für Rheumatologie behandelt wurden. Während dieser Zeit erkrankten 2 von 957 RA-PatientInnen an NA-AION. Retrospektiv wurden die Unterlagen beider PatientInnen hinsichtlich der Augenerkrankungen überprüft. Es wurden detaillierte anamnestische und klinische Daten erhoben, um etwaige Situationen festzustellen, die zur NA-AION führen könnten.

Resultate

Von 957 PatientInnen mit RA erkrankten während eines Zeitraums von 10 Jahren 2 PatientInnen an NA-AION; eine 69-jährige Frau und ein 50-jähriger Mann. Die jährliche Inzidenzrate der NA-AION bei unseren PatientInnen mit RA betrug 0,24 Fälle pro 1000 PatientInnen mit RA älter als 50 Jahre. Die NA-AION-Inzidenz bei unseren PatientInnen mit RA war erhöht gegenüber der Gesamtbevölkerung; 24 pro 100.000 PatientInnen mit RA vs. 2,3 bis 10,2 pro 100.000 Personen, die 50 oder älter sind.

Schlussfolgerung

Die NA-AION-Inzidenz bei PatientInnen mit RA ist höher. Unsere Studie legt nahe, dass RA wegen der inflammatorisch vermittelten Atherosklerose ein zusätzlicher Risikofaktor für NA-AION sein könnte. Weitere Untersuchungen mit einer höheren Zahl der PatientInnen und einem längeren Beobachtungszeitraum sind notwendig.

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Literatur
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