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01.06.2013 | case report | Ausgabe 11-12/2013

Wiener Medizinische Wochenschrift 11-12/2013

Mittelfristiges, relativ tumorstabiles Outcome eines erfolgreich interdisziplinär lokal R0-resezierten, metastasierten Leiomyosarkoms der V. cava inferior mit multimodaler Behandlung

Zeitschrift:
Wiener Medizinische Wochenschrift > Ausgabe 11-12/2013
Autoren:
Prof. Dr. med. habil. Frank Meyer, Dr. med. Mathias Weber, Prof. Dr. med. habil. Hans-Ulrich Schulz, Priv.-Doz. Dr. med. habil. Zuhir Halloul
Wichtige Hinweise
Frank Meyer und Mathias Weber sind mit gleichen Anteilen an Patientenbetreuung, Manuskriptidee, Literaturrecherche, initialem Manuskriptentwurf, -überarbeitung & -korrektur beteiligt, weshalb sie gleichberechtigt als Erstautor fungieren.

Zusammenfassung

Fortgeschrittenes Tumorwachstum muss nicht automatisch Nihilismus bedeuten, da mit den gegenwärtigen multimodalen Therapieoptionen durchaus in Abhängigkeit von Tumorentität, Befundkonstellation und Behandlerexpertise im ausgewählten Fall aussichtsreiche Behandlungsansätze bestehen können, deren Ausschöpfung die heutige interdisziplinäre Onkochirurgie/Onkologie gelegentlich bis hin zur Schwelle einer chronisch zu nennenden Tumorerkrankung zu leisten vermag. Das Ziel des fallassoziierten Reports besteht darin, die spezifischen patienten-, behandlungs-, verlaufs- und prognosebezogenen Aspekte von aufeinanderfolgenden multimodalen (operativ, radiologisch-interventionell & onkologisch-chemotherapeutisch) Therapieansätzen eines initial erfolgreich interdisziplinär (allgemein-, gefäß-, viszeral- & späterhin neurochirurgisch) lokal (caval & hepatisch) R0-resezierten, hepatisch & pulmonal (späterhin vertebral) metastasierten Leiomyosarkoms der V. cava inferior darzustellen, die letztlich in einem mittelfristigen, relativ tumorstabilen Outcome resultierten.
Eine 54-jährige Frau mit einem Leiomyosarkom der V. cava inferior wurde im initial bereits metastasierten Stadium erfolgreich lokal operativ mit Resektion und Ersatz einer Cavaprothese sowie simultaner Hemihepatektomie rechts und Resektion des Leber-Segmentes I versorgt. Die Weiterbehandlung erfolgte multimodalinterdisziplinär, wobei mehrere systemische Chemotherapien, eine Thermoablation der Lebermetastasierung, wiederholte Brachytherapien (sowohl der Leber- als auch der pulmonalen Metastasen) sowie die Resektion mit anschließender Bestrahlung einer Hirnmetastase durch die Neurochirurgie zum Einsatz kamen.
Schlussfolgerungen Es konnte gezeigt werden, dass auch bei initial bereits metastasiertem Stadium ein mittelfristig stabiles Outcome trotz eines nicht komplikationslosen Verlaufes mit akzeptabler Lebensqualität möglich ist. Dieses selten in der Literatur beschriebene Krankheitsbild eines fortgeschrittenen Leiomyosarkoms wurde in einem Zeitraum von 5 Jahren und 6 Monaten beobachtet.

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Literatur
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