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Personalisierte und humanmilchbasierte Ernährungstherapie in der Neonatologie

Zusammenfassung

Humanmilchbasierte Ernährung stellt einen Eckpfeiler der medizinischen Gesamttherapie im Bereich der Neonatologie dar. Bei Früh- und kranken Neugeborenen zeigt sich der Einsatz von Humanmilch als morbiditäts- und mortalitätsrelevant. Ist Stillen nicht möglich, ermöglichen Humanmilchbanken die Versorgung mit Spendermilch als Übergang zur Muttermilchernährung. Humanmilch weist eine komplexe, variierende Zusammensetzung auf, die industriell nicht reproduzierbar ist. Die Milch von Müttern Frühgeborener („Frühgeborenenmilch“) enthält zudem eine an die Bedürfnisse des unreifen Neugeborenen angepasste Nährstoffzusammensetzung. Aufgrund des hohen Bedarfs an Energie, Protein und Mineralstoffen ist jedoch eine gezielte Anreicherung („Fortifizierung“) notwendig. Neben standardisierten Strategien gewinnen personalisierte Ansätze wie „targeted-“ und „adjustable fortification“ zunehmend an Bedeutung. Spezielle Techniken zur Modifikation des Makronährstoffgehalts („Laktoengineering“) oder der Verabreichung („alternative Zufütterungstechniken“) von Humanmilch ermöglichen darüber hinaus eine an die klinischen Erfordernisse angepasste Ernährung. Für die Umsetzung ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit zentral, insbesondere mit Still- und Laktationsberatung und Verantwortlichen von Humanmilchbanken. Forschung zur zukünftigen Entwicklung personalisierter und humanmilchbasierter Ernährungskonzepte in der Neonatologie ist notwendig.
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Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Stellenwert der Humanmilchernährung in der Neonatologie

Stillen ist die Ernährung der Wahl für nahezu alle Säuglinge. Die WHO und führende Fachgesellschaften empfehlen ausschließliches Stillen für 6 Monate und im Anschluss Teilstillen bis zum 2. Lebensjahr, dies gilt auch für Frühgeborene [1, 2]. Bei gesunden Mutter-Kind-Paaren ist Stillen aufgrund der kurz- sowie langzeitigen Effekte (z. B. Risikoreduktion für Übergewicht, Adipositas, Bluthochdruck, Hyperlipidämie und Hypertriglyzeridämie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes mellitus und frauenspezifische Krebserkrankungen bei ehemals Stillenden; [3, 4]) als wichtige primärpräventive Maßnahme zu sehen. In der Neonatologie hat die primär humanmilchbasierte Ernährung neben präventiven Eigenschaften vor allem einen therapeutischen Stellenwert und ist direkt morbiditäts- und mortalitätsrelevant [5]. Bei Frühgeborenen oder kranken Neugeborenen ist Stillen initial häufig aufgrund der Unreife bzw. des akuten Krankheitsgeschehens nicht möglich. Neben parenteraler Applikation von Ernährungslösungen kann eine enterale Gabe von zuvor gewonnener Humanmilch notwendig sein. Bei initial unzureichender Milchbildung durch die eigene Mutter wird die Gabe von Spendermilch (Milch einer laktierenden Frau, welche nicht die biologische Mutter des empfangenden Kindes ist) empfohlen [5].
Um dies zu ermöglichen, gibt es Humanmilchbanken, welche häufig an Perinatalzentren angesiedelt sind. Sie gelten als „[…] Einrichtung zum Zweck der Sammlung, Überprüfung, Verarbeitung, Lagerung und Verteilung von Milch stillender Frauen. […]“ [6].
Humanmilch ist in ihrer Zusammensetzung einzigartig
Österreich verfügt über insgesamt 8 etablierte Humanmilchbanken (Graz, Innsbruck, Leoben, Linz, Salzburg, St. Pölten, Wien AKH, Wien Klinik Floridsdorf). Die Verwendung von gespendeter Humanmilch ist grundsätzlich als Brücke zum Stillen bzw. der Muttermilchernährung seitens der biologischen Mutter zu sehen und nicht als dauerhafte Ernährungsstrategie. Entscheidend für den Erfolg von Humanmilchbankenprogrammen ist, neben der Bereitstellung von Infrastruktur, budgetären und personellen Ressourcen, der institutionelle Fokus auf begleitende Still- und Laktationsberatung.

Zusammensetzung der Humanmilch

Humanmilch ist in ihrer Zusammensetzung einzigartig. Vor allem die Variabilität ihrer Komposition ist industriell nicht nachzubilden. Sie ermöglicht die bestmögliche Nährstoffverwertung, zeigt eine geringere Osmolalität als Formulanahrung, beinhaltet eine Vielzahl immunologischer Komponenten, birgt „funktionelle Eigenschaften“ in sich und zeigt ein differenziertes Makronährstoffprofil in Abhängigkeit von Gestations- sowie postnatalem Alter [710]. Insbesondere weist Humanmilch von Mutter-Kind-Paaren nach Frühgeburtlichkeit einen höheren Proteingehalt auf als Humanmilch nach Geburt um den Termin ([10]; s. Tab. 1).
Tab. 1
Vergleich Energie und Makronährstoffe in Reifegeborenen vs. Frühgeborenenmilch
Energie- und Makronährstoffe
Reifgeborenenmilch
Frühgeborenenmilch
1. Woche
≥ 10. Woche
1. Woche
≥ 10. Woche
Energie (kcal/100 ml)
60
(44–77)
68
(50–86)
60
(45–75)
66
(39–94)
Protein (g/100 ml)
1,8
(0,4–3,2)
0,9
(0,6–1,2)
2,2
(0,3–4,1)
1,0
(0,6–1,4)
Fett (g/100 ml)
2,2
(0,7–3,7)
3,4
(1,6–5,2)
2,6
(0,5–4,7)
3,7
(0,8–6,5)
Daten entnommen aus Gidrewitz und Fenton 2014: BMC Pediatr [10]
Auch beinhaltet Frühgeborenenmilch eine höhere Konzentration an Natrium, Phosphor, Kalzium und Zink. Zudem ist der Anteil an Immunfaktoren, wie z. B. IgA, Lysozym, Lactoferrin, Makrophagen, Lymphozyten und neutrophile Granulozyten deutlich höher. Es kommt physiologisch zu einer Anpassung der Humanmilch an die Bedürfnisse der Frühgeborenen [5].

Spezielle Ernährungsbedürfnisse und -strategien in der Neonatologie

Entsprechend der Physiologie des Frühgeborenen bzw. kritisch kranken Neugeborenen bestehen spezielle Anforderungen an die Energie‑, Nährstoff‑, Flüssigkeits- und Elektrolytversorgung. Diese richten sich nach den Phasen der postnatalen Adaptation (Transitionsphase, Zwischenphase und Phase des stabilen Wachstums). Während in der initialen Transitionsphase die Regulation des Flüssigkeitshaushaltes im Vordergrund steht und das Rearrangement der Körperzusammensetzung stattfindet, erfolgt die Etablierung der oralen Ernährung in der Zwischenphase und es kommt zu einem Wiedererreichen des Geburtsgewichtes an Tag 7–10. Ziel ist es, ein Wachstum den intrauterinen Bedingungen entsprechend sicherzustellen. Optimalerweise beginnt der Nahrungsaufbau mit Kolostrum unmittelbar nach der Geburt. Die frühe Gabe dient vorranging der Vorbeugung einer Darmschleimhautatrophie, weniger einer kalorisch bedarfsdeckenden Ernährung. Zusätzlich scheint dadurch das Immunsystem ebenfalls zu profitieren, wie sich durch die vermehrte Ausschüttung von Immunfaktoren, Enzymen und Wachstumsfaktoren deutlich zeigt [11, 12]. Ein zügiger Nahrungsaufbau, welcher auf den individuellen, gesundheitlichen Zustand des Frühgeborenen abgestimmt ist, kann die Dauer der parenteralen Ernährung mit den korrelierenden, potenziellen Nebenwirkungen verkürzen. Eine Steigerung der enteralen Ernährung um täglich 30 ml/kgKG/d bis 150 ml/kgKG/d gilt als sicher. Ziel ist es, das Maximum nach 14 Tagen erreicht zu haben. Adäquates Wachstum kann durch eine tägliche Kalorienzufuhr zwischen 115–140 kcal/kg/d gewährleistet werden. Der tägliche Proteinbedarf liegt bei 3–3,5 g/kg/d. Bei sehr kleinen Frühgeborenen kann der Eiweißbedarf auf bis zu 4 g/kg/d steigen [5, 11]. In der Phase des stabilen Wachstums ist auf eine bedarfsgerechte Nährstoffzufuhr zu achten und eine Gewichtszunahme im Bereich von 17–20 g/kgKG/Tag anzustreben. Die Bestimmung der Energie- und Nährstoffzufuhr erfolgt primär orientiert an den einschlägigen Empfehlungen sowie anhand des Wachstumsverlaufs, dies gilt auch für die Zeit nach der Entlassung aus dem Krankenhaus. Altersentsprechend gedeihende Kinder sollen bis zum errechneten Geburtstermin angereicherte Humanmilch erhalten. Bei notwendigem Aufholwachstum erfolgt eine Anreicherung bis zu einem postmenstruellen Alter von 52 Wochen [5, 11, 13].
Um den besonderen Ernährungsbedürfnissen von Frühgeborenen Rechnung zu tragen, ist eine Anreicherung von Humanmilch notwendig. Im Vordergrund steht insbesondere eine adäquate Versorgung mit Energie, Protein, Kalzium und Phosphor und Vitaminen. Standardvorgehen ist dabei die Verwendung von Supplementen („Fortifiern“) auf boviner Basis, welche der Mutter- oder Frauenmilch beigefügt werden. Neben kuhmilchbasierten Fortifiern gibt es humanmilchbasierte Produkte zur Anreicherung. Unzureichende Evidenz für die Überlegenheit im Vergleich zu kuhmilchbasierten Produkten, hohe Kosten sowie ethische Aspekte bezüglich der Kommerzialisierung von Humanmilch an sich werden in diesem Zusammenhang kritisch diskutiert [14, 15]. Die Dosierung aller Fortifier erfolgt dabei auf Basis der Annahme einer standardisierten Zusammensetzung der Humanmilch. Dies kann v. a. bei Kindern mit einem sehr niedrigen Geburtsgewicht zu einer Fehleinschätzung und ungenügenden Proteinzufuhr mit daraus resultierendem, inadäquatem Wachstum kommen [16].

Gezielte Fortifizierung („targeted fortification“)

Bei gezielten Anreicherungsstrategien erfolgt zunächst die Bestimmung von Energie- und Makronährstoffzusammensetzung der Humanmilch. Darauf basierend erfolgt eine gezielte Supplementation. Die dafür notwendige Nährstoffbestimmung ist durch Point-of-care-Geräte möglich, deren Methodik auf Infrarotspektroskopie basiert [16]. Im Vergleich zu labortechnischen Referenzmethoden konnte allerdings gezeigt werden, dass der Laktosegehalt und somit der Gesamtenergiegehalt in Humanmilch mit marktüblichen Methoden auf Basis dieser aus der Milchwirtschaft stammenden Technologie überschätzt wurde. Dies ist durch quantitative Unterschiede zwischen Human- und Tiermilch v. a. im Oligosaccharidgehalt erklärbar. In diesem Zusammenhang warnt die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ e. V.) vor einer unkritischen Verwendung von Muttermilchanalysatoren in der klinischen Routine ([17]; Abb. 1).
Abb. 1
Setup für Makronutrientenbestimmung mittels Miris Human Milk Analyzer (Miris HMA®, Miris AB, Uppsala, Schweden), bestehend aus links Ultraschallprozessor, rechts hinten Heizgerät, rechts vorne Analysegerät mit Reagenzien. (© bei den Autoren)
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Adjustierbare Fortifizierung („adjustable fortification“)

Bei der adjustierten Fortifizierung erfolgt die Anpassung der Proteinzufuhr auf Basis der Blut-Harnstoff-Stickstoff (BUN, Blood-Urea-Nitrogen)-Konzentration. Das regelmäßige (z. B. zwei Mal wöchentlich) Monitoring von BUN als Parameter des Proteinabbaus reflektiert eine adäquate bzw. zu niedrige oder erhöhte Proteinzufuhr mit Zielwerten im Bereich von 10–16 mg/dl [14]. BUN ist ein einfach im Labor zu bestimmender Wert, welcher die individuelle Proteinaufnahme reflektiert und somit vor übermäßiger Zufuhr schützt. Die Wirksamkeit dieser Methode ist bisher in einer randomisiert-kontrollierten Studie [18] gezeigt worden.

Laktoengineering

Der Begriff „Laktoengineering“ bezeichnet die Modifikation des Makronährstoffgehaltes der Muttermilch durch bestimmte Gewinnungstechniken. Dabei wird durch die Anwendung einer gezielten Pumpstrategie (z. B. 5 min Gewinnung Vordermilch [früher im Stillvorgang], gefolgt von 5 min Gewinnung Hintermilch [später im Stillvorgang] in separate Gebinde [19]) die physiologische Variabilität der Nährstoffkomposition der Muttermilch genutzt, um fett- und damit energiereichere Hintermilch separat zu gewinnen. Tab. 2 zeigt exemplarisch die Makronährstoffzusammensetzung einer Messreihe gewonnener Hinter- und Vordermilch.
Tab. 2
Exemplarische Messreihe Vorder- vs. Hintermilch
Art der Milch
Energie
Fett
Kohlenhydrate
Protein
VM/HM
(kcal)
(g/100 ml)
(g/100 ml)
(g/100 ml)
VM
66
3
7,8
1,2
HM
94
6
8,1
1,2
VM
62
2,6
7,8
1,3
HM
77
4,1
7,9
1,3
VM
54
1,7
7,8
1,3
HM
84
4,9
8
1,2
M (VM)
60,7
2,4
7,8
1,3
M (HM)
85
5
8
1,2
∆ (±)
24,3
2,6
0,2
0
% (±)
40,1
105,5
2,6
−2,6
VM Vordermilch, HM Hintermilch, M Mittelwert
Die Rückmeldung der Messergebnisse an die jeweiligen Mütter kann als motivierender Faktor zur nachhaltigen Humanmilchernährung bei Kindern mit unzureichendem Gedeihen beitragen.

Entrahmung

Neben der Anhebung des Fettanteils in Muttermilch durch „Laktoengineering“, kann der Fettgehalt auch reduziert werden. Dies kann durch physikalische Trennverfahren (z. B. mittels Milch- oder Laborzentrifuge) oder natürliches Absetzen des Rahms bei gekühlter Lagerung über Nacht erfolgen. Dabei kann der Fettgehalt in Abhängigkeit von der Methode bis auf ca. 1 g/l gesenkt werden [20]. Anwendungsgebiete für diese Strategien ergeben sich im Bereich seltener, angeborener Störungen der Fettsäureoxidation [2123] sowie bei Kindern mit kongenitalem oder erworbenem Chylothorax ([2427]; Abb. 2).
Abb. 2
Muttermilch nach dem Zentrifugieren. Gut sichtbar ist die sich absetzende Fettphase. (© bei den Autoren)
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Verabreichung

Neben enteraler Verabreichung sowie Fütterung mittels Flasche, können alternative Zufütterungsmethoden ein Trinken an der Brust bzw. den Übergang zum Stillen ermöglichen und somit den Erhalt bzw. die Förderung der Laktation der eigenen Mutter begünstigen. Beschriebene Methoden umfassen die Verwendung von speziellen Bechern, Finger-Feedern, an der Brust angebrachten Ernährungssonden sowie das Brust-Ernährungsset, welches sich v. a. für die Verabreichung größerer Volumina eignet [28, 29]. Dabei nimmt die Still- und Laktationsberatung eine besondere Rolle bei der Anleitung betroffener Frauen ein und unterstützt bei der Förderung der Laktation, hygienischer Gewinnung der Milch sowie Verabreichung der angereicherten Nahrung.

Fazit und Ausblick

In der Neonatologie ist die Ernährung mortalitäts- und morbiditätsrelevant. Primär humanmilchbasierte Ernährung hat kurz- und langfristige Vorteile hinsichtlich des physischen und kognitiven Outcomes der zu früh geborenen Kinder. Ein physiologisch erhöhter Energie‑, Makro- und Mikronährstoffbedarf muss bei Frühgeborenen durch Supplementation abgedeckt werden. Standardverfahren zur Fortifizierung sind gezielten und individuellen Verfahren gegenüber vermutlich im Nachteil, auch wenn diese innovativen Strategien in der Praxis noch wenig etabliert und nur eingeschränkt untersucht sind. Weitere Forschung hinsichtlich Verfahren zur personalisierten Ernährungstherapie in der Neonatologie ist notwendig.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

A. Höller, C. Peeters, M. Jörg-Streller, E. Huber, T. Zöggeler, D. Karall und A. Posod geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.

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Titel
Personalisierte und humanmilchbasierte Ernährungstherapie in der Neonatologie
Verfasst von
Alexander Höller
Claudia Peeters
Monika Jörg-Streller
Eva Huber
Thomas Zöggeler
Daniela Karall
Anna Posod
Publikationsdatum
08.01.2026
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
Pädiatrie & Pädologie
Print ISSN: 0030-9338
Elektronische ISSN: 1613-7558
DOI
https://doi.org/10.1007/s00608-025-01345-2
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