Zum Inhalt

Neue Standards in der Behandlung der primären biliären Cholangitis

  • Open Access
  • 12.08.2025
  • Originalien
Erschienen in:

Zusammenfassung

Die primäre biliäre Cholangitis (PBC) ist eine chronische, cholestatische Lebererkrankung, die unbehandelt zur Zirrhose führen kann und häufig mit Fatigue, Pruritus und Sicca-Symptomatik einhergeht. Seit über 40 Jahren ist Ursodeoxycholsäure die Standardtherapie. Allerdings sprechen 30–40 % der Patient:innen nicht ausreichend auf Ursodeoxycholsäure an oder zeigen Risikofaktoren für ein Fortschreiten, was eine Zweitlinientherapie erforderlich macht. Neue internationale Kohortenanalysen ermöglichen eine frühzeitige Identifikation von Risikopatient:innen und belegen, dass strengere Therapieziele die Mortalität und den Transplantationsbedarf senken können. Neben etablierten Zweitlinienmedikamenten wie Obeticholsäure oder Fibraten befinden sich mehrere neue Wirkstoffe in fortgeschrittenen Studienphasen. Insbesondere Seladelpar und Elafibranor – beides selektive Agonisten von Peroxisom-Proliferator-aktivierten Rezeptoren – zeigten in Phase-2- und -3-Studien eine gute Verträglichkeit sowie hohe biochemische Ansprechraten. Sie wurden daher kürzlich zur Zweitlinientherapie der primären biliären Cholangitis zugelassen. Zudem widmen sich klinische Studien verstärkt den belastenden Leitsymptomen Fatigue und Pruritus, mit dem Ziel, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
QR-Code scannen & Beitrag online lesen

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
Die primäre biliäre Cholangitis (PBC) ist eine chronische, immunvermittelte cholestatische Lebererkrankung, die häufig mit lähmenden Symptomen wie Müdigkeit, Pruritus und Sicca-Syndrom einhergeht. Unbehandelt kann die PBC zur biliären Zirrhose mit entsprechenden Komplikationen fortschreiten. Die Einführung der Ursodeoxycholsäure (UDCA) in den 1980er-Jahren führte zu einem deutlichen Rückgang des Anteils der PBC-Patient:innen, die eine Lebertransplantation benötigen. Dieser Anteil ist jedoch seit Ende der 1990er-Jahre mit 2–3 % aller Lebertransplantationen relativ stabil geblieben. Ein Hauptgrund für diese Stagnation ist, dass 20–40 % der Patient:innen nicht ausreichend auf die Erstlinientherapie mit UDCA ansprechen [1, 2] und häufig nicht oder nicht rechtzeitig der empfohlenen Zweitlinientherapien zugeführt werden. So belegen etwa Kohortendaten aus Deutschland, dass nur etwa ein Drittel dieser PBC-Patient:innen die indizierte Zweitlinientherapie erhält [3, 4]. Ein unzureichendes Krankheitsmanagement hat nicht nur Konsequenzen für die Lebensqualität, sondern beschleunigt auch das Fortschreiten der Fibrose, mit einhergehend erhöhter Mortalität und geringerem transplantationsfreiem Überleben [5, 6]. Jüngste Erkenntnisse aus grossen Kohortendaten haben die Risikostratifizierung und das pathophysiologische Verständnis der Krankheit verbessert. Dieser Artikel fasst die neusten Fortschritte in der PBC-Therapie zusammen und zeigt auf, wie die frühzeitige Identifizierung von Risikogruppen das transplantationsfreie Überleben verlängern und die Symptomlast lindern könnte.

Neue Optionen für die Zweitlinienbehandlung

Obeticholsäure (OCA) war bisher die einzige zugelassene Zweitlinientherapie für PBC-Patient:innen, die nicht ausreichend auf Ursodeoxycholsäure ansprechen oder diese nicht vertragen. Als Off-label-Optionen stehen zudem Bezafibrat und Fenofibrat zur Verfügung. Deren Einsatz stützt sich auf eine solide Evidenzbasis und kann mit entsprechender Aufklärung in Betracht gezogen werden. Zwei neuartige Peroxisom-Proliferator-aktivierte Rezeptor-Agonisten (PPAR-Agonisten), Elafibranor und Seladelpar, welche vor kurzem sowohl von der EMA (European Medicines Agency) als auch von der FDA (Food and Drug Administration) zugelassen wurden, geben den Betroffenen nun neue Hoffnung.

Obeticholsäure

Die halbsynthetische Gallensäure Obeticholsäure (OCA) hatte 2016 von der EMA und der FDA die bedingte Zulassung als Zweitlinientherapie für PBC erhalten. OCA wirkt als Agonist des nukleären Farnesoid-X-Rezeptors (FXR) und hat anticholestatische, entzündungshemmende und insbesondere antifibrotische Wirkungen [7]. Die Phase-3-Studie POISE und ihre mehrjährige offene Verlängerung bestätigten die Wirksamkeit im Sinne eines biochemischen Ansprechens [8, 9]. Diese Ergebnisse wurden durch internationale Kohortenstudien unter realen Bedingungen weiter untermauert, und eine Propensity-Score-Matching-Analyse mit internationalen PBC-Registern wies auch klinische Vorteile mit 70 % Risikoreduktion für Transplantation oder leberassoziierte Mortalität nach [10, 11].
Pruritus ist die häufigste unerwünschte Wirkung unter OCA-Therapie und tritt dosisabhängig auf [8]. Dieser Pruritus kann durch die Gabe von Bezafibrat oder Rifampicin, eine Dosisreduktion oder vorübergehendes Pausieren wirksam behandelt werden [12]. Oft kann auch unter fortgeführter Therapie eine spontane Verbesserung beobachtet werden, und nur eine Minderheit der Patient:innen bricht die Therapie deswegen ab [9]. Zu den Kontraindikationen für OCA gehören eine dekompensierte Leberzirrhose und, gemäss der US-amerikanischen und schweizerischen Fachinformation, eine kompensierte Zirrhose mit portaler Hypertonie. Wie bei jeder Therapie ist der Nutzen in fortgeschrittenen Krankheitsstadien begrenzt [1315].
Im Jahr 2024 widerrief die EMA die bedingte Zulassung von OCA. Diese Entscheidung beruhte auf einer fehlerhaften Interpretation der vorläufigen Ergebnisse der COBALT-Studie (OCA vs. Placebo über 8 Jahre), die ihren primären Endpunkt nicht erreichte [16]. Die Studie wurde jedoch durch ein frühzeitiges Ausscheiden von Studienteilnehmern und den grossen Wechsel (32,5 %) von Placebo zu offenem OCA erheblich beeinträchtigt, wodurch die Interpretation der Ergebnisse praktisch unmöglich wird [17]. In der klinischen Routine sind die meisten PBC-Patient:innen nicht zirrhotisch, vertragen OCA gut und zeigen ein günstiges biochemisches Ansprechen [10, 16]. Daher wird die Fortsetzung der OCA-Therapie, sofern sie noch verfügbar ist, für jene empfohlen, die ein deutliches Ansprechen auf die Behandlung zeigen, diese gut tolerieren und keine dekompensierte Zirrhose oder portale Hypertonie aufweisen.

PPAR-Agonisten

Peroxisom-Proliferator-aktivierte Rezeptoren (PPARs) sind nukleäre Rezeptoren, die als Transkriptionsfaktoren fungieren und eine entscheidende Rolle bei der Regulierung von Entzündungen, Fibrogenese, Karzinogenese und Stoffwechsel spielen [18, 19]. PPAR kommen ubiquitär vor, aber jede der drei PPAR-Isoformen alpha (α), gamma (γ) und delta (δ) weist eine unterschiedliche gewebespezifische Expression auf [19, 20]. Pharmakologische PPAR-Agonisten können selektive Isoformen oder global alle PPARs aktivieren (sog. pan-PPAR). Alle Isoformen haben anticholestatische und entzündungshemmende Eigenschaften, und das therapeutische Potenzial wird zudem durch den Klasseneffekt einer Reduktion des Pruritus erhöht [2123]. Klinisch wird die PPAR-Aktivierung mit einer verbesserten Gallensäurensekretion bzw. -zusammensetzung und verringerten Gallensäuresynthese in Verbindung gebracht [24, 25].

Fibrate: langjährig bekannte PPAR-Agonisten

In den letzten 10 Jahren wurden umfangreiche Erfahrungen mit dem pan-PPAR-Agonisten Bezafibrat und dem PPAR-α-Agonisten Fenofibrat gesammelt, die durch offene Studien, Registeranalysen und Metaanalysen gestützt werden [26, 27]. Zusätzlich zum biochemischen Ansprechen wurde auch ein positiver Einfluss auf klinische Endpunkte wie transplantationsfreies Überleben und Mortalität in einem japanischen Register nachgewiesen [28]. Die randomisierte kontrollierte BEZURSO-Studie unterstreicht die biochemische Wirksamkeit von Bezafibrat als Zweitlinientherapie: Bei unvollständigem Ansprechen auf UDCA kann durch Zugabe von 400 mg Bezafibrat täglich bei 31 % der Patient:innen eine Normalisierung der Leberwerte und bei einem weiteren Drittel nach 2 Jahren eine Normalisierung der alkalischen Phosphatase (ALP) erreicht werden. Darüber hinaus nahm die Lebersteifigkeit ab, und der Pruritus verbesserte sich tendenziell [23]. Die Evidenz für Fenofibrat ist weniger solide, unterstützt aber dessen Einsatz in Ländern, in denen Bezafibrat nicht verfügbar ist [27, 29].
Die Verwendung von Fibraten bei cholestatischen Lebererkrankungen scheint im Allgemeinen gut verträglich zu sein, jedoch fehlen umfassende Sicherheitsdaten aufgrund der Off-label-Verwendung. In der BEZURSO-Studie wurde bei etwa 6 % der Patient:innen eine Hepatotoxizität festgestellt, von denen einige einer Steroidtherapie bedurften [23]. Die Ausscheidung von Bezafibrat erfolgt fast ausschliesslich renal und ist gemäss Hersteller bei geschätzter glomerulärer Filtrationsrate (eGFR) von ≤60 ml/min kontraindiziert. In der klinischen Praxis wird es jedoch auch bei eGFR <60 ml/min mit präemptiver Dosisanpassung eingesetzt. Die Daten zur langfristigen Sicherheit bei Patient:innen mit chronischer Niereninsuffizienz (CKD) sind widersprüchlich, und die Nierenfunktion muss zu Beginn überwacht werden [30]. Ein leichter, reversibler Anstieg des Serumkreatinins bei Beginn der Behandlung ist wahrscheinlich auf eine erhöhte Kreatininproduktion und eine verringerte Ausscheidung zurückzuführen, und es wird gar ein antiproteinurischer Effekt diskutiert [3135]. Bei unverhältnismässigem oder kontinuierlichem Anstieg des Kreatinins sollte das Medikament abgesetzt werden. Bis zu 20 % der Patient:innen entwickeln unter Fibrattherapie Myalgien. Fälle von Rhabdomyolyse sind insbesondere bei höheren Dosen, in Kombination mit Statinen, und bei CKD beschrieben [23, 36, 37]. Von der gleichzeitigen Anwendung von Statinen und Fibraten wird deshalb bei Patient:innen mit CKD abgeraten [30].

Neue PPAR-Agonisten

Seladelpar ist ein selektiver PPAR-δ-Agonist, der in der Phase-2-Studie hohe biochemische Ansprechraten und eine Verbesserung des Pruritus aufwies [38, 39]. Diese Wirkung bestätigte sich in den anschliessenden Phase-3-Studien ENHANCE und RESPONSE [40, 41]. In Letzterer erreichten 61,7 % nach 12 Monaten die sog. POISE-Ansprechkriterien (= ALP <1,67× ULN [Upper Limit of Normal = oberer Normwert], 15 % ALP-Reduktion und normwertiges Gesamtbilirubin nach einem Jahr), 25 % gar eine Normalisierung der ALP. Auch der vordefinierte sekundäre Endpunkt der Verbesserung des Pruritus wurde deutlich erreicht. Eine Post-hoc-Analyse untermauerte diese Ergebnisse, indem fast jeder 5. Patient mit schwerem Pruritus über ein nahezu vollständiges Verschwinden berichtete. Ausserdem entwickelte keiner der bei Studieneinschluss asymptomatischen Patient:innen de novo Pruritus unter Seladelpar, verglichen mit jedem Vierten unter Placebo [42]. Eine offene Verlängerungsstudie belegte einen anhaltenden Nutzen von Seladelpar von bis zu 2 Jahren mit noch höheren biochemischen Ansprechraten [43]. Bis auf milde gastrointestinale Nebenwirkungen war die Therapie gut verträglich und sicher. Diese Ergebnisse führten zur Zulassung durch die FDA und die EMA als Zweitlinientherapie für PBC-Patient:innen mit unzureichendem Ansprechen oder Unverträglichkeit von UDCA. Derzeit werden weitere Daten zum Einsatz bei Patient:innen mit etablierter, aber noch kompensierter Zirrhose gesammelt (AFFIRM, NCT06051617).
Der PPAR-α/δ-Agonist Elafibranor und der PPAR-α/γ-Agonist Saroglitazar haben in Phase-2-Studien als Zweitlinientherapie ein vergleichbares biochemisches Ansprechen gezeigt (Erreichen der POISE-Kriterien mit Elafibranor 79 % nach 12 Wochen, mit Saroglitazar 71 % nach 16 Wochen [21, 44]). Die Phase-3-Studie (ELATIVE) bestätigte diese Ergebnisse für Elafibranor mit biochemischem Ansprechen in 51 % über 52 Wochen, wobei 15 % der Patient:innen eine ALP-Normalisierung erreichten [45]. Die Verbesserung des Pruritus als vordefinierter sekundärer Endpunkt wurde nicht erreicht, jedoch deuteten Analysen unter Verwendung differenzierter Fragebogen zur Erfassung des Pruritus auf eine Linderung von insbesondere moderat bis schwerem Pruritus hin. Diese Daten führten zur bedingten Zulassung von Elafibranor durch die FDA und EMA als Zweitlinienoption für PBC-Patienten mit unzureichendem Ansprechen oder Unverträglichkeit von UDCA.

Drittlinienoptionen und Kombinationstherapie

Wenn eine Zweitlinientherapie kein ausreichendes biochemisches Ansprechen erreicht oder es Anzeichen für eine fortschreitende Fibrose gibt, sollte entweder der Wirkstoff gewechselt werden oder eine Kombinationstherapie erfolgen. Bei Patient:innen, die trotz Zweitlinientherapie laborchemisch nicht vollständig ansprechen, kann eine Kombination von OCA plus Fibraten (unter fortgeführtem UDCA) wirksam sein, wie Real-World-Daten belegen [4749]. Die Kombination von OCA und Bezafibrat wird in laufenden Studien untersucht (NCT04594694, NCT05239468).

Immunsuppressiva

Besondere Aufmerksamkeit ist bei der Beurteilung des Ansprechens auf die Behandlung bei Betroffenen mit einer PBC-AIH-Variante (Autoimmunhepatitis-Variante der primären biliären Cholangitis, vormals als Overlap-Syndrom bezeichnet) geboten, einer Untergruppe, bei der die histologischen Merkmale beider Entitäten überlappen. Diese Variante ist mit einer schlechteren Prognose verbunden, weshalb eine frühzeitige Therapieoptimierung indiziert ist. Insbesondere Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer Interface-Hepatitis profitieren von einer zusätzlichen Immunsuppression mit Prednis(ol)on oder Budesonid, gefolgt von einer Remissionserhaltung mit Antimetaboliten wie Mycophenolsäure oder Azathioprin [5053]. Es bleibt eine Herausforderung, die dominierende Komponente (AIH vs. PBC) beim Therapieansprechen nichtinvasiv zu differenzieren. In Fällen, in denen die Trends bei den Leberenzymen und den Serum-Immunglobulin-G-Spiegeln nicht schlüssig sind, kann eine wiederholte Leberbiopsie gerechtfertigt sein, um das vorherrschende Merkmal zu bestimmen.

Neue Behandlungsziele und individuelle Berücksichtigungen

Für die Verwendung der ALP und des Serumbilirubins als Surrogatmarker für ein Ansprechen auf die UDCA-Behandlung besteht eine solide Evidenz [54]. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden verschiedene Kriterien entwickelt, um dieses Ansprechen zu bewerten. Die Paris-II-Kriterien (ALP <1,5× ULN, AST <1,5× ULN und Bilirubin <17 µmol/l [= 1 mg/dl]) sind für die klinische Praxis besonders gut geeignet und in realen Kohorten gut validiert [55].
Jüngste Analysen der GLOBE-Kohorte unterstreichen jedoch, dass die Sterblichkeit und das Risiko einer Lebertransplantation bereits bei Bilirubinwerten von >0,6× ULN und ALP >1,0× ULN ansteigen. Insbesondere Patient:innen, die einen niedrig-normalen Bilirubinwert von ≤0,6× ULN erreichten, hatten eine signifikant bessere Überlebensrate als jene mit Werten im oberen Normalbereich (10-Jahres-Überlebensrate 91 % vs. 79 %). In ähnlicher Weise hatten Patient:innen mit normaler ALP eine höhere 10-Jahres-Überlebensrate als jene mit ALP zwischen 1,0 und 1,67× ULN (93 % vs. 86 %; [56]). Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass selbst bei Patient:innen mit ALP <1,5 ULN oder Bilirubinwerten zwischen 0,6 und 1 ULN eine pharmakologische Behandlung gerechtfertigt ist, insbesondere bei zusätzlichen Risikofaktoren wie einem Alter unter 62 Jahren, einer erhöhten Elastographie oder bei Nachweis von gp210-Autoantikörpern.

Risikostratifizierung und Zeitpunkt der Therapieeskalation

Das Ansprechen auf die Erstlinientherapie mit UDCA wird, entsprechend den aktuellen Empfehlungen der European Association for the Study of the Liver (EASL) und der American Association for the Study of Liver Disease (AASLD), nach 12 Monaten bewertet [57, 58]. Der grösste anticholestatische Effekt von UDCA wird aber bereits innerhalb der ersten 3 bis 6 Monate beobachtet, und eine ALP von >1,9× ULN 6 Monate nach Beginn der UDCA-Therapie ist mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 % für ein unzureichendes Ansprechen assoziiert [59]. Solche Patient:innen sollten frühzeitig für eine Zweitlinientherapie evaluiert werden.
Aber selbst wenn ein adäquates Therapieansprechen auf UDCA mit einer ALP-Senkung auf <1,5× ULN erreicht wird, soll eine weitere Risikostratifizierung erfolgen. In dieser Gruppe ist ein Alter von <62 Jahren und eine Lebersteifigkeit von >10 kPa mit einer deutlich erhöhten Mortalität assoziiert. Dieser Effekt ist besonders ausgeprägt, wenn beide Risikofaktoren vorhanden sind [59].
Obwohl UDCA in der Lage ist, die Cholestase, den Verlust von Gallengängen und die lobuläre Entzündung zu lindern, verbessert es die Fibrose nicht [60, 61]. Eine Biopsie ist zur Diagnose der PBC in der Regel nicht notwendig, kann aber in Fällen mit Verdacht auf hepatobiliäre Komorbiditäten oder bei hohen Transaminasen (> 5× ULN) sinnvoll sein. Histologisch präsentiert sich die PBC sehr heterogen, jedoch sind die Interface-Hepatitis und die lobuläre Entzündung seit langem als Prädiktoren für das Fortschreiten der Fibrose bei PBC bekannt [60, 62]. Die Histologie kann zudem Patient:innen mit Merkmalen einer Autoimmunhepatitis identifizieren (PBC-AIH-Variante), die von einer zusätzlichen Immunsuppression profitieren könnten. Eine Leberbiopsie wird daher empfohlen, wenn serologische AIH-Merkmale wie eine vorherrschende Erhöhung der Transaminasen, IgG oder positive AIH-Autoantikörper vorliegen. Diese Merkmale können zu jedem beliebigen Zeitpunkt im Krankheitsverlauf auftreten [57].
Unabhängig vom biochemischen Ansprechen ist die Leberfibrose einer der wichtigsten Risikofaktoren für das Fortschreiten der Krankheit, eine Lebertransplantation und die Sterblichkeit [63]. Daher dient die Quantifizierung der Leberfibrose als wichtiger prognostischer Parameter für die Risikostratifizierung zu Beginn der Therapie und als Surrogatmarker für das Fortschreiten der Erkrankung im Verlauf. Die Elastographie ist für den Einsatz bei PBC validiert und wird von internationalen Konsortien wie der EASL und der AASLD empfohlen [57, 58]. Eine retrospektive Analyse der Elastographie-Daten von fast 4000 PBC-Patient:innen über einen mittleren Beobachtungszeitraum von 5 Jahren belegte, dass Cut-off-Werte von 8 und 15 kPa effektiv zwischen niedrigem, mittlerem und hohem Risiko für einen ungünstigen Verlauf unterscheiden [64]. Selbst bei jenen, welche die Paris-II-Kriterien erfüllen, ist eine Lebersteifigkeit von ≥10 kPa immer noch mit einer signifikant erhöhten Mortalität verbunden [59]. Es ist wichtig, nicht nur den absoluten Steifigkeitswert, sondern auch dessen zeitliche Dynamik zu bewerten, da ein Anstieg der Lebersteifigkeit um nur 20 %, unabhängig vom biochemischen Ansprechen, mit einer deutlich höheren Morbidität und Mortalität verbunden ist [65]. In Abb. 1 ist ein möglicher Therapiealgorithmus zusammengefasst.
Abb. 1
Möglicher Therapiealgorithmus unter Berücksichtigung des Progressionsrisikos. AIH Autoimmunhepatitis, ALP alkalische Phosphatase, AST Aspartat-Aminotransferase, FXR Farnesoid-X-Rezeptor, PBC primäre biliäre Cholangitis, PPAR Peroxisom-Proliferator-aktivierter Rezeptor, UDCA Ursodeoxycholsäure, ULN Upper Limit of Normal (oberer Normwert)
Bild vergrößern

Symptomkontrolle

Pruritus tritt bei bis zu 80 % der PBC-Patient:innen auf, kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und sollte folglich bei jeder Visite erfragt werden [66, 67]. In den früheren Leitlinien wurden neben physikalischen Massnahmen die Medikamente Cholestyramin, Rifampicin, Naltrexon und SSRIs (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) als antipruriginöse Therapien empfohlen [57]. Bei vielen Betroffenen lässt sich der Pruritus damit jedoch nicht zufriedenstellend kontrollieren. Inzwischen ist der antipruriginöse Effekt von Bezafibrat gut belegt [23, 68]. Die Wirksamkeit der PPAR-Agonisten bei der Linderung von Pruritus scheint ein Klasseneffekt zu sein, variiert aber je nach angesprochener Rezeptor-Isoform [69]. Die placebokontrollierten Studien zu Seladelpar bestätigten eine signifikante Verringerung des Pruritus bereits nach einem Behandlungsmonat (vgl. Abschnitt: „Neue PPAR-Agonisten“; [3941]).
Inhibitoren des apikalen natriumabhängigen Gallensäuretransporters (IBAT-Inhibitoren) unterbrechen den enterohepatischen Kreislauf und wurden bereits erfolgreich zur Behandlung von Pruritus bei anderen cholestatischen, vor allem pädiatrischen Lebererkrankungen eingesetzt. In der PBC wird derzeit Linerixibat in einer Phase-3-Studie (NCT04167358 und NCT04950127) und einem Compassionate-Use-Programm (NCT05448170) untersucht, nachdem kleine Phase-2-Studien positive Signale gezeigt hatten [70, 71]. Die Phase-3-Studie GLISTEN wurde auf dem Internationalen Leberkongress (EASL) im Mai 2025 mit positivem Ergebnis vorgestellt.
Fatigue kann unabhängig von pruritusbedingten Schlafstörungen auftreten, nach einer Transplantation fortbestehen und bleibt ein schwer zu behandelndes Symptom. Der NADPH-Oxidase-1/4-Hemmer (NOX1/4-Hemmer) Setanaxib zeigte in einer Post-hoc-Analyse eine positive Wirkung auf mässige bis schwere Fatigue [72]. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieser Effekt in der laufenden Phase-3-Studie (NCT05014672) bestätigen lässt. Derzeit konzentrieren sich die Behandlungsmöglichkeiten in erster Linie auf den Ausschluss alternativer Ursachen der Fatigue, wie Hypothyreose, nächtlicher Pruritus, Diabetes mellitus, Anämie, kardiale Ursachen oder Depressionen sowie auf die Durchführung von Verhaltenstherapien und strukturierten Bewegungsprogrammen [73].

Präkonzeptionelle Beratung und Betreuung während der Schwangerschaft/Stillzeit

Die PBC betrifft vor allem Frauen, und die Krankheit kann bereits im frühen gebärfähigen Alter auftreten. Obwohl der mütterliche und neonatale Ausgang bei PBC im Allgemeinen günstig ist, sollen folgende Aspekte berücksichtigt werden.
Physiologische Veränderungen während der Schwangerschaft können die Krankheitsaktivität beeinflussen: Östrogene sind wichtige Regulatoren der Gallensäuresynthese, und sehr hohe Östrogen- und Progesteronspiegel üben während der Schwangerschaft eine starke entzündungshemmende Wirkung aus [7476]. Deren Abfallen nach der Geburt kann jedoch zu einem Aufflammen autoimmuner Hepatopathien führen. Andererseits steigen die ALP-Gesamtwerte durch die plazentäre Isoform während der Schwangerschaft kontinuierlich an und erschweren die Interpretation des Therapieansprechens der Grunderkrankung [77].
Beratung vor der Empfängnis: Alle Patientinnen mit Leberkrankungen sollten idealerweise in einem spezialisierten Zentrum präkonzeptionell untersucht und beraten werden [78]. Ein Screening auf das Vorhandensein einer fortgeschrittenen Fibrose und portaler Hypertonie ist unerlässlich, da diese mit einem erhöhten Risiko maternaler und fetaler Komplikationen verbunden ist. Bei portaler Hypertonie ist das Risiko einer Varizenblutung im letzten Trimester und während der Geburt besonders hoch, und ein endoskopisches Varizenscreening wird vor der Empfängnis bei allen Patientinnen mit Zirrhose bzw. fortgeschrittener Fibrose empfohlen, unabhängig von nichtinvasiven Surrogatparametern wie Elastographie oder Thrombozytenzahl [78].
Medikation während Schwangerschaft und Stillzeit: Es gibt gute Daten für die Sicherheit von UDCA während der Schwangerschaft, und diese soll während der Schwangerschaft und Stillzeit fortgesetzt werden [78, 79]. Bei PBC-AIH-Varianten ist das Fortführen von Prednison, Budesonid und/oder Azathioprin auch intra- und postpartal sicher, bedarf aber einer Beratung hinsichtlich eines erhöhten Risikos für Gestationsdiabetes [78, 80]. Mycophenolsäure ist teratogen und muss 12 Wochen präkonzeptionell umgestellt werden. Idealerweise sollten Patientinnen mit Merkmalen einer AIH in den 2 Jahren vor Konzeption unter einer stabilen, niedrig dosierten Therapie in biochemischer Remission sein. Für alle anderen PBC-spezifischen Medikamente sind die verfügbaren Daten unklar: Wenngleich OCA in Tierversuchen keine Teratogenität gezeigt hat, sollte es aufgrund fehlender Sicherheitsdaten nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit verabreicht werden [78]. Bezüglich Fibraten wurde in Tiermodellen und Fallberichten zwar keine Teratogenität beschrieben, für eine sichere Anwendung in der Schwangerschaft oder Stillzeit besteht jedoch nicht genügend Evidenz („Klasse-C-Arzneimittel“ laut FDA) [81, 82]. Neuere PPAR-Agonisten wie Seladelpar und Elafibranor wurden in dieser Hinsicht nicht untersucht und sind daher während der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert.
Zur Empfängnisverhütung gelten Intrauterinpessare mit Kupfer sowie östrogen- und/oder progesteronhaltige Verhütungsmittel bei cholestatischen Lebererkrankungen sowie bei AIH bis zum Stadium der kompensierten Leberzirrhose als sicher [78, 83, 84]. Bei dekompensierter Leberzirrhose ist bei der Anwendung von östrogenhaltigen Präparaten Vorsicht geboten, da diese akkumulieren können [83].

Fazit für die Praxis

Bei allen Patient:innen mit PBC sollte zum Zeitpunkt der Diagnose und bei jeder Folgevisite eine Risikostratifizierung erfolgen. Diese umfasst nicht nur demografische Merkmale und biochemische Parameter, sondern auch eine Beurteilung des Fibrosegrades mittels Elastographie. Anhand dieser Surrogatmarker lassen sich Risikopatient:innen identifizieren und abschätzen, ob eine Zweitlinientherapie gerechtfertigt ist. Neue therapeutische Optionen ermöglichen eine personalisierte Therapie, die darauf abzielt, die ALP- und Bilirubinwerte zu normalisieren, das Fortschreiten der Fibrose aufzuhalten und zusätzlich auch die Symptomlast zu lindern. Neben der Verbesserung der Leberwerte müssen neue Therapien auch ihre Wirksamkeit hinsichtlich klinischer Endpunkte wie dem transplantationsfreien Überleben unter Beweis stellen, um ihre Überlegenheit gegenüber etablierten Behandlungen wie UDCA zu belegen.
Eine rechtzeitige Diagnose und personalisierte Therapie der PBC erfordern mehr als die Entwicklung neuer prognostischer Scores oder innovativer Therapeutika. Entscheidend ist die Sensibilisierung für aktuelle Fortschritte in der PBC-Therapie sowie die Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Hausärzt:innen, Gastroenterolog:innen und spezialisierten Zentren. Darüber hinaus sollen extrahepatische Manifestationen und assoziierte Komorbiditäten wie Hypothyreose, Osteoporose, Fatigue, Pruritus oder das Sicca-Syndrom systemisch erfasst und integrativ in das therapeutische Gesamtkonzept einbezogen werden.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

M. Vögelin bestätigt keine finanziellen oder konkurrierenden Interessen. A.E. Kremer bestätigt Vortragshonorare von Abbvie, Advanz, AOP Orphan, Bayer, BMS, CymaBay, Falk Foundation, Gilead, GSK, Intercept, Ipsen, Johnson&Johnson, Medscape, Mirum, MSD, Novartis, Roche, Vertex und Viofor, Beratungstätigkeit für Abbvie, Advanz, Alentis, AlphaSigma, Astellas, AstraZeneca, Attovia Therapeutics, Avior, Bayer, BMS, Böhringer-Ingelheim, CymaBay, Dr. Falk, Gilead, GSK, Guidepoint, Intercept, Ipsen, Mirum, MSD, Novo Nordisk, Rectify Pharma, Roche und Takeda sowie Forschungsgrants von Gilead, Intercept und Roche.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
download
DOWNLOAD
print
DRUCKEN
Titel
Neue Standards in der Behandlung der primären biliären Cholangitis
Verfasst von
Dr. med. Marius Vögelin
Prof. Dr. med. Andreas E. Kremer, PhD, MHBA
Publikationsdatum
12.08.2025
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Schweizer Gastroenterologie / Ausgabe 3/2025
Print ISSN: 2662-7140
Elektronische ISSN: 2662-7159
DOI
https://doi.org/10.1007/s43472-025-00173-w
1.
Zurück zum Zitat Cortez-Pinto H, Liberal R, Lopes S, Machado MV, Carvalho J, Dias T et al (2021) Predictors for incomplete response to ursodeoxycholic acid in primary biliary cholangitis. Data from a national registry of liver disease. United European Gastroenterol J 9(6):699–706PubMedPubMedCentralCrossRef
2.
Zurück zum Zitat Wilde AB, Lieb C, Leicht E, Greverath LM, Steinhagen LM, Wald de Chamorro N et al (2021) Real-World Clinical Management of Patients with Primary Biliary Cholangitis—A Retrospective Multicenter Study from Germany. J Clin Med 10(5):1061PubMedPubMedCentralCrossRef
3.
Zurück zum Zitat Wiegand J, Franke A, Müller T, Stein K, Bantel H, Günther R et al (2024) Sub-optimal therapy of patients with primary biliary cholangitis (PBC) in the real-life stetting of the German PBC cohort. Z Gastroenterol 62(11):1931–1942PubMedCrossRef
4.
Zurück zum Zitat Sebode M, Kloppenburg A, Aigner A, Lohse AW, Schramm C, Linder R (2020) Population-based study of autoimmune hepatitis and primary biliary cholangitis in Germany: rising prevalences based on ICD codes, yet deficits in medical treatment. Z Gastroenterol 58(5):431–438PubMedCrossRef
5.
Zurück zum Zitat Corpechot C, Abenavoli L, Rabahi N, Chrétien Y, Andréani T, Johanet C et al (2008) Biochemical response to ursodeoxycholic acid and long-term prognosis in primary biliary cirrhosis. Hepatology 48(3):871–877PubMedCrossRef
6.
Zurück zum Zitat Trivedi PJ, Lammers WJ, van Buuren HR, Parés A, Floreani A, Janssen HL et al (2016) Stratification of hepatocellular carcinoma risk in primary biliary cirrhosis: a multicentre international study. Gut 65(2):321–329PubMedCrossRef
7.
Zurück zum Zitat Ali AH, Carey EJ, Lindor KD (2015) Recent advances in the development of farnesoid X receptor agonists. Ann Transl Med 3(1):5PubMedPubMedCentral
8.
Zurück zum Zitat Nevens F, Andreone P, Mazzella G, Strasser SI, Bowlus C, Invernizzi P et al (2016) A Placebo-Controlled Trial of Obeticholic Acid in Primary Biliary Cholangitis. N Engl J Med 375(7):631–643PubMedCrossRef
9.
Zurück zum Zitat Trauner M, Nevens F, Shiffman ML, Drenth JPH, Bowlus CL, Vargas V et al (2019) Long-term efficacy and safety of obeticholic acid for patients with primary biliary cholangitis: 3‑year results of an international open-label extension study. Lancet Gastroenterol Hepatol 4(6):445–453PubMedCrossRef
10.
Zurück zum Zitat D’Amato D, De Vincentis A, Malinverno F, Viganò M, Alvaro D, Pompili M et al (2021) Real-world experience with obeticholic acid in patients with primary biliary cholangitis. JHEP Rep 3(2):100248PubMedPubMedCentralCrossRef
11.
Zurück zum Zitat Murillo Perez CF, Fisher H, Hiu S, Kareithi D, Adekunle F, Mayne T et al (2022) Greater Transplant-Free Survival in Patients Receiving Obeticholic Acid for Primary Biliary Cholangitis in a Clinical Trial Setting Compared to Real-World External Controls. Gastroenterology 163(6):1630–1642.e3PubMedCrossRef
12.
Zurück zum Zitat Pate J, Gutierrez JA, Frenette CT, Goel A, Kumar S, Manch RA et al (2019) Practical strategies for pruritus management in the obeticholic acid-treated patient with PBC: proceedings from the 2018 expert panel. BMJ Open Gastroenterol 6(1):e256PubMedPubMedCentralCrossRef
13.
Zurück zum Zitat De Vincentis A, D’Amato D, Cristoferi L, Gerussi A, Malinverno F, Lleo A et al (2022) Predictors of serious adverse events and non-response in cirrhotic patients with primary biliary cholangitis treated with obeticholic acid. Liver Int 42(11):2453–2465PubMedPubMedCentralCrossRef
14.
Zurück zum Zitat Eaton JE, Vuppalanchi R, Reddy R, Sathapathy S, Ali B, Kamath PS (2020) Liver Injury in Patients With Cholestatic Liver Disease Treated With Obeticholic Acid. Hepatology 71(4):1511–1514PubMedCrossRef
15.
Zurück zum Zitat Levy C, Manns M, Hirschfield G (2023) New Treatment Paradigms in Primary Biliary Cholangitis. Clin Gastroenterol Hepatol 21(8):2076–2087PubMedCrossRef
16.
Zurück zum Zitat Kowdley KV, Hirschfield GM, Coombs C, Malecha ES, Bessonova L, Li J et al (2025) COBALT: A Confirmatory Trial of Obeticholic Acid in Primary Biliary Cholangitis With Placebo and External Controls. Am J Gastroenterol 120(2):390–400PubMedCrossRef
17.
Zurück zum Zitat Jones DEJ, Beuers U, Bonder A, Carbone M, Culver E, Dyson J et al (2024) Primary biliary cholangitis drug evaluation and regulatory approval: Where do we go from here? Hepatology
18.
Zurück zum Zitat Pawlak M, Lefebvre P, Staels B (2015) Molecular mechanism of PPARα action and its impact on lipid metabolism, inflammation and fibrosis in non-alcoholic fatty liver disease. J Hepatol 62(3):720–733PubMedCrossRef
19.
Zurück zum Zitat Wagner N, Wagner KD (2020) The Role of PPARs in Disease. Cells 9(11):2367PubMedPubMedCentralCrossRef
20.
Zurück zum Zitat Mirza AZ, Althagafi II, Shamshad H (2019) Role of PPAR receptor in different diseases and their ligands: Physiological importance and clinical implications. Eur J Med Chem 166:502–513PubMedCrossRef
21.
Zurück zum Zitat Schattenberg JM, Pares A, Kowdley KV, Heneghan MA, Caldwell S, Pratt D et al (2021) A randomized placebo-controlled trial of elafibranor in patients with primary biliary cholangitis and incomplete response to UDCA. J Hepatol 74(6):1344–1354PubMedCrossRef
22.
Zurück zum Zitat Jones D, Boudes PF, Swain MG, Bowlus CL, Galambos MR, Bacon BR et al (2017) Seladelpar (MBX-8025), a selective PPAR‑δ agonist, in patients with primary biliary cholangitis with an inadequate response to ursodeoxycholic acid: a double-blind, randomised, placebo-controlled, phase 2, proof-of-concept study. Lancet Gastroenterol Hepatol 2(10):716–726PubMedCrossRef
23.
Zurück zum Zitat Corpechot C, Chazouillères O, Rousseau A, Le Gruyer A, Habersetzer F, Mathurin P et al (2018) A Placebo-Controlled Trial of Bezafibrate in Primary Biliary Cholangitis. N Engl J Med 378(23):2171–2181PubMedCrossRef
24.
Zurück zum Zitat Ghonem NS, Assis DN, Boyer JL (2015) Fibrates and cholestasis. Hepatology 62(2):635–643PubMedCrossRef
25.
Zurück zum Zitat Colapietro F, Gershwin ME, Lleo A (2023) PPAR agonists for the treatment of primary biliary cholangitis: Old and new tales. J Transl Autoimmun 6:100188PubMedPubMedCentralCrossRef
26.
Zurück zum Zitat Khakoo NS, Sultan S, Reynolds JM, Levy C (2023) Efficacy and Safety of Bezafibrate Alone or in Combination with Ursodeoxycholic Acid in Primary Biliary Cholangitis: Systematic Review and Meta-Analysis. Dig Dis Sci 68(4):1559–1573PubMedCrossRef
27.
Zurück zum Zitat Grigorian AY, Mardini HE, Corpechot C, Poupon R, Levy C (2015) Fenofibrate is effective adjunctive therapy in the treatment of primary biliary cirrhosis: A meta-analysis. Clin Res Hepatol Gastroenterol 39(3):296–306PubMedCrossRef
28.
Zurück zum Zitat Tanaka A, Hirohara J, Nakano T, Matsumoto K, Chazouillères O, Takikawa H et al (2021) Association of bezafibrate with transplant-free survival in patients with primary biliary cholangitis. J Hepatol 75(3):565–571PubMedCrossRef
29.
Zurück zum Zitat Hegade VS, Khanna A, Walker LJ, Wong LL, Dyson JK, Jones DEJ (2016) Long-Term Fenofibrate Treatment in Primary Biliary Cholangitis Improves Biochemistry but Not the UK-PBC Risk Score. Dig Dis Sci 61(10):3037–3044PubMedCrossRef
30.
Zurück zum Zitat Stevens PE, Levin A, Members KDIGOCKDGDWG (2013) Evaluation and management of chronic kidney disease: synopsis of the kidney disease: improving global outcomes 2012 clinical practice guideline. Ann Intern Med 158(11):825–830PubMedCrossRef
31.
Zurück zum Zitat Hottelart C, El Esper N, Rose F, Achard JM, Fournier A (2002) Fenofibrate increases creatininemia by increasing metabolic production of creatinine. Nephron 92(3):536–541PubMedCrossRef
32.
Zurück zum Zitat Ansquer JC, Dalton RN, Caussé E, Crimet D, Le Malicot K, Foucher C (2008) Effect of fenofibrate on kidney function: a 6-week randomized crossover trial in healthy people. Am J Kidney Dis 51(6):904–913PubMedCrossRef
33.
Zurück zum Zitat Jun M, Zhu B, Tonelli M, Jardine MJ, Patel A, Neal B et al (2012) Effects of fibrates in kidney disease: a systematic review and meta-analysis. J Am Coll Cardiol 60(20):2061–2071PubMedCrossRef
34.
Zurück zum Zitat Sica DA (2009) Fibrate therapy and renal function. Curr Atheroscler Rep 11(5):338–342PubMedCrossRef
35.
Zurück zum Zitat Zingerman B, Ziv D, Feder Krengel N, Korzets A, Matok I (2020) Cessation of Bezafibrate in patients with chronic kidney disease improves renal function. Sci Rep 10(1):19768PubMedPubMedCentralCrossRef
36.
Zurück zum Zitat Kanterewicz E, Sanmartí R, Riba J, Trias I, Autonell J, Brugués J (1992) Bezafibrate induced rhabdomyolysis. Ann Rheum Dis 51(4):536–538PubMedPubMedCentralCrossRef
37.
Zurück zum Zitat Carrion AF, Lindor KD, Levy C (2021) Safety of fibrates in cholestatic liver diseases. Liver Int 41(6):1335–1343PubMedCrossRef
38.
Zurück zum Zitat Bowlus CL, Galambos MR, Aspinall RJ, Hirschfield GM, Jones DEJ, Dörffel Y et al (2022) A phase II, randomized, open-label, 52-week study of seladelpar in patients with primary biliary cholangitis. J Hepatol 77(2):353–364PubMedCrossRef
39.
Zurück zum Zitat Kremer AE, Mayo MJ, Hirschfield G, Levy C, Bowlus CL, Jones DE et al (2022) Seladelpar improved measures of pruritus, sleep, and fatigue and decreased serum bile acids in patients with primary biliary cholangitis. Liver Int 42(1):112–123PubMedCrossRef
40.
Zurück zum Zitat Hirschfield GM, Shiffman ML, Gulamhusein A, Kowdley KV, Vierling JM, Levy C et al (2023) Seladelpar efficacy and safety at 3 months in patients with primary biliary cholangitis: ENHANCE, a phase 3, randomized, placebo-controlled study. Hepatology 78(2):397–415PubMedCrossRef
41.
Zurück zum Zitat Hirschfield GM, Bowlus CL, Mayo MJ, Kremer AE, Vierling JM, Kowdley KV et al (2024) A Phase 3 Trial of Seladelpar in Primary Biliary Cholangitis. N Engl J Med 390(9):783–794PubMedCrossRef
42.
Zurück zum Zitat Kremer ACL, Mayo M, Bowlus C, Kowdley K, Hirschfield G, Susheela C, Yang K, Crittenden D, McWherter C, Jones D (2024) Attenuation, Near Resolution, and Prevention of Pruritus in Patients With Primary Biliary Cholangitis Treated With Seladelpar: A Secondary Analysis of Patterns of Pruritus Change in the RESPONSE Trial. Gastroenterol Hepatol 20(12):4–6
43.
Zurück zum Zitat Mayo MJ, Vierling JM, Bowlus CL, Levy C, Hirschfield GM, Neff GW et al (2024) Open-label, clinical trial extension: Two-year safety and efficacy results of seladelpar in patients with primary biliary cholangitis. Aliment Pharmacol Ther 59(2):186–200PubMedCrossRef
44.
Zurück zum Zitat Vuppalanchi R, Caldwell SH, Pyrsopoulos N, deLemos AS, Rossi S, Levy C et al (2022) Proof-of-concept study to evaluate the safety and efficacy of saroglitazar in patients with primary biliary cholangitis. J Hepatol 76(1):75–85PubMedCrossRef
45.
Zurück zum Zitat Kowdley KV, Bowlus CL, Levy C, Akarca US, Alvares-da-Silva MR, Andreone P et al (2023) Efficacy and Safety of Elafibranor in Primary Biliary Cholangitis. N Engl J Med 390(9):795–805PubMedCrossRef
46.
Zurück zum Zitat Vuppalanchi R, González-Huezo MS, Payan-Olivas R, Muñoz-Espinosa LE, Shaikh F, Cruz-Lopez PJL et al (2021) A Multicenter, Open-Label, Single-Arm Study to Evaluate the Efficacy and Safety of Saroglitazar in Patients With Primary Biliary Cholangitis. Clin Transl Gastroenterol 12(4):e327PubMedPubMedCentralCrossRef
47.
Zurück zum Zitat Smets L, Verbeek J, Korf H, van der Merwe S, Nevens F (2021) Improved Markers of Cholestatic Liver Injury in Patients With Primary Biliary Cholangitis Treated With Obeticholic Acid and Bezafibrate. Hepatology 73(6):2598–2600PubMedCrossRef
48.
Zurück zum Zitat Soret PA, Lam L, Carrat F, Smets L, Berg T, Carbone M et al (2021) Combination of fibrates with obeticholic acid is able to normalise biochemical liver tests in patients with difficult-to-treat primary biliary cholangitis. Aliment Pharmacol Ther 53(10):1138–1146PubMedCrossRef
49.
Zurück zum Zitat Reig A, Álvarez-Navascués C, Vergara M, Gómez-Domínguez E, Gallego-Moya A, Pérez-Medrano IM et al (2021) Obeticholic Acid and Fibrates in Primary Biliary Cholangitis: Comparative Effects in a Multicentric Observational Study. Am J Gastroenterol 116(11):2250–2257PubMedCrossRef
50.
Zurück zum Zitat Wang R, Lin Q, Lu Z, Wen H, Hu F, You J et al (2024) Immunosuppression induces regression of fibrosis in primary biliary cholangitis with moderate-to-severe interface hepatitis. J Autoimmun 143:103163PubMedCrossRef
51.
Zurück zum Zitat Ozaslan E, Efe C, Heurgué-Berlot A, Kav T, Masi C, Purnak T et al (2014) Factors associated with response to therapy and outcome of patients with primary biliary cirrhosis with features of autoimmune hepatitis. Clin Gastroenterol Hepatol 12(5):863–869PubMedCrossRef
52.
Zurück zum Zitat Boberg KM, Chapman RW, Hirschfield GM, Lohse AW, Manns MP, Schrumpf E et al (2011) Overlap syndromes: the International Autoimmune Hepatitis Group (IAIHG) position statement on a controversial issue. J Hepatol 54(2):374–385PubMedCrossRef
53.
Zurück zum Zitat Hirschfield GM, Dyson JK, Alexander GJM, Chapman MH, Collier J, Hübscher S et al (2018) The British Society of Gastroenterology/UK-PBC primary biliary cholangitis treatment and management guidelines. Gut 67(9):1568–1594PubMedCrossRef
54.
Zurück zum Zitat Lammers WJ, van Buuren HR, Hirschfield GM, Janssen HL, Invernizzi P, Mason AL et al (2014) Levels of alkaline phosphatase and bilirubin are surrogate end points of outcomes of patients with primary biliary cirrhosis: an international follow-up study. Gastroenterology 147(6):1338–1349.e5PubMedCrossRef
55.
Zurück zum Zitat Kimura N, Takamura M, Takeda N, Watanabe Y, Arao Y, Takatsuna M et al (2021) Paris II and Rotterdam criteria are the best predictors of outcomes in patients with primary biliary cholangitis in Japan. Hepatol Int 15(2):437–443PubMedCrossRef
56.
Zurück zum Zitat Murillo Perez CF, Harms MH, Lindor KD, van Buuren HR, Hirschfield GM, Corpechot C et al (2020) Goals of Treatment for Improved Survival in Primary Biliary Cholangitis: Treatment Target Should Be Bilirubin Within the Normal Range and Normalization of Alkaline Phosphatase. Am J Gastroenterol 115(7):1066–1074PubMedCrossRef
57.
Zurück zum Zitat easloffice@easloffice.eu EAftSotLEa, Liver EAftSot (2017) EASL Clinical Practice Guidelines: The diagnosis and management of patients with primary biliary cholangitis. J Hepatol 67(1):145–172CrossRef
58.
Zurück zum Zitat Lindor KD, Bowlus CL, Boyer J, Levy C, Mayo M (2019) Primary Biliary Cholangitis: 2018 Practice Guidance from the American Association for the Study of Liver Diseases. Hepatology 69(1):394–419PubMedCrossRef
59.
Zurück zum Zitat Corpechot C, Lemoinne S, Soret PA, Hansen B, Hirschfield G, Gulamhusein A et al (2024) Adequate versus deep response to ursodeoxycholic acid in primary biliary cholangitis: To what extent and under what conditions is normal alkaline phosphatase level associated with complication-free survival gain? Hepatology 79(1):39–48PubMedCrossRef
60.
Zurück zum Zitat Degott C, Zafrani ES, Callard P, Balkau B, Poupon RE, Poupon R (1999) Histopathological study of primary biliary cirrhosis and the effect of ursodeoxycholic acid treatment on histology progression. Hepatology 29(4):1007–1012PubMedCrossRef
61.
Zurück zum Zitat Poupon RE, Balkau B, Eschwège E, Poupon R (1991) A multicenter, controlled trial of ursodiol for the treatment of primary biliary cirrhosis. UDCA-PBC Study Group. N Engl J Med 324(22):1548–1554PubMedCrossRef
62.
Zurück zum Zitat Parés A, Caballería L, Rodés J, Bruguera M, Rodrigo L, García-Plaza A et al (2000) Long-term effects of ursodeoxycholic acid in primary biliary cirrhosis: results of a double-blind controlled multicentric trial. UDCA-Cooperative Group from the Spanish Association for the Study of the Liver. J Hepatol 32(4:561–566CrossRef
63.
Zurück zum Zitat Murillo Perez CF, Hirschfield GM, Corpechot C, Floreani A, Mayo MJ, van der Meer A et al (2019) Fibrosis stage is an independent predictor of outcome in primary biliary cholangitis despite biochemical treatment response. Aliment Pharmacol Ther 50(10):1127–1136PubMedCrossRef
64.
Zurück zum Zitat Corpechot C, Carrat F, Gaouar F, Chau F, Hirschfield G, Gulamhusein A et al (2022) Liver stiffness measurement by vibration-controlled transient elastography improves outcome prediction in primary biliary cholangitis. J Hepatol 77(6):1545–1553PubMedCrossRef
65.
Zurück zum Zitat Lam L, Soret PA, Lemoinne S, Hansen B, Hirschfield G, Gulamhusein A et al (2024) Dynamics of Liver Stiffness Measurement and Clinical Course of Primary Biliary Cholangitis. Clin Gastroenterol Hepatol 22(12):2432–2441.e2PubMedCrossRef
66.
Zurück zum Zitat Prince M, Chetwynd A, Newman W, Metcalf JV, James OF (2002) Survival and symptom progression in a geographically based cohort of patients with primary biliary cirrhosis: follow-up for up to 28 years. Gastroenterology 123(4):1044–1051PubMedCrossRef
67.
Zurück zum Zitat Mayo MJ, Carey E, Smith HT, Mospan AR, McLaughlin M, Thompson A et al (2023) Impact of Pruritus on Quality of Life and Current Treatment Patterns in Patients with Primary Biliary Cholangitis. Dig Dis Sci 68(3):995–1005PubMedCrossRef
68.
Zurück zum Zitat de Vries E, Bolier R, Goet J, Parés A, Verbeek J, de Vree M et al (2021) Fibrates for Itch (FITCH) in Fibrosing Cholangiopathies: A Double-Blind, Randomized, Placebo-Controlled Trial. Gastroenterology 160(3):734–743.e6PubMedCrossRef
69.
Zurück zum Zitat Ostadhadi S, Nikoui V, Haj-Mirzaian A, Kordjazy N, Dehpour AR (2015) The role of PPAR-gamma receptor in pruritus. Eur J Pharmacol 762:322–325PubMedCrossRef
70.
Zurück zum Zitat Levy C, Kendrick S, Bowlus CL, Tanaka A, Jones D, Kremer AE et al (2023) GLIMMER: A Randomized Phase 2b Dose-Ranging Trial of Linerixibat in Primary Biliary Cholangitis Patients With Pruritus. Clin Gastroenterol Hepatol 21(7):1902–1912.e1PubMedCrossRef
71.
Zurück zum Zitat Hegade VS, Kendrick SF, Dobbins RL, Miller SR, Thompson D, Richards D et al (2017) Effect of ileal bile acid transporter inhibitor GSK2330672 on pruritus in primary biliary cholangitis: a double-blind, randomised, placebo-controlled, crossover, phase 2a study. Lancet 389(10074):1114–1123PubMedCrossRef
72.
Zurück zum Zitat Jones D, Carbone M, Invernizzi P, Little N, Nevens F, Swain MG et al (2023) Impact of setanaxib on quality of life outcomes in primary biliary cholangitis in a phase 2 randomized controlled trial. Hepatol Commun 7(3):e57PubMedPubMedCentralCrossRef
73.
Zurück zum Zitat Phaw NA, Leighton J, Dyson JK, Jones DE (2021) Managing cognitive symptoms and fatigue in cholestatic liver disease. Expert Rev Gastroenterol Hepatol 15(3):235–241PubMedCrossRef
74.
Zurück zum Zitat Ismail A, Kennedy L, Francis H (2023) Sex-Dependent Differences in Cholestasis: Why Estrogen Signaling May Be a Key Pathophysiological Driver. Am J Pathol 193(10):1355–1362PubMedPubMedCentralCrossRef
75.
Zurück zum Zitat Zu Y, Yang J, Zhang C, Liu D (2021) The Pathological Mechanisms of Estrogen-Induced Cholestasis: Current Perspectives. Front Pharmacol 12:761255PubMedPubMedCentralCrossRef
76.
Zurück zum Zitat Cao H, Zhu B, Qu Y, Zhang W (2019) Abnormal Expression of ERα in Cholangiocytes of Patients With Primary Biliary Cholangitis Mediated Intrahepatic Bile Duct Inflammation. Front Immunol 10:2815PubMedPubMedCentralCrossRef
77.
Zurück zum Zitat Titaux C, Ternynck C, Pauchet M, Stichelbout M, Bizet G, Maboudou P et al (2023) Total alkaline phosphatase levels by gestational age in a large sample of pregnant women. Placenta 132:32–37PubMedCrossRef
78.
Zurück zum Zitat European Association for the Study of the Liver (2023) EASL Clinical Practice Guidelines on the management of liver diseases in pregnancy. J Hepatol 79(3):768–828CrossRef
79.
Zurück zum Zitat de Vries E, Beuers U (2019) Ursodeoxycholic acid in pregnancy? J Hepatol 71(6):1237–1245PubMedCrossRef
80.
Zurück zum Zitat - (2019) Intrapartum care for women with existing medical conditions or obstetric complications and their babies. NICE Guideline
81.
Zurück zum Zitat Grady J, Clifford C, Treadwell MC, Parikh ND, Satishchandran A (2023) Use of fenofibrate for intrahepatic cholestasis of pregnancy. J Hepatol 79(2):e84–e86PubMedCrossRef
82.
Zurück zum Zitat Gupta M, Liti B, Barrett C, Thompson PD, Fernandez AB (2022) Prevention and Management of Hypertriglyceridemia-Induced Acute Pancreatitis During Pregnancy: A Systematic Review. Am J Med 135(6):709–714PubMedCrossRef
83.
Zurück zum Zitat Sridhar A, Cwiak CA, Kaunitz AM, Allen RH (2017) Contraceptive Considerations for Women with Gastrointestinal Disorders. Dig Dis Sci 62(1):54–63PubMedCrossRef
84.
Zurück zum Zitat European Association for the Study of the Liver (2022) EASL Clinical Practice Guidelines on sclerosing cholangitis. J Hepatol 77(3):761–806CrossRef