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07.03.2019 | Multiple Sklerose | Neurologie

Multiple Sklerose und psychiatrische Komorbidität

Eine multidisziplinäre therapeutische Herausforderung

Zeitschrift:
psychopraxis. neuropraxis
Autoren:
Dr. Helmut Rauschka, Dr. Franziska Mayr
Wichtige Hinweise
Literatur beim Verfasser

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Nach der Diagnosestellung einer schubförmigen multiplen Sklerose (MS) benötigen die meisten Betroffenen eine immunmodulatorische Dauertherapie. Eine frühe Diagnosestellung und ein im Krankheitsverlauf früher Therapiebeginn verlangsamen die Zunahme neurologischer Defizite und verbessern die Prognose der Erkrankung. Die Betroffenen leiden vermehrt auch an psychiatrischen Komorbiditäten. In den meisten Fällen ist bereits zum Zeitpunkt der Diagnosestellung die Prävalenz für psychiatrische Erkrankungen erhöht, mit weiterer Zunahme im Verlauf der Erkrankung. Die Genese ist multifaktoriell bedingt. Es werden sowohl organische Faktoren wie das Ausmaß und die Lokalisation der strukturellen Hirnschädigung als auch psychosoziale Faktoren diskutiert. Bei psychiatrischen Komorbiditäten (insbesondere bei psychotischem Ausmaß) muss bei der Therapieplanung die möglicherweise reduzierte Adhärenz und Compliance für die erforderliche immunmodulatorische Therapie berücksichtigt werden. Zusätzlich erfordern mögliche Nebenwirkungen ein oft komplexes und engmaschiges Monitoring. Die erfolgreiche Therapie der psychiatrischen Erkrankung ist Voraussetzung für eine langfristig erfolgreiche Behandlung der MS.

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