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Ein Souvenir aus Indonesien

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Zusammenfassung

Das Dengue-Virus, ein RNA-Virus, ist endemisch in den Tropen und Subtropen und wird durch den Stich infizierter Mücken auf den Menschen übertragen. Während viele primäre Dengue-Infektionen asymptomatisch oder nur leicht verlaufen, ist das Risiko für schwere Verläufe im Rahmen von Zweitinfektionen um das Zwei- bis Dreifache erhöht. Die Therapie erfolgt rein symptomatisch, auf die Gabe von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) sollte aufgrund des erhöhten Blutungsrisikos konsequent verzichtet werden. Zur Diagnostik dienen vor allem serologische Untersuchungen und die reverse Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion (RT-PCR). Zur Vorbeugung werden Repellentien mit hohem Diethyltoluamid-Gehalt (DEET), Moskitonetze und geeignete Kleidung empfohlen. In der europäischen Union sind zwei Lebendimpfstoffe gegen das Dengue-Virus zugelassen. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine allgemeine Impfempfehlung gegen Dengue-Fieber, da nach Impfungen und Erstinfektionen schwerere Verläufe beobachtet werden konnten. Eine Impfung kann nach Risiko-Nutzen-Abwägung durchgeführt werden. Der wichtigste Faktor im Rahmen der Prävention von Dengue-Viren-Infektionen ist die Vektorenkontrolle.
Titel
Ein Souvenir aus Indonesien
Verfasst von
Dr. Constanze Offner
Susanne Seitz
Richard Stockinger
Susanna Neumayer
Isabella Obwegeser
Robert Strohal
Nina Häring
Publikationsdatum
27.01.2025
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
hautnah / Ausgabe 1/2025
Print ISSN: 1866-2250
Elektronische ISSN: 2192-6484
DOI
https://doi.org/10.1007/s12326-024-00697-z
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Bildnachweise
Abdomensonographie/© bei den Autor:innen