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13.11.2018 | Neurologie | Neurologie | Ausgabe 6/2018

psychopraxis. neuropraxis 6/2018

Hochwirksame MS-Therapien

Kasuistische Darstellung

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis > Ausgabe 6/2018
Autor:
Dr. Johannes Michael

Zusammenfassung

Mit der Diagnosestellung der multiplen Sklerose (MS) sollte auch der Aktivitätsgrad ermittelt werden. Ist die Diagnose MS gestellt, erfolgt in aller Regel die Einstellung auf eine Therapie, die so früh wie möglich beginnen sollte und sich in drei Gruppen gliedert: die Behandlung der Grundkrankheit, die Behandlung von Schüben und die Behandlung von Beschwerden, die im Zuge der Erkrankung auftreten können. Es ist unerlässlich, den Krankheitsverlauf unter einer etablierten Therapie zu beobachten, um die Wirksamkeit und das Auftreten etwaiger Nebenwirkungen beurteilen zu können. Sollten unter der Basistherapie schubhafte oder subklinisch Aktivitäten auftreten, ist die Therapie zu überdenken und ein Umstieg auf eine wirksamere Substanz zur Kontrolle der Krankheitsaktivität zu erwägen. Mit der Zulassung neuer Substanzen hat sich das Therapiespektrum zur Behandlung der MS in den letzten Jahren deutlich erweitert. Die bei hochaktiver MS zugelassenen Therapien weisen allerdings auch ein höheres Nebenwirkungsprofil auf. Deshalb ist ein kritischer Zugang und eine mit Bedacht erfolgende Patienten- und Therapieauswahl unabdingbar. Bei aktivem Krankheitsverlauf (>1 Schub pro Jahr, kontrastmittelaufnehmende Läsionen oder Zunahme der T2-Läsionen im Magnetresonanztomografie [MRT], EDSS[Expanded Disability Status Scale]-Verschlechterung) ist trotz bestehender Basistherapie der Einsatz hochwirksamer Therapien unter Berücksichtigung des jeweiligen Nutzen-Risiko-Profils indiziert. In Einzelfällen kann auch eine Primäreinstellung auf hochwirksame Therapien erforderlich sein. Die Indikationsstellung, Aufklärung und entsprechenden Vorabuntersuchungen, wie auch die notwendigen Kontrollen unter laufender Therapie, sollten immer an einem auf multiple Sklerose spezialisierten Zentrum erfolgen.

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