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17.01.2019 | Neurologie | fallbericht | Ausgabe 2/2019

neuropsychiatrie 2/2019

Anti-N-Methyl-D-Aspartat-Rezeptor-Enzephalitis, eine essentielle Differentialdiagnose in der Psychiatrie: Ein Fallbericht

Zeitschrift:
neuropsychiatrie > Ausgabe 2/2019
Autoren:
Lucas Treidl, Shahriar Izadi, Angelika Rießland-Seifert

Zusammenfassung

Die Anti-N-Methyl-D-Aspartat-Rezeptor-Enzephalitis (Anti-NMDAR-Enzephalitis) ist eine seltene und erst seit Kurzem beschriebene Krankheit. Aufgrund der ausgeprägten neuropsychiatrischen Symptome werden Betroffene oft primär an psychiatrischen Abteilungen betreut.
Dieser Fallbericht soll darstellen, dass anti-neuronale Autoimmunenzephalitiden, insbesondere Anti-NMDAR-Enzephalitiden, wichtige Differentialdiagnosen für psychiatrisch tätige Ärzte und Ärztinnen sind.
Wir präsentieren den Krankheitsverlauf einer 18-jährigen Patientin, welche primär aufgrund einer erstmals aufgetretenen psychotischen Störung an der 1. Psychiatrischen Abteilung im Otto Wagner Spital aufgenommen wurde. Bei fluktuierendem klinischen Verlauf wurde eine erweiterte Diagnostik durchgeführt und eine Anti-NMDAR-Enzephalitis diagnostiziert.
Insbesondere bei jungen Frauen mit einer erstmals aufgetretenen psychotischen Störung in Kombination mit neurologischen und vegetativen Symptomen, sollte an eine Anti-NMDAR-Enzephalitis gedacht werden.
Eine invasive Diagnostik mittels Lumbalpunktion ist bei entsprechendem Verdacht indiziert. Ein interdisziplinäres Vorgehen ist bei diesem Krankheitsbild unabdingbar und kann für die Erstbehandelnden eine Herausforderung darstellen.
Fachärzte und Fachärztinnen für Psychiatrie sollten Enzephalitiden, anti-neuronale Autoimmunenzephalitiden im Besonderen, als Differentialdiagnosen im klinischen Alltag berücksichtigen und sich mit diesen komplexen Krankheitsbildern vertraut machen.

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Literatur
Über diesen Artikel

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