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18.08.2021 | Originalien | Ausgabe 4/2021

Pädiatrie & Pädologie 4/2021

Neuerungen durch GINA 2020 bei Kindern und die Auswirkungen von COVID-19 auf Kinder mit Asthma

Zeitschrift:
Pädiatrie & Pädologie > Ausgabe 4/2021
Autor:
FERS Prim. Univ. Prof. Dr. Josef Riedler
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Die Global Initiative for Asthma (GINA) hat in den Jahren 2019–2021 einige substanzielle Änderungen für das Management von Patienten mit Asthma empfohlen, die auch Schulkinder und Jugendliche betreffen. Eine sehr wesentliche neue Empfehlung ist, dass kurzwirksame Betamimetika (SABA) aus Sicherheitsgründen nur mehr in Kombination mit inhalativen Steroiden (ICS) gegeben werden sollten. Bei Jugendlichen werden GINA-Stufe 1 und 2 zusammengezogen und bei Asthmaproblemen eine Bedarfsinhalation mit niedrig dosierter ICS-Formoterol-Kombination empfohlen. Als Alternative wird die Trennung in Stufe 1 mit Inhalation von SABA und einem ICS bei Bedarf und in Stufe 2 wie bisher die tägliche Inhalation eines ICS und SABA bei Bedarf empfohlen. Dieser Weg wird auch als der bevorzugte bei Kindern von 6 bis 11 Jahren vorgeschlagen. Diese neuen GINA-Empfehlungen wurden jedoch nicht von allen nationalen oder internationalen Leitlinien übernommen, da vor allem für Kinder die Evidenz dafür gering ist. Tiotropium, Mepolizumab und Dupilumab wurden in die Therapie des schweren Asthmas aufgenommen.
Kinder mit Asthma erkranken nicht häufiger oder schwerer an COVID-19 als Kinder ohne Asthma. Verschiedene Mechanismen wie ein möglich protektiver Effekt der Typ-2-Inflammation, die antivirale und immunmodulierende Wirkung von ICS und die Niederregulierung von ACE2-Rezeptoren durch die allergische Sensibilisierung könnten dafür verantwortlich sein.

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Literatur
Über diesen Artikel

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