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Erschienen in: Pädiatrie & Pädologie 1/2014

01.02.2014 | Originalien

Neurofeedbacktherapie bei ADHS und Autismus

Ein Erfahrungsbericht mit Fallbeispielen

verfasst von: MAS, MBA T. Flatz, Dr. M. Gleußner

Erschienen in: Pädiatrie & Pädologie | Ausgabe 1/2014

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Zusammenfassung

Viele Krankheiten, Störungen oder ungewollte Verhaltensmuster sind auf eine Fehlregulierung der elektrischen Gehirnaktivität zurückzuführen. Neurofeedback nutzt die Messung der Gehirnstromwellen (EEG-Wellen), um mittels Feedbacktraining Regulationsstörungen im Gehirn zu verbessern und zu beheben. Neurofeedback kann bei zahlreichen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen erfolgreich eingesetzt werden, insbesondere in der Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und des Autismus bei Kindern und Jugendlichen. Auch in der Gesundheitsförderung und Prävention gewinnt Neurofeedback zunehmend Bedeutung, so etwa als Training zur Stressbewältigung oder zur Erhaltung der geistigen Flexibilität im Alter. Zu den weiteren Einsatzgebieten zählen die mentale Leistungssteigerung (Peak-performance-Training) im Spitzensport sowie auch die Verbesserung der künstlerischen Leistung von Musikern.
Die beiden hier beschriebenen Fallbeispiele für Autismus/Asperger-Syndrom (Kind) und Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS)/ADHS (Jugendlicher) veranschaulichen die Einsatzmöglichkeiten von Neurofeedback bei neurologisch-psychiatrischen Krankheitsbildern. Ein Behandlungserfolg ist dabei zumeist rasch erkennbar. Kurzzeitige Verschlechterungen, ausgelöst durch äußere Einflüsse, können bei konsequenter Fortführung des Trainings einfach abgefedert werden.
Neurofeedback ist eine wissenschaftlich anerkannte Therapiemethode. Insbesondere in der Therapie von ADHS und Autismus bei Kindern und Jugendlichen stützt sich diese Therapieform auf wissenschaftlich fundierte und breit angelegte renommierte internationale Studien. Im Gegensatz zum internationalen Trend ist Neurofeedback in Österreich kaum verbreitet und daher wenig bekannt. Es gilt noch als Eigenleistung. Jedoch erkennen immer mehr private Versicherer Neurofeedback als wertvolle alternative Form der Behandlung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen und übernehmen bis zu 80 % der Behandlungskosten.
Metadaten
Titel
Neurofeedbacktherapie bei ADHS und Autismus
Ein Erfahrungsbericht mit Fallbeispielen
verfasst von
MAS, MBA T. Flatz
Dr. M. Gleußner
Publikationsdatum
01.02.2014
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Pädiatrie & Pädologie / Ausgabe 1/2014
Print ISSN: 0030-9338
Elektronische ISSN: 1613-7558
DOI
https://doi.org/10.1007/s00608-013-0132-0